Uniswap V3 kam – wie alles im Leben – mit Vor- und Nachteilen am 05. Mai 2021. Einerseits gab es viele Neuerungen, andererseits lagen die Transaktionskosten höher als zuvor. Während sich die Community beschwerte, erzeugten die Nutzer von Uniswap V3 am ersten Tag mehr Handelsvolumen, als im gesamten ersten Monat der Vorgängerversion V2.

Uniswap V3 kam ohne den vielerorts erwarteten DeFi-Preisboom und wurde mit gemischten Meinungen empfangen. Einerseits gab es viele Neuerungen, andererseits aber auch höhere Transaktionskosten. Für den Gründer Hayden Adams stand allerdings nach den ersten 24 Stunden schon fest: Uniswap v3 ist erfolgreicher als seine Vorgängerversion V2 – zumindest in Sachen Handelsvolumen.

Alleine in den ersten 24 Stunden kam es zu mehr Handelsvolumen bei V3, als im gesamten ersten Monat von V2. Das Volumen läge sogar um das Zweifache höher. Gleichzeitig, so Hayden Adams, arbeite V3 mit einer weitaus größeren Effizienz. Das Verhältnis von Tradingvolumen zu Gesamtmenge in USD (Total Value Locked, kurz: TVL) lag bei 50 %. V2 brachte es am ersten Handelstag lediglich auf 13 %.

Uniswap V3 ließ den Markt kalt

Uniswap V3 war eines der am meisten erwarteten Upgrades im Bereich der dezentralen Krypto Börsen (DEXes). Und enttäuscht hat es nicht – je nachdem, wer gefragt wird. Der Markt selbst schien jedenfalls nicht überzeugt, wobei die Einpreisung des Upgrades höchstwahrscheinlich – zumindest zum Teil – schon vorab stattgefunden hatte. Der vielerorts erwartete DeFi-Preisboom blieb jedenfalls aus.

Quelle: Tradingview

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Anstelle der totalen Eskalation des Preises von UNI kam es zu einem sog. Pullback nach Erreichen eines neuen Allzeithochs bei 45 USDT. Zum Zeitpunkt dieses Artikels verlief der Marktpreis des Governance Tokens trotz Uniswap V3 fast 15 % unterhalb dieser Bestmarke. Der Markt scheint den Preis für „fair“ zu befinden, zumindest vorzeitig.

Voller Erfolg am ersten Tag für Uniswap V3, laut Gründer Hayden Adams

Doch der Erfolg von Uniswap V3 steht für Gründer Hayden Adams jetzt schon fest. Dies geht jedenfalls aus einem Tweet hervor, den Adams am 06. Mai 2021 veröffentlichte. Darin gibt er an, dass V2 im Mai 2020 nach den ersten 24 Stunden 1,1 Mrd. USD an Tradingvolumen verzeichnete, bei 8,1 Mrd. USD TVL. Uniswap V3 hingegen kam auf 150 Mio. USD Tradingvolumen in den ersten 24 Stunden, bei 300 Mio. TVL.

Am ersten Tag von V3 kamen bereits mehr als das doppelte an Tradingvolumen zustande, als im gesamten ersten Monat von V2.

Das Verhältnis von Tradingvolumen zu TVL zeige auch eine deutlich größere Effizienz von Uniswap V3, verglichen mit der Vorgängerversion. Unter anderem war dieser Aspekt eines der Ziele bei der Entwicklung des Upgrades. Dieses Ziel scheint erreicht worden zu sein, zumindest innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne. Währenddessen scheinen die Nutzer wenig glücklich mit den nun höheren Transaktionskosten.

Nutzer müssen unter dem Strich nun mehr bezahlen auf Uniswap

Nicht alle Nutzer der größten DEX konnten Hayden Adams Freude teilen. Denn die Kosten zur Nutzung von Uniswap V3 sind höher, als bei der Vorgängerversion. Ein Nutzer kommentierte auf Twitter beispielsweise unter den erwähnten Tweet von Adams:

Es ist noch teurer geworden Fehler zu begehen. Ich habe versucht meine Liquidität in UNI/ETH zu V3 zu migrieren. Es schlug Fehl und kostete mich dennoch 108,09 USD in Transaktionskosten.

Einer der Managing Partner von Dragonfly Capital, Haseeb Qureshi, kam ebenfalls zu der Schlussfolgerung, dass Uniswap V3 unter dem Strich teurer ist, als V2. Und hier ging es nicht um die Verlagerung von Liquidität, sondern um einen einfachen Swap von 3 ETH zu DAI.

Sieht so aus, als wäre Uniswap V3 teurer als V2, was zu erwarten war. Für einfache Transaktionen sind es rund 28 %, für komplexere Transaktionen dann wohl noch mehr, verglichen zur Vorgängerversion.

Schlusswort:

Transaktionskosten sind also immer noch einer der eigentlichen Schmerzpunkte der Nutzer von Uniswap. Wobei dasselbe natürlich für nahezu alle anderen DeFi-Plattformen auf dem Ethereum Netzwerk gilt. Eine Besserung ist wohl erst mit dem Start der 2nd Layer Solution „Optimism“ zu erwarten, welche eine bessere Skalierbarkeit verspricht und diesen Sommer starten soll.

Bis dahin erzeugen meckernde Nutzer aber wohl auch weiterhin massive Transaktionsvolumen.