Coinbase hat angekündigt, seinen Kunden in Zukunft verzinste Guthaben auf ihre Bestände in USD Coin (USDC) anzubieten. Dabei soll die jährliche Zinsrate bei bis zu 4 % liegen. Andere Anbieter bieten sogar noch höhere Raten, allerdings verspricht Coinbasebesondere Sicherheiten. Ebenfalls erlaubte die BaFin jüngst der Coinbase Germany GmbH, Geschäfte mit der Verwahrung von Kryptowährungen zu tätigen.

Die Einzelheiten: Coinbase, die größte US-amerikanische Kryptobörse, die am 14. April 2021 den Schritt aufs Börsenparkett gewagt hat, hat gleich mehrere gute News zu verkünden. Einerseits wird die Krypto Börse ihren Kunden eine jährliche Verzinsung der Guthaben in USDC von 4 % anbieten. Das heißt, dass User ihre Werte verleihen und die Kreditnehmer versuchen werden, mit dem geliehenen Werten mehr Geld zu erwirtschaften.

Für die Kreditgeber lohnt sich dieses Geschäft: In Zeiten sehr schwacher Zinsniveaus im traditionellen Banken- und Finanzsektor sind 4 % jährlich schon echt eine Hausnummer, obwohl bei anderen Anbietern weit mehr Erträge möglich sind. Die Verzinsung von Werten in Krypto wird im Englischen mit APY abgekürzt, was für „Annual Percentage Yield“ steht.

Coinbase mit höheren Zinsen als traditionelle Banken

Coinbase betont jedoch, dass die verzinsten Guthaben nicht durch die Federal Deposit Insurance Corporation oder die Securities Protection Corporation abgedeckt seien. „Normale“ Guthaben bei Banken haben diese zusätzliche Sicherheit, dafür jedoch auch nur jährliche Zinsen unter einem Prozent.

Coinbase gibt an, dass die Guthaben in USDC dafür durch das Unternehmen selbst „versichert“ seien.

Zurzeit steht der USD Coin (USDC) USDC auf Platz 8 der größten Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von etwa 25 Milliarden USD. Tether (USDT) bleibt damit mit großem Abstand der größte Stablecoin mit einer Marktkapitalisierung von etwa 63 Milliarden USD.

Handelsplattform mit Vorsprung im Markt

Eine weitere News, dich sich insbesondere für die deutschen Kunden von Coinbase auswirken wird, kam gestern durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, zustande. Diese genehmigte dem deutschen Ableger von Coinbase, der Coinbase Germany GmbH, die neu als Finanzdienstleistung eingeführte Tätigkeit des Kryptoverwahrgeschäfts. Was sich jetzt etwas kompliziert im Beamtendeutsch anhört, ist recht simpel erklärt.

Die Coinbase Germany GmbH darf Kryptowerte von Kunden in Deutschland aufbewahren und mit diesen Werten Handel betreiben. Sie ist damit die erste Firma, die eine solche Lizenz der BaFin erhalten hat. Dies unterstreicht die Vorreiterrolle von der Krypto Börse, auch auf dem deutschen und europäischen Markt.