Der US-Bundesstaat Texas wird für das Bitcoin-Mining immer wichtiger. Jetzt bringt sich sogar die erste Stadt als Teilnehmer des Netzwerks ein: Fort Worth schürft Bitcoin.

Die Odyssee der Bitcoin-Miner

Einst gab es mit China und Kasachstan interessantere Länder für die Bitcoin-Miner als die USA. In beiden Fällen nahm diese Attraktivität vor allem durch politische Maßnahmen schlagartig ab. China erklärte das Mining schon 2021 für verboten und verursachte damit den bisher größten Einbruch der Bitcoin-Hashrate.

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Noch immer dauert der Konflikt zwischen Behörden und Minern in China an. Erst im April veröffentlichten mehrere chinesische Behörden Berichte über die Beschlagnahmung illegaler Bitcoin-Farmen.

In Kasachstan sorgten unterdessen politische Unruhen und die aktive Bekämpfung einiger Mining-Zentren zu einer Abwanderung von Mining-Unternehmen. Von dort aus trieb es viele Firmen in die USA.

Innerhalb des nordamerikanischen Landes ist es hauptsächlich der Bundesstaat Texas, der die Unternehmen begeistert. Das Land ist politisch stabil. Texas verfügt über sehr viel Fläche, die entsprechend zu günstigen Preisen erworben werden kann. Nicht zuletzt ist es eine kryptofreundliche Administration, welche die Miner anzieht

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Inzwischen ist Bitcoin in Texas sogar zu einem wichtigen Wahlkampfthema geworden. Mehrere Kandidaten äußern ihre Unterstützung und übertrumpfen sich in ihren Aussagen.

Fort Worth: Bitcoin-Mining in der Stadthalle

Wenig verwunderlich ist es daher, dass ausgerechnet eine texanische Stadt eigenständig ins Bitcoin-Mining einsteigen will. In einem Interview mit CNBC stellt die Bürgermeisterin Mattie Parker ihre Pläne vor.

Sie selbst habe die Konstruktion einer kleinen Bitcoin-Farm beaufsichtigt, die sich nun in der Stadthalle befindet. Dort arbeiten aktuell drei Antminer S9. Es handelt sich um alte ASICs, die neueren Modellen leistungstechnisch deutlich unterlegen sind.

Auch die Anzahl von lediglich drei Stück ist sehr gering. Parker macht darauf aufmerksam, dass es sich bislang bloß um ein Pilotprojekt handelt. Man wolle erproben, ob sich ein solches Projekt lohnen könnte.

Sobald man die Bitcoin-Farm ausbauen will, bedürfe es sehr teurer Ausrüstung, technischem Können und viel Elektrizität. Die Entscheidung zugunsten des Pilotprojekts traf der Stadtrat am letzten Dienstag.

Fort Worth ging eine Partnerschaft mit dem Texas Blockchain Council (TBC) ein. Die Organisation spendete die drei alten Antminer. Bürgermeisterin Parker zeigt sich von der neuen Errungenschaft begeistert.

Wir sind die am schnellsten wachsende Stadt des Landes. Um diese Energie aufrechtzuerhalten, müssen wir eigene Wege gehen und wir glauben, dass Kryptowährungen ein wichtiger Teil unserer zukünftigen Wirtschaft sind.

Parker ist daher stolz darauf, dass ihre Stadt die erste ist, die trotz aller bürokratischer Hürden ein solches Projekt erfolgreich einleiten konnte. Zusätzlich bestehen Kooperationen mit den Unternehmen Luxor Technologies und Rhodium Enterprises, die beide Fachkenntnisse liefern.

80 Prozent des Wagniskapitals fließt in die Technologiebranche

Der ausschlaggebende Moment, der Parker zur Unterstützung des Bitcoin anspornte, war ein Gespräch mit Freunden, die für Risikokapitalgesellschaften arbeiten. Sie berichteten der Bürgermeisterin, dass 80 Prozent des Wagniskapitals in die Technologiebranche fließt. In dessen Zentrum: Kryptowährungen.

Parker fasst es daher als wichtig auf, die ersten Schritte zu gehen, um die Stadt attraktiver für die Kryptobranche zu gestalten. Gründer und Geschäftsführer des TBC schätzt die Lage wie folgt ein:

Indem sie klein anfangen und nach und nach lernen, positioniert sich Fort Worth als die Bitcoin-Mining-Hauptstadt von Texas.

Nach den ersten sechs Monaten nimmt Fort Worth eine erneute Einschätzung des Pilotprojekts vor und entscheidet dann über weitere Maßnahmen. Bei Gefallen könnten enorme Investitionen folgen und eine vollwertige Bitcoin-Farm im Besitz der Stadt entstehen.

In vielen weiteren US-Bundesstaaten schreitet die Krypto-Adoption ebenfalls voran. Staaten wie Washington oder Wyoming öffnen sich den digitalen Wertanlagen zunehmend. Schon Anfang März kam man durch eine repräsentative Umfrage zum Ergebnis: Die Mehrheit der US-Amerikaner glaubt an den Erfolg der Kryptowährungen.

Manche Länder wollen den USA nicht freiwillig das gesamte Feld überlassen. Russland will eine Transformation zum Mining-Zentrum vollziehen.

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