Am vergangenen Mittwoch setzte sich die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, für eine globale Regulation von Bitcoin (BTC) ein. Denn die Kryptowährung soll für Geldwäsche verwendet worden sein. Bei einer Regulation handelt es sich aber nicht um ein Verbot!

Na das sorgte wieder für Aufruhr in der Krypto-Szene. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sprach am vergangenen Mittwoch unter anderem auch über Bitcoin (BTC).

Es sei an der Zeit, dass das „hochspekulative Asset“ global reguliert würde, insbesondere in Hinblick auf etwaige Schlupflöcher und Gesetze gegen Geldwäsche. Grund zur Panik? Keinesfalls. Denn eine Regulation ist kein Verbot.

Bitcoin und Co. ermöglichen Geldwäsche und Schlupflöcher

Der Aufstieg von Bitcoin (BTC) und anderer Kryptowährungen beschäftigt zunehmend Politiker und Zentralbanken weltweit. Umfassende Regulationen sind dabei bisweilen nicht wirklich umgesetzt worden. Im September 2020 veröffentlichte die Europäische Union eine historische „Verordnung über Märkte in Krypto-Assets“. Deswegen setzte sich die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erneut für eine globale Regulation ein:

[Bitcoin] ist ein hochspekulatives Asset, welches in der Vergangenheit für fragwürdige Geschäfte genutzt wurde und zu Geldwäsche führte.

Der EZB scheint es bei Bitcoin hauptsächlich um den Missbrauch der Pseudonymität der digitalen Währung zu gehen. Wenngleich Geldwäsche seit je her mit Fiatwährungen durchgeführt wurde, müssen Regierungen und Zentralbanken dennoch zusehen, wie Kryptowährungen mit Anti-Geldwäsche-Gesetzen unter einen Hut zu bringen sind.

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Globale Regulation von Bitcoin, anstatt Verbot

Anders als vielerorts übertrieben dargestellt, sprach Christine Lagarde aber nicht von einem Bitcoin Verbot oder dergleichen. Stattdessen forderte die EZB-Präsidentin einen globalen Einsatz für Regulationen bezüglich Bitcoin und damit wohl auch anderen Kryptowährungen.

Es muss Regulationen geben. Und diese Regulationen müssen auf globaler Ebene erfolgen. Denn wann immer es Schlupflöcher gibt, werden Schlupflöcher genutzt werden.

Und dass es zu Regulationen innerhalb der Europäischen Union (EU) und auch anderswo auf der Welt kommen wird, das sollte jedem von uns klar sein. Regulationen können dabei sogar fördernd für die Adoption von Bitcoin und Co. wirken! Denn eine rechtliche Klarheit würde es traditionellen Finanzinstituten erleichtern, mit Kryptowährungen zu arbeiten.

Schlusswort: Keine Panik!

Die EU legte zum Thema der Regulation von Kryptowährungen bereits im vergangenen Jahr einen Vorschlag vor. Bisweilen scheint es aber zu keiner Einigung gekommen zu sein. Gemäß dem Gesetzesentwurf sollen Kryptowährungen mit traditionellen Finanzinstrumenten gleichgestellt werden. Dies widerspricht einem Verbot ganz entschieden!

Demnach sollten Investoren und Trader entspannt bleiben. Bitcoin und Co. sind längst zu einer Größe herangewachsen, die sich mit Verboten nicht managen lässt. Sinnvolle Regulationen im Einklang mit bestehenden Gesetzen wären daher der richtige Weg. Und Christine Lagarde hat mit ihren Aussagen einen solchen Weg nicht abgelehnt.