Bitcoin Mining im Iran: Zentralbank will Miner zum Verkauf ihrer BTC zwingen

Während die Fremdwährungsreserven im Iran schrumpfen und die USA kräftig mit weiteren Sanktionen nachlegt, sucht die Regierung in Teheran nach kreativen Wegen, um das Land auch weiter durch diesen Schlamassel zu manövrieren. Ausländisches Fiatgeld neigt sich aber dem Ende, also wandert der Blick zu Beständigkeit – namentlich Bitcoin.

Der Iran ist eines der Länder auf der Welt, welches am härtesten von Sanktionen geplagt wird, hauptsächlich von den USA. Nun neigen sich auch die Fremdwährungsreserven im Land dem Ende zu, doch das Land muss weiter Importieren. Während ausländisches Fiatgeld rarer wird, existiert aber günstiger Strom durch reichhaltige Gas- und Ölreserven. Bitcoin Mining war im Iran schon länger ein gutes Geschäft und wurde dann 2019 legalisiert. Die iranische Zentralbank würde jetzt auch gerne die Bitcoin (BTC) von den Betreibern des Bitcoin Mining aufkaufen, um die Importe aufrechtzuerhalten.

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Iran richtet seinen Blick auf Bitcoin Mining

Was passiert in Krisenzeiten? Die Menschen suchen Schutz für ihre monetären Vermögen in scheinbar sicheren Wertanlagen. Gold und Silber kommt uns da sofort in den Sinn. Wenngleich die beiden wertvollen Edelmetalle nach wie vor als eine beliebte Wertanlage gelten, für internationale Importe unter strengen Sanktionen, eignen sich Gold und Silber leider wenig. Bitcoin, auf der anderen Seite, eignet sich dafür ganz hervorragend! Das sieht auch die Regierung in Teheran mitsamt der Zentralbank des Irans so.

Im Jahr 2019 legalisierte der Iran das Bitcoin Mining, nicht aber den Handel mit Kryptowährungen. Strom ist im Land günstig, denn Gas- und Ölreserven sich reichhaltig vorhanden. Viele Iraner zögerten also nicht lange und legten mit dem Bitcoin Mining los. Durch die schrumpfenden Fremdwährungsbestände der iranischen Zentralbank jedoch interessiert sich die iranische Geldpolitik jüngst nicht mehr nur für steigende BTC Hashraten, sondern für Bitcoin an sich.

Lesetipp: Was ist Bitcoin (BTC)? – Die Kryptowährung Nr. 1 verstehen

Gesetz soll den Verkauf der Profite vom Bitcoin Mining erzwingen

Die Zentralbank möchte von den Minern gewisse Anteile ihrer BTC Bestände aufkaufen. Denn der Iran ist auf Importe angewiesen und diese müssen ja auch irgendwie finanziert werden. Aber eine simple Bitte oder ein gutes Angebot scheinen irgendwie „oldschool“, wenn man doch auch gleich ein Gesetz erlassen könnte. Laut der staatlich-finanzierten Nachrichtenagentur der Studenten (ISNA) will Teheran nun neue Regulationen einführen, um BTC Mining Rewards zur Zentralbank zu bringen.

Gemäß einem Gesetzesentwurf des Energieministeriums und der Zentralbank, sollen BTC Miner verpflichtet werden, ihre BTC Bestände an die Zentralbank zu verkaufen. Dies soll einerseits dazu dienen, dass der Iran wichtige Importe aufrechterhalten kann und andererseits dazu, US-Sanktionen zu umgehen. Der Iran folgt damit dem Beispiel von Venezuela, über welches wir schon früher berichteten.

Die Details der neueren Regulierung sind noch in der Bearbeitung. Aber es scheint jetzt schon sicher, dass die BTC Miner im Iran künftig nicht HODLen dürfen, sondern ihre Bitcoin Mining Rewards direkt und innerhalb der gesetzlichen Fristen an die Zentralbank verkaufen müssen. Der Kaufpreis ist jedoch noch nicht klar! Und es gibt berechtigte Zweifel daran, dass sowohl in Venezuela, als auch im Iran, eine ordentliche Summe für die wertvollen, digitalen Coins bezahlt wird.

Lesetipp: Bitcoin Mining wird legal in Venezuela: Staatlicher Mining Pool verpflichtend

Schlusswort: Bitcoin Mining im Iran

Doch was würde passieren, wenn die Iranische Zentralbank versucht Bitcoin als Reserverwährung zu etablieren? Die iranische Wirtschaft hat ein negatives Wachstum, jedoch kann sich das Land bei den meisten Gütern selbst versorgen. Wenn die islamische Republik jetzt noch Bitcoin als neuen Goldstandard einführt, würde das auf lange Zeit die Dollar Dominanz im Iran ablösen.

So wäre der Iran noch unabhängiger von den USA und die unerbittlichen Sanktionen, die vor allem das iranische Volk treffen, wären endgültig gescheitert. Das Mullah-Regime würde wahrscheinlich fester im Sattel der Macht sitzen, als je zuvor. Ob das Volk langfristig von der Härte des Bitcoin profitieren bleibt abzuwarten, schließlich ist Korruption im Iran Gang und Gäbe.

Der Kaufkraftverlust bzw. die Währungsinflation des iranischen Rials schwankt jedes Jahr zwischen 20% und 30%. Vor einiger Zeit wurde sogar eine Null von den iranischen Geldscheinen gestrichen, um die hohen Zahlen beim Umrechnen von Preisen zu reduzieren. Wir hoffen, dass sich viele Iraner selbst mit Bitcoin beschäftigen und der Entwertung der Nationalwährung entkommen können. Wie immer bleiben wir dran und berichten täglich für euch!

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