Strike, die Zahlungsplattform von CEO Jack Mallers, lässt seine US-Kunden nun Bitcoin (BTC) nahezu zum Nulltarif über die eigenen Services handeln. Lediglich 0,3 % Gebühren für die Abwicklung von Transaktionen könnten dabei große Krypto Börsen wie Coinbase, aber auch Wettbewerber wie PayPal oder Square ins Schwitzen bringen.

Das US-amerikanische Startup unter der Führung von CEO Jack Mallers, bestens bekannt für die Hilfe bei der technischen Implementierung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador, will seine Dienste zunächst in 48 US-Bundesstaaten anbieten. Die erhobenen Gebühren für Zahlungsabwicklungen sollen dabei lediglich die entstehenden Kosten decken. Jack Mallers zielt damit – laut eigenen Aussagen – nicht auf Umsatz ab.

Diese Niedriggebührenlage bei Strike, im Wettbewerb mit u.a. PayPal und Jack Dorseys Square, könnte für einige Kopfschmerzen bei der Konkurrenz sorgen. Denn hier werden nicht selten Gebühren jenseits der 3 % verlangt, je nach Transaktions- und Zahlungsart sogar mehr.

Strike bringt fast gebührenfreien Handel mit Bitcoin

Jack Mallers ist der Gründer und CEO von Strike und der Muttergesellschaft Zap Technologies. Er ist aber auch bekannt für sein Engagement in der Unterstützung der Regierung von El Salvador auf dem Weg der Umsetzung eines Gesetzes, welches Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel neben dem US-Dollar erklärte.

Das Angebot von Strike selbst vergleich Mallers mit einer „Granate, die in den Coinbase-Hauptsitz geworfen“ würde. Die Gebühren der größten US-amerikanischen Krypto Börse nannte er dabei „idiotisch“. Coinbase verlangt für Bitcoin Kauf bzw. Verkauf – je nach Zahlungsart – rund 3,99 % Gebühren. Strike wirbt mit lediglich 0,3 % Gebühren.

Sollte der Service breite Adoption finden, so könnte Strike die Kosten der Adoption von BTC für Privatanleger grundlegend verändern. Dies entspricht auch der Annahme vieler Experten, die ein Rennen zu Gebühren „gegen Null“ erwarten. Selbiges passierte auch im traditionellen Handel über Brokerservices, wieso also nicht auch in Krypto?

Wie viel Gebühren verlangt die Konkurrenz von Strike?

0,3 % klingt immer noch viel? Dann sehen wir uns doch mal die Wettbewerber von Strike näher an. Twitter CEO Jack Dorseys Square verlangt rund 2,2 % an Gebühren. Swan Bitcoin liegt bei 0,99 bis 2,29 %. Und der Gigant unter den Zahlungsdienstleistern, PayPal, schlägt mit einer Gebühr von 3,49 % + 0,49 USD zu. Selbiges gilt für Venmo.

Das Angebot von Jack Mallers Strike erscheint in diesem Licht also durchaus als kein Umsatztreiber, sondern viel mehr ein Service für mehr Adoption von Bitcoin in den USA. Und das kann nur gutgeheißen werden, sofern die Gebührenlage langfristig so aufrechterhalten werden kann.

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Bitcoin wirkt am Markt unentschlossen – Preis hemmt Adoption

Wenngleich das Interesse von Privatanlegern (Retail) durch die Bank nachlässt in Sachen Bitcoin kaufen, tun solche Meldungen gut. Denn Jack Mallers zeigt uns mit dem Angebot von Strike, dass die Langzeitaussichten auch weiterhin bullisch sind und die aktuelle Marktphase womöglich zur Akkumulation einlädt. Die niedrigen Gebühren kommen Interessierten in den USA hier natürlich entgegen.

Zeitgleich sollten wir aber auch sehen, dass die Kryptomärkte angeführt durch Bitcoin (BTC) aktuell immer noch unentschlossen wirken und etwaige Investitionsvorhaben dementsprechend mit striktem Risikomanagement getätigt werden sollten. Der Handel an Finanzmärkten – und Bitcoin und Co. sind hierbei keine Ausnahme – unterliegt nämlich stets einem erheblichen Verlustrisiko.