Wird der Bitcoin bald als offizielle Währung in Argentinien anerkannt? El Salvador macht in Kürze den ersten Schritt. Ab dem 7. September 2021 wird der Bitcoin neben dem USD-Dollar zum gesetzlichen Zahlungsmittel im mittelamerikanischen Land.

Dies hat eine regelrechte Flut an neuen Gesetzesentwürfen in Lateinamerika losgetreten. Doch einen ähnlichen Schritt wie El Salvador möchte bisher kein Land gehen. Der argentinische Präsident, Alberto Fernandez zeigt sich nun zumindest nicht abgeneigt.

Bitcoin als offizielle Währung aus verschiedenen Gründen

Diese Woche deutete Fernandez an, dass er offen für die Einführung des Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel ist, um die Inflation zu bekämpfen. Die Äußerungen tätigte der Präsident in einem Interview mit Filo News.

Ob Argentinien bereits in wenigen Wochen El Salvador auf dem Weg mit dem Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel folgen wird, darf allerdings noch bezweifelt werden.

El Salvador hat im Gegensatz zu Argentinien nämlich keine eigene Währung und möchte unter anderem eine Möglichkeit schaffen, um illegale Zahlungen im Land zu verringern. Rund 70 Prozent der Bevölkerung besitzt nämlich kein eigenes Bankkonto.

Da in El Salvador der US-Dollar aktuell die einzige offizielle Währung ist, hat das von Nayib Bukele regierte Land nicht mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie Argentinien.

Mit dem Bitcoin als offizielle Währung möchte El Salvador vor allem unabhängiger werden.
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Bitcoin als Mittel gegen die Inflation?

Argentinien kämpft derweil mit einer sehr hohen Inflationsrate (51,6 %). Bloomberg listete Argentinien im Jahr 2020 als die zweitmiserabelste Volkswirtschaft der Welt.

Da Bitcoin in der Stückzahl auf 21 Millionen begrenzt ist, hat BTC keinen inflationären Charakter. Dies sieht Fernandez nun als Chance. Fernandez äußerte sich diesbezüglich wie folgt:

Man sagt, der Vorteil sei, dass der inflationäre Effekt weitgehend aufgehoben wird.“

„Es handelt sich um eine globale Debatte, und ich muss gestehen, dass ich dieses Thema mit Vorsicht angehe. In meinem Fall ist es Vorsicht, weil es so unbekannt ist und weil es schwer zu verstehen ist, wie dieses Vermögen zustande kommt“, so der argentinische Präsident mit einer gewissen Skepsis weiter.

Viele Menschen auf der Welt haben diese Bedenken, und deshalb hat sich das Projekt oder das System noch nicht verbreitet. Aber es ist etwas, das man in Betracht ziehen sollte. Vielleicht ist es ein guter Weg, den wir einschlagen sollten

Die Äußerungen des Präsidenten waren deutlich offener für die Idee der Bitcoin-Annahme als die des Präsidenten der argentinischen Zentralbank, Miguel Pesce, der Anfang der Woche laut einer lokalen Nachrichtenagentur sagte, dass Bitcoin „kein echter Finanzwert ist und keine dauerhafte Rentabilität erzeugt“.