Bitcoin für Deutschland: Bundesregierung ermöglicht institutionelle Investments in Kryptowährungen

Ein neues Gesetz der Bundesregierung wird es aller Wahrscheinlichkeit nach ab dem 01. Juli 2021 ermöglichen, dass Spezialfonds in Deutschland bis zu 20 % ihres Kapitals in Bitcoin & Co. zu investieren. Spezialfonds werden dabei hauptsächlich durch institutionelle Investoren genutzt. Das Interesse in diese Fonds steigt laut Analysten.

Deutschland hinkt in Sachen Digitalisierung und Blockchain/Web3 im internationalen Vergleich hinterher. Wenngleich dieser Umstand nicht an den Haaren herbeigezogen ist, Stillstand herrscht auch nicht. Das zeigt u.a. die neuste Gesetzgebung zur Möglichkeit von Spezialfonds künftig bis zu 20 % ihres Kapitals in Bitcoin & Co. zu investieren.

Ab dem 01. Juli 2021 sollen sich diese unter institutionellen Investoren äußerst beliebten und nachgefragten Spezialfonds also digitalen Assets öffnen dürfen. Damit ebnet die Bundesregierung den Weg für institutionelles Geld in Kryptowährungen und geht einen wichtigen Schritt in Sachen Anerkennung von digitalen Assets als Anlageklassen.

Bundestag beschließt Öffnung von Spezialfonds für Bitcoin und Co.

Der Bundestag beschloss bereits in der vergangenen Woche, dass Spezialfonds in Deutschland ab dem 01. Juli 2021 bis zu 20 % ihres Kapitals in Bitcoin und Co. investieren dürfen. Dieser Schritt wird bejubelt von Krypto-Befürwortern, wenngleich es der Politik eher um den Investmentstandort Deutschland gehen dürfte, als um Kryptowährungen.

Die Möglichkeit Investitionen in Kryptowährungen via Spezialfonds zu tätigen ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Akzeptanz [gegenüber Kryptowährungen]. Das Gesetz geht in die richtige Richtung und wir heißen dies willkommen.

Frank Schäffler von der FDP ist überzeugt, dass das Gesetz zu mehr Akzeptanz für Bitcoin und Co. in Deutschland und Europa führen wird. Und den Investmentstandort Deutschland sollte diese Maßnahme ebenfalls stärken. Denn Spezialfonds sind unter institutionellen Investoren beliebt und gefragt. Ebenso, wie Kryptowährungen.

Bis zu 350 Mrd. Euro an institutionellem Geld könnten in Kryptowährungen fließen

Spezialfonds sind der Definition nach Investmentfonds, die nicht für die breite Öffentlichkeit konzipiert wurden. Stattdessen werden diese Fonds speziell für einzelne oder mehrere institutionelle Investoren konzipiert. Spezialfonds haben daher nicht selten ein Volumen von 10 Mio. Euro oder mehr und eher häufiger als nicht nur einen einzigen Investor.

Das ist richtig großartig! Rund 1,2 Billionen Euro sind gegenwärtig in Spezialfonds angelegt. Diese Fonds haben feste Investitionskonditionen und kein einziger dieser Fonds hält aktuell Kryptowährungen, weil dazu die Erlaubnis bislang fehlte.

Der CEO der Distributed Ledger Consulting GmbH, Sven Hildebrandt, ist überzeugt von der Wirksamkeit des Gesetzes und der Nachfrage nach Spezialfonds. Rund 4.000 dieser Fonds gibt es zurzeit und jeder einzelne wird bis zu 20 % seines Kapitals in Bitcoin, Ethereum und/oder andere Kryptowährungen investieren dürfen.

[…] Wir sprechen hier über das größte Investmentprodukt, das wir in Deutschland haben. Praktisch das ganze Geld sitzt in diesen Fonds. Theoretisch könnten sich bis zu 350 Mrd. Euro ihren Weg in die Kryptomärkte via Spezialfonds bahnen.

Der Einfluss auf die Kryptomärkte wäre riesig! Und ein Abwandern weiterer institutioneller Investoren in die USA wird zeitgleich verhindert. Denn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bietet scheinbar nur begrenzte Investmentoptionen. Spezialfonds gehören jedenfalls nicht zu diesem Angebot.

Schlusswort: Bitcoin Gesetz kaum noch aufzuhalten

Das Gesetz hat bisweilen den Bundestag passiert, muss nun aber noch vom Bundesrat bestätigt werden. Es gilt als unwahrscheinlich, dass es hier zu Problemen kommen könnte. Denn der Bundesrat äußerte sich bereits im März 2021 positiv zum damaligen Gesetzesentwurf.

Spezialfonds in Deutschland werden also aller Wahrscheinlichkeit nach in Bitcoin und Co. investieren können. Und selbst wenn dann nur 1 % des Kapitals aller Spezialfonds in Kryptowährungen fließen würde, die schiere Menge an Liquidität wäre deutlich spürbar an den Preisen der digitalen Assets.

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