Trotz starker Einbrüche und zunehmender Regulierung in 2021 wuchs das Bitcoin-Netzwerk. Nun erreicht die Hashrate von BTC ein neues Allzeithoch – und das in einem Seitwärtsmarkt.

Bitcoin ist ohne China dezentraler

Lange Zeit engagierte sich China zugunsten des Bitcoins. Um Bitcoin-Miner anzulocken, vergünstigte das Land sogar eigens für sie die Strompreise. Zuvor hatte China für die Schürfer bereits große Attraktivität.

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Schließlich verfügt China nicht nur über günstigen Strom, sondern auch über viel Fläche, welche die Miner für die Errichtung großer Bitcoin-Farmen bestens gebrauchen konnten. Im Sommer 2021 hatte die Symbiose schließlich ein Ende.

Seit September des vergangenen Jahres sind sämtliche Transaktionen mit Kryptowährungen verboten. Auch das Schürfen von Kryptos ist inzwischen illegal. Dem Bitcoin-Netzwerk versetzte China mit dieser Entscheidung einen herben Schlag – zumindest zwischenzeitlich.

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In der Statistik der Bitcoin-Hashrate fällt im Sommer 2021 ein tiefes Loch auf, dass durch die Gesetzesänderungen in China verursacht wurde. Die starken Einbrüche kamen nicht von ungefähr.

Noch 2019 kamen mehr als 75 Prozent der gesamten BTC-Hashrate aus China. Für ein möglichst dezentrales Netzwerk sei das kein gutes Omen, insbesondere wenn das Herkunftsland für restriktive Maßnahmen und ausufernde Autorität bekannt ist, erklären Kritiker.

Es dauerte jedoch nicht lange und das Netzwerk erholte sich und ist heute dezentraler und stärker als je zuvor.

Neue Bitcoin Mining Zentren entstehen

Mittlerweile entwickelten sich neue Zentren des Bitcoin-Minings. Aktuell nehmen die USA die Spitzenposition mit mehr als 35 Prozent an der Beteiligung der Hashrate ein. Im August 2021 lag Kasachstan auf Rang zwei, gefolgt von Russland.

Beteiligung an der Bitcoin-Hashrate nach Ländern von September 2019 bis August 2021. Quelle: ccaf.io

Inzwischen könnte sich diese Rangliste verändert haben. Neue Daten zur Beteiligung verschiedener Länder gibt es aktuell leider nicht. Grund für eine mögliche Verschiebung sind politische Konflikte in Kasachstan, die an den Minern nicht spurlos vorbeizogen.

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Zudem gab Russland in den letzten Tagen vermehrt positive Meldungen über das Krypto-Mining heraus. Offenbar möchte Präsident Putin sein Land zur neuen Bicoin-Mining Hochburg machen.

Innerhalb der USA setzen sich unterdessen vor allem einzelne Staaten durch. Texas gilt als besonders kryptofreundlich und erlangte so seine Beliebtheit, während andere Staaten mit deutlich niedrigeren Strompreisen überzeugen.

Bitcoin Hashrate wächst auf neues Allzeithoch

Aktuell liegt der Bitcoin bei einem Kurs von 40.000 US-Dollar. Trotz vielzähliger Prognosen setzte ein Bullenmarkt bisher nicht ein. Nachdem im November ein Bärenmarkt einsetzte und den Bitcoin zwischenzeitlich auf unter 35.000 US-Dollar trieb, konnte erst Anfang Februar die Marke von 40.000 US-Dollar wieder geknackt werden.

Die Bitcoin-Miner scheinen sich an vielen roten Zahlen nicht zu stören. Denn im Gegensatz zum Kurs des Bitcoins steigt seine Hashrate kontinuierlich. Am 12. Februar setzte das Netzwerk mit über 248 Millionen Terahashes ein neues Allzeithoch.

Hashrate des Bitcoin. Seit dem von China ausgelösten Tief im Sommer 2021 steigt die Hashrate konstant. Quelle: blockchain.com

Besonders deutlich wird ein konstantes Wachstum beim Blick auf den 30-Tage-Durchschnitt.

Werden Grafikkarten endlich wieder günstiger?

Das wachsende Interesse am Bitcoin-Mining schlug sich auch in den Preisen von Grafikkarten nieder. Vor allem Nvidias Grafikkarten waren ständig vergriffen. Um Rechner weiterhin mit GPUs ausstatten zu können, bekamen Firmen der Computerbranche sogar feste Kontingente.

Die zunehmende Knappheit ließ die Preise in die Höhe schnellen. Um der extremen Nachfrage gerecht zu werden, brachte Nvidia die CMPs auf den Markt (Krypto Mining Prozessoren).

Die Einnahmen der CMPs sanken laut einem Bericht, den das Unternehmen vor zwei Tagen mit der Öffentlichkeit teilte, um über 77 Prozent. Demnach sank das Einkommen durch CMPs von 105 Millionen US-Dollar auf nur mehr 24 Millionen US-Dollar von einem zum nächsten Quartal.

Grund dafür könnte einerseits die zunehmende Abkehr von PoW insbesondere durch Ethereum 2.0 sein. Andererseits begann durch ähnliche Produkte von Konkurrenten wie Intel ein härterer Wettbewerb.

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Intel behauptete sogar, dass der eigene CMP eine 1.000-mal bessere Leistung bringe, als herkömmliche Produkte der Kategorie. Damit spielt Intel natürlich auf den Mitbewerber Nvidia an.

Durch das steigende Angebot könnten auch übliche Grafikkarten endlich wieder zu normalen Preisen zurückfinden. Das Interesse am Bitcoin-Mining scheint allerdings ungebrochen hoch.

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