China vs. USA: Mit dem digitalen Yuan zur Weltdominanz?

In letzter Zeit berichten wir vermehrt über die Vorgänge innerhalb der Europäischen Union in Sachen digitaler Euro. Dabei findet China auch immer wieder Erwähnung. Denn die Wirtschaftsmacht in Fernost befindet sich im Rennen eine eigene digitale Währung weit vorne. Nun folgt aus Peking ein Plan zur Weltdominanz.

Die chinesische Zentralbank verfolgt ihr Ziel eines digitalen Yuan mit eisernem Fokus. Wenngleich China bereits uneinholbar scheint auf dem Weg zur nationalen Kryptowährung, soll in Peking offenbar trotzdem keine unnötige Zeit verschwendet werden. Zeitgleich hält auch das politische Säbelrasseln mit den USA an. In einem Bericht des Zentralbank-eigenen Magazins „China Finance“ erklärt die People’s Bank of China (PBoC) nun, dass ein digitaler Yuan die Weltdominanz des US-Dollars beenden könnte.

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Der digitale Yuan ist nicht mehr aufzuhalten

Das politische und wirtschaftliche Säbelrasseln zwischen China und den USA erreicht nun anscheinend auch den Sektor rundum nationale Kryptowährungen, sog. Central Bank Digital Currency (CBDC). China gilt bei der Entwicklung einer von der Zentralbank kontrollierten, digitalen Währung zum absoluten Vorreiter weltweit. Der digitale Yuan gilt dabei nicht nur als uneinholbar weit fortgeschritten, sondern wird auch bereits in mehreren Großstädten der Nation in Fernost getestet.

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In die Tests involviert sind neben mehreren chinesischen Großkonzernen auch internationale Unternehmen wie z.B. McDonalds und Starbucks. Der Fortschritt scheint jetzt eine Phase erreicht zu haben, in der die PBoC sich sicher genug fühlt, mehr und mehr Details und Intentionen zu veröffentlichen. Laut einem jüngsten Bericht ist eines der Ziele Pekings mit einem digitalen Yuan kein Geringeres, als die Weltdominanz des US-Dollar anzugreifen.

China will die Weltdominanz des US-Dollars angreifen

In einem Artikel des Zentralbank-eigenen Magazins „China Finance“ legt die PBoC dar, dass der US-Dollar den globalen Handel dominiert und den Einfluss Washingtons damit auch auf die „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (SWIFT) ausweitet. Durch den Vorteil der ersten landeseigenen Kryptowährung soll China aber bald in der Lage, diese Weltdominanz anzugreifen. Zudem soll die Adoption eines digitalen Yuan laut der Zentralbank ohne Probleme ablaufen, da bargeldlose Transaktionen in Fernost längst der Alltag sind.

Die Herausgabe und Zirkulation einer digitalen Währung wird erhebliche Veränderungen im internationalen Geldsystem nach sich ziehen. […] Deshalb wird das Recht auf die Herausgabe und Kontrolle einer digitalen Währung zum „neuen Schlachtfeld“ im Wettbewerb der souveränen Nationen.

Peking setzt bei diesem „Wettbewerb der souveränen Nationen“ ganz klar auf den Vorteil, das erste Land der Welt zu sein, welches eine digitale Währung besitzt, herausgibt und kontrolliert. Transaktionen mit CBDC laufen via Blockchain-Technologie ab und bieten daher dieselben Vorzüge, wie Transaktionen mit bestehenden Kryptowährungen auch. Internationale Geschäfte könnten via digitalen Yuan bspw. viel schneller und – wahrscheinlich auch – kostengünstiger abgewickelt werden, als über die traditionellen Wege.

Hartes Vorgehen gegen OTC-Händler aus der Krypto-Branche

Neben dem ambitionierten Ziel, den US-Dollar von seinem Thron des Welthandels zu stoßen, geht die Zentralbank in China auch weiter gegen bestehende Kryptowährungen vor. Erstens, der Handel mit Kryptowährungen an Krypto Börsen ist ohnehin schon verboten. Zweitens, die PBoC ging nun jüngst auch gegen OTC-Händler vor. Als Resultat dieses Vorgehens finden sich viele OTC-Händler nun auf einer Blacklist der Zentralbank wider.

Die Folgen dieser Blacklist? Erstens dürfen diese Händler in den nächsten 3 Jahren eine von einer Bank ausgestellte Debitkarte nicht nutzen. Zweitens ist es ihnen auch unmöglich in den nächsten 5 Jahren eine Online-Überweisung durchzuführen. Diese Regelungen seien Bestandteil der Anti-Geldwäsche-Initiative und beträfen demnach nicht nur Personen und/oder Unternehmen aus der Krypto-Branche. Die Folgen sind dennoch desaströs: Viele OTC-Händler mussten schließen, da ein weiteres Betreiben der Geschäfte unmöglich wird.

Schlusswort zu China, dem digitalen Yuan und die Weltdominanz

Der digitale Yuan steht im Fokus der monetären Bestrebungen Pekings. Die chinesische Regierung und die Zentralbank setzen dabei auf den Vorteil, die erste Nation mit einer landeseigenen Kryptowährung zu sein. Und dieser Vorteil wird aller Wahrscheinlichkeit nach Realität werden. Denn China gilt unter Experten und Beobachtern als uneinholbar weit fortgeschritten in Sachen CBDC. Ob die Dominanz des US-Dollars im globalen Handel durch einen digitalen Yuan wirklich gestürzt werden könnte, bleibt dabei aber abzuwarten.

Während die Bemühungen um eine digitale Währung vorwärts gehen, scheint sich die People’s Bank of China auch darum zu bemühen, andere Kryptowährungen aus dem Land zu verbannen. Eine Gefahr, vor der schon lange gewarnt wurde. Denn Bitcoin und Co. gelten in den bei vielen Zentralbanken und Regierungen als Feinde. Doch CBDC wird diesen „Feind“ nicht einfach verschwinden lassen. Weder in China, noch in anderen Ländern dieser Erde.

Ein Bitcoin Verbot halten wir in Europa für sehr unwahrscheinlich, schließlich hat die EU grade wieder mehr Regulierung geplant, was einer Legitimierung nahe kommt. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch! Schau gerne in unsere Wissensbibliothek und bilde dich im umfangreichen Themengebiet der Kryptowährungen weiter!

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