China bewegt sich auf ein nationales Mining-Verbot zu. Gesetzestreue chinesische Miner finden nun ein neues Zuhause in Texas. Der US-amerikanische Bundesstaat hat sich zu einer beliebten Anlaufstelle für Bitcoin-Miner entwickelt.

China ist besorgt, dass das Bitcoin Mining einen negativen Effekt auf die energiereichen Regionen des Landes hat. Für den Mining der Kryptowährung wird viel Strom benötigt. Das hat in den letzten Wochen regelrechte Umweltdebatten um Bitcoin und andere Proof-of-Work basierte Systeme ausgelöst. Wir haben uns das für Euch mal genauer angeschaut!

Was ist in China los?

China ist auf dem besten Weg, ein nationales Mining-Verbot zu verhängen. Schätzungen gehen davon aus, dass 75 % des weltweiten Bitcoin Minings in China stattfindet. Die Mining-Aktivitäten konzentrieren sich vor allem auf vier Provinzen: die innere Mongolei, Sichuan, Yunnan und Xinjiang.

Auch wenn Sichuan und Yunnan Wasserkraftressourcen zur Energiegewinnung nutzen, hat die chinesische Regierung die Miner in allen Gebieten aufgefordert, den Mining-Betrieb einzustellen.

Neue Hürden für Bitcoin

Aber was bedeutet das Mining-Verbot denn nun global gesehen? Mittlerweile lässt sich beispielsweise ein Rückgang der globalen Hash-Rate verzeichnen. Die Hash-Rate stellt einen Wert für die globale Rechenleistung des Bitcoin Netzwerkes dar. Zwar erweist sich BTC diesem Rückgang gegenüber aktuell noch als widerstandsfähig, es ist aber nicht sicher, dass das bleibt, sollte es zu weiteren Restriktionen kommen.

Einige Miner haben zu dem die „Bitten“ der chinesischen Regierung ignoriert und betreiben weiter BTC Mining. Besonders in Yunnan drohten die lokalen Behörden, den Minern den Strom zu kappen, sollten sie ihre Aktivitäten nicht einstellen.

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Neues Zuhause für BTC Miner in Texas?

Texas hat sich in den letzten Tagen als beliebte Anlaufstelle für chinesische Miner erwiesen. Und auch in Zukunft könnte der US-amerikanische Staat zum wahren Game-Changer im Mining-Business werden. Die Energiekosten sind überschaubar, lukratives Mining wäre also auch mit einem geringeren Kapital möglich. Ein weiterer Vorteil ist eine ständig expandierende Infrastruktur, die auf erneuerbaren Energien aufbaut.

Einer der größten Vorteile darf nicht ungenannt bleiben: Texanische Politiker unterstützen Kryptowährungen. So sprach sich Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, sogar öffentlich für Bitcoin aus. Er glaubt, dass Mining zu einer wertvollen Industrie für die USA werden könnte.

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Auch Miami öffnet seine Türen für Bitcoin Mining

In seinem neuesten Statement hat Francis Suarez, Miamis Bürgermeister, mitgeteilt, dass die Behörden in seiner Stadt an möglichen Lösungen für die Energieprobleme von Bitcoin arbeiten. Er gab an, dass Miami saubere Energie für das BTC-Mining zur Verfügung stellen kann. Auch Suarez versucht, die Miner mit günstigen Energiepreisen nach Miami locken und verspricht eine schnelle Lösung.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in China weiter entwickeln wird. Das Green-Mining in Nordamerika funktioniert beweist das kanadische Unternehmen Bitfarms. Hier erfolgt Bitcoin Mining mit nahezu 100 % erneuerbarer Energie aus Wasserkraft. Ab dem 21. Juni 2021 wird Bitfarms den Handel an der Nasdaq-Börse aufnehmen.

Mit Texas und Miami sind auf jeden Fall schon mal mögliche Anlaufstellen gefunden, sollte Bitcoin Mining in China endgültig verboten werden. Alle News zu dem Thema bekommt Ihr natürlich wie immer bei uns!