Die größte Entertainment-Firma von Paraguay hat bekannt gegeben, ab Juli für ihre Produkte und Dienstleistungen Bitcoin, Ether, Shiba Inu und Chiliz zu akzeptieren. Grupo Cinco besitzt Restaurants, Kneipen und Nachtklubs an 24 Standorten in dem südamerikanischen Land. Kunden können in Zukunft dann in den Lokalitäten mit Kryptowährungen bezahlen.

Der Schritt ist eine Art Bestätigung für die Aussagen eines Abgeordneten des paraguayischen Parlaments. Carlos Rejala hatte sich schon Anfang Juni für die Adoption von Bitcoin in dem Land ausgesprochen. Nach seiner Meinung soll Paraguay dem Beispiel von El Salvador folgen.

Folgt Paraguay nun wirklich El Salvador

El Salvador ist schon einen Schritt weiter: Ein Gesetz zur Adoption und damit die Aufwertung von Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel ist bereits durch das Parlament bestätigt.

Carlos Rejala, der progressive Abgeordnete aus Paraguay, hat nun einen Gesetzesantrag angekündigt, mit dem er ausländische Kryptofirmen und Miningunternehmen ins Land locken will. Durch die Ankündigung von Grupo Cinco erhält dieser Plan zusätzlichen Schub. Dies erhöht auch die Chancen des Antrags, im Parlament bestätigt zu werden.

Wörtlich sagte Rejala zu seinen Plänen:

Wir reden darüber, führende Unternehmer aus Paraguay zu engagieren, die Einfluss auf die Jugend haben. Das ist extrem wichtig, weil es für mich und meine Mitstreiter viel einfacher sein wird, so Unterstützung für unser Vorhaben zu erhalten, gerade wenn es schon Zustimmung auf lokaler Ebene gibt.

Grupo Cinco will bei der Benutzung von Kryptowährungen ihren Kunden ganz traditionelle Rechnungen und Quittungen anbieten. Die Firma hat etwa 50.000 Kunden im Monat. Zu der Firma gehört auch der Tochterkonzern G5Pro, ein Konzert- und Unterhaltungskonzern, der in 2019 450.000 Tickets verkauft hatte. Diese Tochterfirma soll auch in Zukunft Zahlungen in BTC und Co. akzeptieren.

Südamerika als Treiber der Krypto-Adoption

Um die Bezahlung in Kryptowährungen zu implementieren, hatte sich Grupo Cinco mit dem Unternehmer Juanjo Benitez Rickmann zusammengetan, der CEO von Bitcoin.com.py ist, einer lokalen Miningfirma. Die Zahlung sollen dabei über das Lightning Netzwerk abgewickelt werden, was eine Second Layer Solution des originären Bitcoin-Netzwerks ist.

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Durch die Adoption, die durch Grupo Cinco vorangetrieben wird, könnten vor allem junge Menschen in Kontakt mit Bitcoin und Co. kommen, da über 80 % der Kunden der Firma zwischen 18 und 25 Jahren alt sind.

Staatliche Adoption noch weit, aber die Aussichten wirken sehr positiv

Südamerika erweist sich in den letzten Wochen immer mehr als neues Zentrum der Kryptoentwicklung. Traditionell liegt zwar die Mining Power und die Hash Rate des Bitcoin-Netzwerkes immer noch stark in chinesischer Hand, jedoch haben auch Politiker in Brasilien und Argentinien schon die roten Laseraugen auf Twitter gezeigt. Bis zu einer weiteren offiziellen staatlichen Adoption ist in diesen Ländern zwar auch noch weit, aber die Zukunftsaussichten erscheinen positiv.