BTC Mining in China: Bitcoin Miner haben Schwierigkeiten ihre Stromkosten zu decken

Während die Krypto-Medienlandschaft in Bezug auf Bitcoin (BTC) jüngst scheinbar nur positive Meldungen verbreiten möchte, gibt es bei aller Freude um die fundamentale und preisliche Entwicklung auch Negativmeldungen. So zum Beispiel aus China, wo BTC Miner scheinbar Probleme haben ihre Stromkosten zu decken.

Aus Berichten von Colin Wu (@WuBlockchain) geht hervor, dass nach neusten Crackdowns der chinesischen Regierung mehrere BTC Miner aus China scheinbar in Problemen stecken, ihre Stromkosten zu decken. China besitzt weltweit eine anhaltende Dominanz in Bezug auf die Erzeugung der BTC Hashrate. Für Bitcoin (BTC) ist dies an sich (noch) kein Problem, aber die Vorzeichen der zunehmenden Verbote in China bzgl. Kryptowährungen zeichnen ein unschönes Bild von der Zukunft.

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Chinesische Regierung greift weiter hart durch in Sachen Kryptowährungen

Laut einer Umfrage von Colin Wu, einem selbsternannten Krypto-Reporter rundum die Mining-Industrie in China, sollen 74 % der befragten BTC Miner jüngst auf Probleme stoßen, die Stromkosten für ihre Aktivitäten zu decken. Dies hat den Hintergrund, dass die chinesische Regierung weiter gegen Kryptowährungen im Land vorgeht, jüngst wohl auch gegen den Umtausch von Bitcoin und Ethereum in chinesische Yuan. Es würden Bankkarten eingefroren unter dem Deckmantel der Prävention von Geldwäsche.

Aufgrund von Regierungsaktionen im ganzen Land schrecken Investoren zurzeit davor zurück ihre Kryptowährungen in Yuan umzutauschen. [BTC und ETH] Miner müssen aber zur Deckung ihrer Stromkosten [zumindest] Teile ihrer BTC/ETH umtauschen.

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Während Investoren gut und gerne auch mal ein wenig länger an ihren Kryptowährungen festhalten, haben BTC und ETH Miner laut Wu keine andere Möglichkeit, als Teile ihrer Mining Rewards in Yuan umzutauschen, damit die Stromkosten ihrer Aktivitäten gedeckt werden können. Dann droht ihnen aber das Einfrieren ihrer Bankkarten. Dies könnte in der Folge dazu führen, dass Miner das Land verlassen und in krypto-freundlichere Umgebungen ziehen. Es ist anzunehmen, dass dies Auswirkungen auf die BTC Hashrate hätte.

China dominiert in Sachen globale BTC Hashrate

Aus China stammte bis April 2020 ca. 65 % der weltweit erzeugten Hashrate für das Bitcoin-Netzwerk. Alle anderen Länder sind hinter China weit abgeschlagen. Die USA kamen laut einer Übersicht des Zentrums für alternative Finanzen der Cambridge Universität auf lediglich 7,24 %. Russland folgte auf Platz 3 mit 6,90 %.

Prozentuale Erzeugung von BTC Hashrate bis April 2020
Quelle: Cambridge Universität

Während eines Umzugs könnten viele BTC/ETH Miner aus China wohl kaum die volle Leistung bezogen auf die erzeugte Hashrate aufrechterhalten. Dies hätte direkt Einflüsse auf das BTC und ETH Netzwerk in Bezug auf die Gesamtperformance. Noch sehen wir solche Auswirkungen jedoch nicht und die Angaben von Wu sind auch nur schwer zu verifizieren.

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Daten belegen: Hashrate gesund, Miner verkaufen nicht

Wie Daten unseres offiziellen Partners Glassnode zeigen, sieht die BTC Hashrate im Gesamtverlauf nach wie vor sehr gut aus. Die jüngsten Anpassungen bei der Schwierigkeit des BTC Minings spielen dabei natürlich auch eine Rolle. Der letzte Einbruch der Hashrate geschah am 02. November 2020, wohingegen seither eine deutliche Erholung stattgefunden hatte.

BTC Hashrate im Chartverlauf
Quelle: Glassnode

Zudem sehen wir auch, dass die Transfervolumen von BTC Minern zu anderen Wallets gering bleiben. Das bedeutet im Grunde, dass Miner derzeit keinen Grund zum Verkauf ihrer Block Rewards sehen. Oder aber im Fall von chinesischen Minern, sich einfach nicht trauen diese Rewards in die Landeswährung umzutauschen.

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Schlusswort zu China und Bitcoin

China fährt also weiterhin eine feindliche Schiene gegen ausländische Fiatwährungen (insbesondere dem US-Dollar) im eigenen Land, als auch Kryptowährungen. Dies geschieht vorbereitend für die Einführung des digitalen Yuan, einer Central Bank Digital Currency (CBDC), welche aktuell weiträumig in der Bevölkerung getestet wird. Peking will dadurch nicht nur das weltweite Rennen um landeseigene, digitale Währungen gewinnen, sondern auch den US-Dollar vom weltweiten Thron stürzen. Und andere Kryptowährungen sieht die chinesische Regierung dabei wohl als Dorn im Auge.

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