Die amerikanische Großbank JPMorgan Chase hat mehrere Jobangebote veröffentlicht, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen sollen. Die neuen Mitarbeiter sollten über Erfahrung besonders mit Bitcoin und Ethereum verfügen. Laut der eigenen Homepage sucht die Investmentbank insgesamt 34 neue Mitarbeiter in diesem Sektor. Das kann nur als ein Zeichen für Adoption gesehen werden!

Auf der Homepage der Bank werden Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen gesucht, alle jedoch mit Krypto-Erfahrung. Neben Produktmanagern werden auch technische Jobs wie Blockchain-Entwickler gesucht. Damit verfolgt die Bank weiter ihren Kurs, Bitcoin noch massentauglicher zu machen. Als Wertspeicher könnte Bitcoin nach Meinung von Analysten Gold langfristig den Rang ablaufen.

Im Januar hatten Analysten von JP Morgan Chase eine Prognose veröffentlicht, die den Bitcoin-Kurs langfristig bei 146.000 USD sieht. Die amerikanische Großbank hat eine starke Sogwirkung auf den gesamten Finanzsektor, ist sie doch eine der größten Banken der Welt. So wird deutlich, dass immer mehr große traditionsreiche Player aus dem Banken- und Finanzsektor für eine breit aufgestellte Adoption von BTC verantwortlich sind.

Löst Bitcoin langfristig Gold ab?

Die neuen Jobangebote bei JP Morgan Chase sind in verschiedenen Ländern der international tätigen Bank beheimatet: In den USA, Singapur, Griechenland und Mexico wirbt die Bank um Personal mit Krypto-Erfahrungen. Diese Entwicklung zeigt, wie ernst das Thema Blockchain und Kryptowährungen mittlerweile von traditionsreichen Häusern wie JP Morgan genommen wird.

Nicht ganz im Einklang mit der Job-Offensive der Bank ist dazu die Einstellung des CEOs der JP Morgan Chase: Jamie Dimon ist nicht gerade als Fan von Bitcoin bekannt, eher genau das Gegenteil. Noch vor wenigen Jahren äußerte er sich immer wieder höchst kritisch und nannte Bitcoin unter anderem einen „schrecklichen Wertspeicher“ (2014) oder einen „Betrug“ (2017).

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CEO Jamie Dimon kein Fan von BTC – JP Morgan aber doch

Doch wie die Gegenwart und die Entwicklung der ältesten Kryptowährung BTC allein im letzten Jahr gezeigt hat, hat CEO Jamie Dimon in diesem Punkt nicht Recht behalten. Mittlerweile hat er Anfang Mai zugestanden, dass viele seiner Bankkunden Bitcoin als wichtiges Asset in ihrem Portfolio nachfragen. Somit ist die nun erfolgte Offensive in den Kryptomarkt auch zu erklären.

In den letzten Monaten hat die Bank einiges getan, um im Sektor von Blockchain und Krypto eigene Ressourcen aufzubauen: Neben einer neuen Abteilung, die sich ausschließlich mit digitalen Währungen beschäftigen soll, hat die Bank auch den JPMCoin gestartet. Dieser Token soll interne Abrechnungsvorgänge der Bank erleichtern.

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Bitcoin Massenadoption geht weiter

JP Morgans‘ Schritt in Richtung mehr Massentauglichkeit und breiter Adoption des gesamten Marktes kommt in einer Phase, in der auch viele andere große Player diese Schritte gehen. Neben PayPal bietet auch Visa seinen Kunden das Senden, Halten und Empfangen von Kryptowährungen an. Das zeigt, dass diese die Möglichkeiten von Krypto für ihre Geschäftsfelder nicht verpassen wollen.

Wenn immer mehr große Unternehmen mit solch Rang und Namen mehr und mehr in den Kryptomarkt einsteigen, erhöht dies die Adoption und die Legitimierung des gesamten Marktes schreitet voran. Wir sind gespannt wie sich die Adoption in den nächsten Monaten weiterentwickelt!