Wird die Volksbank ihren Kunden bald den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen?

Lange Zeit standen Banken Bitcoin und anderen Kryptowährungen kritisch gegenüber. Mittlerweile hat sich dies zumindest zum Teil geändert. Zwar heben gerade Banken weiterhin die Gefahren und Risiken hervor, die mit der Nutzung von Kryptowährungen hervorgehen, allerdings denken immer mehr Institute darüber nach, ihren Kunden selbst Kryptowährungen anzubieten.

Krypto-Dienste in einem Jahr bald bei der Volksbank?

Während die Sparkassen-Finanzgruppe erst Ende des vergangenen Jahres bestätigt hatte, dass sie darüber nachdenken würde, ihren Kunden unter Umständen den Handel mit Kryptowährungen anzubieten, denken nun auch die Volks- und Raiffeisenbanken über einen solchen Schritt nach.

Das erklärte zumindest die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, am Dienstag in Frankfurt im Rahmen einer Pressekonferenz (ab ca. 1:14:55).

So prüfe die DZ Bank in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wertpapierservice Bank (DWS Bank) bereits ein mögliches Krypto-Angebot.

Laut Kolak wolle man sich dem Markt nicht verschließen, allerdings auch keine Schnellschlüsse ziehen und mit Geduld an die Sache herangehen. Noch immer handle es sich bei Kryptowährungen um hochspekulative Anlagen.

Dennoch sei man nicht abgeneigt, in Zukunft auch den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen. „Es ist ein Bedarf da, den wir perspektivisch uns vorstellen können zu lösen“, so Kolak.

Allerdings ist noch nicht entschieden worden, ob die Volks- und Raiffeisenbanken diesen Schritt wirklich gehen wollen – diesbezüglich werde noch einmal abgestimmt werden. Bis das gesamte Konstrukt Realität werden könnte, dürfte allerdings noch rund ein Jahr vergehen.

Handel von Kryptowährungen bei Volksbanken würden neue Zielgruppen erreichen

Während Kolak insbesondere junge Menschen als Zielgruppe für Krypto-Dienste hervorhob, könnte sich durch das Angebot von Krypto-Diensten über die Volksbank auch für konservativere Anleger eine Möglichkeit ergeben, um in den Markt einzusteigen.

Das gilt insbesondere für Investoren, die bisher alle Investitionsangelegenheiten über die eigene Hausbank behandelt haben und kein Depot bei einem anderen Broker als bei Ihrer Hausbank haben.

Sollten Banken letztendlich auch noch ein Angebot für die einfache Verwahrung von Krypto-Assets mit Sicherheitsgarantien für den Verlust der Gelder anbieten, wäre ein Einstieg in Kryptowährungen nicht mit den Schwierigkeiten der korrekten Verwahrung über eine Hardware-Wallet verbunden.

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