Der Bitcoin Kurs und alle anderen Kryptowährungen haben eine Performance hingelegt, die wohl viele stark an 2017 erinnert. Nicht nur der Bitcoin ist innerhalb von 10 Tagen von seinem Allzeithoch von circa 65.000 USD auf unter 30.000 USD gefallen, sondern hat auch alle anderen Kryptowährungen zu Boden gerissen.

Dabei ist der knapp 50 % Einbruch beim Bitcoin Kurs noch verhältnismäßig milde ausgefallen, wenn man sich die Kursbewegungen der Altcoins anschaut. Dort waren am Wochenende Verluste zwischen 60 und 70 % vom Allzeithoch zu verzeichnen. Alleine am Sonntag sind viele Altcoins um mehr als 30 % eingebrochen.

War das nun die finale Korrektur, auf die so viele Investoren seit Wochen gewartet haben oder ist mit weiteren Einbrüchen beim Bitcoin Kurs zu rechnen? In der aktuellen Phase lässt sich das natürlich noch nicht final sagen, aber viele Kryptowährungen sind unverhältnismäßig stark gefallen, wodurch eine Korrektur nach oben immer wahrscheinlicher wird.

Bitcoin Kurs erlebt härteste Korrektur in der Geschichte

Nachdem der Bitcoin Kurs die magischen 60.000 USD durchbrochen hat, gab es kein Halten mehr. Zumindest, wenn man auf das Interesse von neuen Investoren schaut. Gefühlt jeder wollte plötzlich in Kryptowährungen investieren, natürlich ohne das nötige Research. Die Gier nach dem schnellen Geld hat viele Neulinge in den Markt gespült, die den Zug nicht wieder verpassen wollten.

Dabei sind viele Investoren aber nicht nur auf den Bitcoin Kurs angesprungen, so wie es aktuell Smart Money macht, sondern haben sich von vielen Altcoins verleiten lassen. Egal ob Dogecoin oder irgendwelche anderen Krypto-Projekte, der Retail-Investor war auf der Suche nach schnellem Geld, was man spätestens an Safemoon und Co. gesehen hat.

Doch die Altcoin Party wurde innerhalb von wenigen Tagen vom Bitcoin Kurs beendet. Nachdem Elon Musk verkündet hat, dass Tesla Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert, weil das Netzwerk zu viel „Kohle“-Strom verbraucht, nahm die Anti-Bitcoin Kampagne der großen Medien erst richtig Fahrt auf.

Dazu kamen erneut schlechte Nachrichten aus China, dass Bitcoin Mining und den Handel mit Kryptowährungen verboten hat. Ganz nach dem Motto keine negative Nachricht kommt alleine, wurden vor allem die frischen Investoren in Angst und Schrecken versetzt und haben teils mit enormen Verlusten verkauft. Die Panik im Markt erreichte am Wochenende des bisherigen Peak.

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Smart Money setzt weiterhin auf Bitcoin

Nachdem die Retail-Investoren in Panik ihre Bitcoins und andere Kryptowährungen abgeworfen haben, nutzten große Investoren ihre Chance, um einen günstigen Einstieg zu finden. Das belegen zumindest Daten von Glassnode, die alle Abgänge an BTC von großen Krypto-Börsen messen.

Quelle: Glassnode

Smart Money lässt sich nach wie vor nicht beirren und kauft gnadenlos alle Bitcoin Kurs-Einbrüche auf. Das ist nicht überraschend, wenn man die Fundamentals von Bitcoins hinzuzieht.

Noch nie war es so bullisch um Bitcoin. Nachdem sich die erste Kryptowährung jahrelang harter Kritik stellen musste, kamen letztes Jahr endlich die großen Player auf das Parkett. Nachdem MicroStrategy mehrere hundert Millionen US-Dollar in Bitcoin investiert und PayPal Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat, gab es kein Halten mehr.

Daraufhin sind auch weitere Unternehmen auf BTC aufmerksam geworden und haben entweder direkt investiert wie Tesla oder haben das Zahlungsnetzwerk in die eigene Dienstleistung integriert. Zudem haben sich Großinvestoren wie JPMorgan, Blackrock und Wells Fargo extrem bullisch zu Bitcoin und Kryptowährungen geäußert. Es ist also davon auszugehen, dass noch mehr Smart Money in Bitcoin fließen wird. Die einzige Frage ist nur wann.

Die aktuelle Korrektur versetzt auf der einen Seite viele Investoren in Panik und bietet auf der anderen Seite Einstiegsmöglichkeiten, die man sich noch vor einigen Wochen kaum vorstellen konnte.

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Bitcoin Kurs weiterhin bullisch aber mit Gefahren

Es ist aktuell nicht abzusehen, ob der Bitcoin Kurs bereits seinen Boden bei circa 30.000 USD gefunden hat. Doch es spricht einiges dafür, denn wir befinden uns offiziell immer noch in einem Bullenmarkt, auch wenn es anders wirkt. Eine Korrektur von über 50 % könnte somit ein mögliches Signal für ein Ende einer Korrektur sein.

Die schwachen Hände haben sozusagen das sinkende Schiff bereits verlassen und geben nun genug Raum und den Bitcoin Bullenmarkt fortzusetzen. Dennoch gibt es einige Gefahren für den Bitcoin Kurs, die den Preis noch weiter sinken lassen könnten.

Traditioneller Markt und weitere negative Nachrichten für BTC

Dazu gehören nicht nur negative Nachrichten aus bestimmten Ländern wie China oder Indien, sondern vor allem der traditionelle Finanzmarkt, der aktuell ebenfalls auf wackligen Beinen steht. Wenn die Kurse im Aktienmarkt fallen sollten, wird das auch unweigerlich Bitcoin und alle anderen Kryptowährungen treffen.

Dann ist auch ein Bitcoin Kurs von 25.000 USD und weniger realistisch. Doch an dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass sich beim Use Case von Bitcoin nichts verändert hat. Das sind kurz- bis mittelfristige Entwicklungen, die es bereits in der Vergangenheit oft genug gab.

Die inflationierten Fiat-Währungen treiben immer mehr Menschen in alternative Wertaufbewahrungsmittel. Hier findet auch Bitcoin langsam seinen Platz. Im Westen haben wir nämlich noch den Luxus Bitcoin als Spekulationsmittel zu nutzen. In Ländern wie Venezuela oder Indien geht es teilweise ums blanke Überleben.

Wer den Wert eines dezentralen und freien Zahlungsnetzwerks erkannt hat, wird sich über die aktuelle Korrektur freuen. Für Spekulanten bleibt es weiterhin ein Spiel mit dem Feuer.

Wie es bereits Warren Buffet gesagt hat, sollte man dann kaufen, wenn die Panik am größten ist. Wer seinen Emotionen außen vor lässt und einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt, wird sicherlich den ein oder anderen guten Einstieg beim Bitcoin Kurs für sich verzeichnen können.