Seit über einem Jahr zeigen Unternehmen, Hedge-Fonds und Finanzdienstleister erhöhtes Interesse in Bitcoin. So auch Mexikos drittreichster Mann, Ricardo Salinas Pliego, der Bitcoin bei seiner Bank integrieren möchte. In einem Interview mit Jose Rodriguez vom Bitcoin-ATM-Anbieter Chainbytes äußerte er sich nicht nur zu Bitcoin und Fiat-Währungen, sondern auch zu Ethereum. 

In den letzten Monaten häuften sich die positiven Meinungen zu Bitcoin von milliardenschweren Investoren. Immer mehr einflussreiche Menschen erkennen den enormen Vorteil von Bitcoin als dezentrales Zahlungsnetzwerk, Investment und mögliches Zahlungsmittel der Zukunft.

Auch Ricardo Salinas Pliego gehört schon länger zu den Verfechtern der ersten dezentralen Kryptowährung und hat bereits letztes Jahr 10% seines liquiden Portfolios in Bitcoin investiert. Salinas gehört laut Forbes mit einem Vermögen von 13,2 Milliarden US-Dollar zu den 200 reichsten Menschen weltweit.

Bitcoin bei der ersten Bank in Mexiko

Die Grupo Salinas, die vom Milliardär geleitet wird, ist ein ein Konglomerat aus verschiedenen Unternehmen, das die Bank Banco Azteca kontrolliert. Salinas hat die Bank vor 19 Jahren gegründet und deckt nicht nur Mexiko, sondern auch Panama, Guatemala, Honduras und Peru mit verschiedenen Finanzdienstleistungen ab.

Nun möchte Salinas die Banco Azteca zu der ersten Bank in Mexiko machen, die Bitcoin akzeptiert. Denn für den Milliardär haben Fiat-Währungen keine Zukunft. Er bezeichnet Fiat-Währungen als Betrug. Dazu beschreibt er in dem Interview, wie sich der Wechselkurs des mexikanischen Pesos in den letzten 40 Jahren verändert hat.

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In 1981, als Salinas seine Karriere begann, lag der Wechselkurs bei 20 Pesos zu 1 US-Dollar. Mittlerweile liegt der Wechselkurs bei 20.000 Pesos zu 1 US-Dollar. Wer jetzt im Internet nach dem Wechselverhältnis sucht, wird immer noch 20 Pesos für 1 US-Dollar finden. Die mexikanische Zentralbank hat in den 90ern drei Nullen eliminiert, damit die eigene Fiat-Währung wertvoller wirkt.

Dieses fallende Wechselverhältnis zum US-Dollar ist laut Salinas nicht nur in Mexiko zu sehen, sondern auch in Venezuela, Argentinien und Zimbabwe. Zudem sagte Salinas:

Der Betrug „Fiat“ ist dem Fiat-System inhärent und wir können es heute in den USA sehen. die Geldemission ging zum Mond, verstehen Sie, der US-Dollar als hartes Geld ist ein Witz.

BTC ohne Konkurrenz

Für Salinas ist Bitcoin vor allem als Investment interessant, weil die maximale Menge von 21 Millionen BTC niemals überschritten werden kann. Die Knappheit ist fest definiert und garantiert zumindest in der Theorie langfristig einen besseren Werterhalt als inflationäre Assets.

Genau das ist einer der Gründe, warum der Milliardär Ethereum als kein Investment sieht. Die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung hat eine unendliche Maximalmenge. Ähnlich sieht der Investor es mit anderen Altcoins und hat sie in der Vergangenheit oft als Shitcoins bezeichnet.

Auf die Frage in welches Asset Salinas aktuell investieren würde, um es 30 Jahre lang zu halten, fand der Unternehmer eine eindeutige Antwort: Bitcoin!