Bitcoin und der Aktienmarkt – BTC Korrelation erreicht neues ATH

Bitcoin und der gesamte Krypto-Markt haben in den letzten Monaten eine enge Korrelation mit dem Aktienmarkt gezeigt wobei die Korrelation in den Wochen nach dem schwarzen Donnerstag stark zugenommen hat. In diesem Artikel wollen wir herausfinden, ob dieser Trend sich in der Zukunft weiter fortsetzt und ob die langersehnte Entkopplung vom Aktienmarkt überhaupt realistisch ist. Viel Spaß!

Korrelation steigt auf Höchstwert

Die Korrelation zwischen Bitcoin und den Aktienmärkten ist in den letzten Wochen unglaublich stark gewachsen. Dabei haben wir uns am größten amerikanischen Aktienindex S&P 500 orientiert und Daten von Skew ausgewertet. Bereits vor zwei Wochen berichteten wir über die starke Korrelation von Bitcoin und den traditionellen Märkten.

Bitcoin Korrelation mit S&P 500

Aus den Daten können wir ablesen, dass besonders Ende Mai ein starker Zuwachs an Korrelation stattgefunden hat. Aber auch im Juni hat sich der Trend fortgesetzt und die Korrelation ist mittlerweile auf einen neuen Jahreshöchstwert gestiegen.

Es scheint fast so, als ob sich viele Krypto-Investoren mittlerweile mehr an den traditionellen Märkten orientieren in der Annahme, dass Bitcoin die Bewegungen des Aktienmarktes nachahmen wird.

Während Wirtschaftswissenschaftler von einem aufgeblasenen Aktienmarkt sprechen, könnte auch Bitcoin unter diesem Szenario leiden. Denn wenn der Aktienmarkt durch billiges und frisches Geld künstlich aufgebauscht wird und kaum noch die Realität abbildet, kommt es früher oder später zur Korrektur. Dabei wird höchstwahrscheinlich auch Bitcoin unter die Räder kommen und einen Rückgang unter die 9.000 US-Dollar wird immer wahrscheinlicher.

Bitcoin Entkopplung lässt auf sich warten

Der Bitcoin Kurs verläuft seit Anfang Mai seitwärts und konnte sowohl die 10.000 als auch die 9.000 US-Dollar Grenze nicht durchbrechen. Für den einen oder anderen ist die sinkende Volatilität eine gute Nachricht, aber viele Investoren hatten sich wohl mehr vom Bitcoin Kurs erhofft. Die Handelsvolumina sinken weltweit und die Investoren halten sich zurück bis ein neuer Trend ersichtlich wird.

Auch am Aktienmarkt ist kein klarer Trend zu erkennen und die Anleger haben Angst vor einer zweiten Corona Infektionswelle. Außerdem gehen die Meinungen sehr stark auseinander, wie lange es dauern könnte und sollte, bis sich die Wirtschaft auf einen Zustand wie vor der Pandemie erholt hat. Der langfristige wirtschaftliche Schaden, der hohe Arbeitslosigkeit und Masseninsolvenzen mit sich bringt, scheint im Aktienmarkt keine große Rolle zu spielen.

Es könnte also noch etwas dauern bis Bitcoin sich wieder vom Aktienmarkt entkoppelt, wobei vor Allem der weitere Verlauf der globalen Corona Pandemie eine entscheidende Rolle einnimmt.

Dennoch sei an dieser Stelle gesagt, dass Bitcoin in der Vergangenheit zu den traditionellen Märkten unkorreliert war. Erst mit der Coronakrise hat die Korrelation stark zugenommen. Daher könnte es sich aktuell um einen Ausreißer handeln. Um dir ein besseres Bild über ein ausgewogenes Portfolio mit Bitcoin zu machen und wie sich die größten ETFs, Gold und BTC in den letzten Jahren im Vergleich verhalten haben, empfehlen wir dir unsere ausführliche Portfolio-Analyse.

Steht der nächste Bitcoin Absturz bevor?

Auch Alex Krüger, ein angesehener Krypto-Ökonom erklärte kürzlich auf Twitter, dass die Korrelation zwischen dem Krypto- und Aktienmarkt Bitcoin kurzfristig auf Talfahrt schicken könnte.

Er behauptet, dass die starke Korrelation es immer wahrscheinlicher macht, dass die nächste Bewegung von Bitcoin um 1.000 US-Dollar nach unten gerichtet sein wird, weil ähnliches auch dem Aktienmarkt bevor stehen könnte.

Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass durch neue Rettungspakete oder Finanzspritzen der Regierungen dieses Szenario verzögert, abgeschwächt oder sogar ganz verhindert wird. Wenn sich der Trend am Aktienmarkt umkehrt oder die Angst vor der zweiten Welle sich als überflüssig herausstellt, könnte sich der Effekt aber auch drehen. Dann könnte Bitcoin von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren und wieder Fahrt aufnehmen.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Erwartung auf große positive Preissprünge gedämpft wird und die beste und entspannteste Strategie immer noch „Keep calm and HODL“ bleibt. Wir empfehlen außerdem die Cost-Average-Strategie, um sich so wenig wie möglich von FUD und FOMO beeinflussen zu lassen.

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[Bildquelle: Twitter, Shutterstock]

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