Das dezentrale Kreditvergabeprotokoll Aave plant mit „Aave Pro“ eine genehmigte Plattform für institutionelle Investoren schaffen. Das neue Projekt könnte schon bald für Institutionen als Möglichkeit dienen, um in die Welt der dezentralen Finanzen (DeFi) einzusteigen. 

Aave plant, die neue Plattform für institutionelle Investoren noch diesen Monat zu starten, nachdem das Team vermehrt „umfangreiche Nachfragen von verschiedenen Institutionen“ erreicht haben sollen. Unterstützung bekommt das Lending-Protokoll aus den Decentralized Finance (DeFi) durch eine Partnerschaft mit Fireblocks.

Ein Screenshot enthüllt die neuen Pläne bei Aave

Aave Pro wurde, Berichten zufolge, in einem Webinar angekündigt. Unter dem Titel „Next Steps in Institutional DeFi“ trafen sich die Stani Kulechov, Michael Shaulov und Mike Novogratz. Hierbei handelt es sich jeweils um die CEOs von Aave, Fireblocks, und Galaxy Digital.

Ein Screenshot einer E-Mail, den der Twitter-User „TraderNoah“ veröffentlichte, soll angeblich den Inhalt des Webinars rekapitulieren. Demnach soll „Aave Pro“ als Reaktion zahlreiche Nachfragen gestartet werden.

Wie wird sich Aave Pro von Aave unterscheiden?

Aave Pro wird anfangs nur vier Krypto-Assets unterstützen: BTC, ETH, AAVE und USDC. Darüber hinaus werden die Pools von der neuen Plattform von der Hauptplattform getrennt gehalten.

Darüber hinaus soll es eine Whitelisting-Schicht auf die V2-Smart Contracts geben, um sicherzustellen, dass nur „Institutionen, Unternehmen und Fintechs“ auf die Plattform zugreifen können. Interessierte müssen vorher die Fireblocks Know-Your-Customer-Verifizierung (KYC) bestanden haben. Fireblocks soll außerdem mit Anti-Geldwäsche- und Anti-Betrugskontrollen beauftragt werden.

Gemischte Gefühle auf Krypto-Twitter

Das DeFi-Lending-Protokoll kündigte seinen Einstieg in die institutionelle Welt erstmals im Mai 2021 an. Kulechov gab damals an, dass man einen „privaten Pool“ für Institutionen geschaffenen habe. Dieser sollte als „Übung“ dienen, um Interessenten so einen DeFi-Einstieg zu erleichtern. Bereits 2020 ging das Protokoll eine Partnerschaft mit Compound ein, um DeFi-Dienste für institutionelle Anleger zu starten.

Der Screenshot erntete auf Twitter gemischte Reaktionen. Einige User äußerten Bedenken bezüglich der Beteiligung von Fireblocks. Hier lag der Fokus vor allem auf einer laufenden Klage des Staking-Anbieters StakeHound gegen die Firma. Gegenstand der Klage ist die Löschung privater Keys zu einem Wallet, das ETH im Wert von 72 Mio. USD enthielt.

Viele Stimmen stehen dem Projekt allerdings auch positiv gegenüber. Schließlich bietet es Institutionen die Möglichkeit, ins DeFi-Game einzusteigen, aber gleichzeitig eine Garantie für die notwendige Sicherheit zu haben. Diese soll durch die verschiedenen neuen Verifizierungsprozesse gegeben sein.