Square, das Zahlungsunternehmen unter der Leitung von Twitter-CEO Jack Dorsey, hat bestätigt, dass es ein Bitcoin-Hardware-Wallet bauen wird. Die Bekanntgabe folgt einen Monat nachdem Dorsey mehrfach verlauten gelassen hatte, über die Entwicklung nachzudenken.

Square-CEO Jack Dorsey hat am Freitag bekannt gegeben, dass sein Unternehmen den Bau eines Bitcoin-Hardware-Wallet prüfe, die den Verbrauchern eine größere Kontrolle über die Kryptowährung geben würde. Dorsey „Liebe“ zu Bitcoin ist kein Geheimnis und er hat bereits öfter geäußert, dass er gerne mit Bitcoin arbeiten würde.

Nutzer behalten die Kontrolle

Ein persönliches Hardware-Wallet ist non-custodial. Das heißt, dass die Krypto-Besitzer die volle Kontrolle über ihre Private Keys behalten, anstatt sie von Dritten, wie zum Beispiel Krypto-Börsen, verwalten zu lassen.

Das Wallet wird Multi-Sig oder Multi-Signatur-Transaktionen anbieten. Diese benötigen zwei oder mehr Private Keys, um eine Transaktion digital zu signieren und zu senden. Squares Hardware-Leiter Jesse Dorogusker gab an, dass speziell Multi-Sig-Optionen verwendet werden sollen, um „assisted-self-custody“ zu ermöglichen. Es könnte also gut möglich sein, dass Square selbst im Schlüsselprozess eine gewisse Rolle spielen will.

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Bitcoin für die ganze Welt

Dorogusker fügte hinzu, dass das Wallet vor allem für die mobile Nutzung geplant ist. Deswegen soll es in Smartphones integriert werden. So kann das Wallet von Square weltweit verbreitet und genutzt werden.

Zu diesem Zweck baut Jack Dorseys Square ein neues Team auf. Aktuell werden Mitarbeiter in den Bereichen Hardware, Software und Sicherheit gesucht und eingestellt. Das Team wird von Max Guise, Squares Hardware Security Lead, geleitet.

Square und Bitcoin – kein First Date

Das Bitcoin-Hardware-Wallet wird nicht das erste Produkt der Firma sein. Es existiert bereits eine Cash-App, die es den Nutzern ermöglicht, BTC zu kaufen und zu verkaufen.

Das Unternehmen hat außerdem eine „Expertenrunde“ mit anderen Unternehmen gegründet, um Lobbyarbeit für Bitcoin bei politischen Entscheidungsträgern zu leisten. Klingt nach einer ganzen Menge Einfluss! Und das ist nicht alles. Aktuell arbeitet Square zusammen mit Blockstream an einer zu 100 % solarbetriebenen Mining-Farm in den USA.

Squares Schwesterfirma Twitter verschenkte erst kürzlich 140 NFT an zufällige Nutzer. Könnte das vielleicht bedeuten, dass Jack Dorsey anfangen könnte, ETH zu kaufen? Eher nicht – der Bau eines Bitcoin-Hardware-Wallets steht erst mal im Vordergrund.