Die Ambitionen bezüglich Bitcoin und Co. scheinen sich bei PayPal zu verstärken. Denn während der Zahlungsdienstleister zunächst nur den Kauf, das Halten und den Verkauf von BTC und anderen Kryptowährungen über die eigene Plattform integrierte, folgt nun ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Dezentralität: die Wahl der Nutzer ihre digitalen Währungen zu PayPal zu senden und von PayPal abzuheben.

Millionen an Nutzern können Bitcoin und andere ausgewählte Kryptowährungen via PayPal kaufen, halten und verkaufen. Diese Meldung sorgte letztes Jahr für großes Aufsehen und wurde als Meilenstein für die Massenadoption gefeiert. Die Meldung, dass der Zahlungsdienstleister sein Netzwerk mit Millionen an Händlern für die digitalen Währungen öffnet, war ein weiterer Meilenstein.

Doch PayPal zog auch eine Menge Kritik auf sich. Denn während Bitcoin und Co. auf PayPal und Venmo handelbar und als Zahlungsmittel einsetzbar wurden, konnten die erworbenen Kryptowährungen nicht bewegt werden. Weder zu PayPal hin, noch von PayPal weg. Und genau das soll sich jetzt ändern, wie Head of Blockchain und Krypto Jose Fernandez da Ponte auf der Krypto-Konferenz Consensus verkündete.

Bitcoin und Co. auf PayPal und Venmo werden von der Leine gelassen

Veranstaltungen rundum Blockchain, Kryptowährungen und Web3 sind immer wieder eine feine Sache. Denn meistens erfolgen dort großartige Ankündigungen. Die Krypto-Konferenz „Consensus“ ist dabei keine Ausnahme. Denn hier teilte der Head of Blockchain und Krypto bei PayPal, Jose Fernandez da Ponte, mit, dass Bitcoin und Co. bald von PayPal wegbewegt oder auch zu PayPal hinbewegt werden können.

Wir wollen es so offen wie möglich gestalten und unseren Kunden eine Wahl geben. Die Wahl, ob sie ihre Kryptowährungen zu uns bringen wollen, um damit einzukaufen oder ob sie die [Coins und Tokens] zu einem Ziel ihrer Wahl transferieren wollen. […] Wir erkunden definitiv, wie wir diese Transfers von Kryptowährungen […] bewerkstelligen können.

Mit der Option Bitcoin und andere unterstützte Kryptowährungen auf PayPal zu transferieren bzw. von der Plattform abzuheben, adressiert der Zahlungsdienstleister also in Zukunft eine der größten Kritiken. Und unterstützt ganz nebenbei die Dezentralität.

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Genaue Termine und detaillierte Pläne unbekannt

Wann die Transfers von und zu PayPal und Venmo, als auch interne Transfers, kommen sollen, bleibt allerdings offen. PayPal arbeitet weiterhin mit seinem Partner Paxos zusammen, der alle Transaktionen mit Kryptowährungen abwickelt. Der Zahlungsdienstleister stützt sich seit je her und in vielerlei Hinsicht auf Partnerschaften, was nahegelegt, dass auch die neue Option über Drittanbieter laufen könnte.

Gleichzeitig gibt es auch Gerüchte, dass PayPal einen eigenen Stablecoin plane. Fernandez da Ponte wollte hierzu keinen Kommentar abgeben, verneinte die Gerüchte allerdings auch nicht.