Aus dem aktuellen Update für PayPal-Investoren (Q4/2020) geht hervor, dass der Internetzahlungsdienstleister Bitcoin und Co. zu Venmo bringen und bei den Krypto-Services in 2021 expandieren möchte. Venmo ist der Mobile-Payment-Service von PayPal.

Das aktuelle Update für Investoren des Internetzahlungsdienstleisters PayPal (Q4/2020) gibt interessante Einblicke in die zukünftige Strategie des Unternehmens. Dabei werden auch Kryptowährungen erwähnt, die PayPal seit Oktober 2020 erstmals unterstützt.

Demnach will PayPal Bitcoin und Co. als Nächstes zu Venmo bringen und dann auch die Funktionalitäten bereitstellen, um mit Kryptowährungen bei allen ca. 29 Mio. Händlern im eigenen Netzwerk zu bezahlen. Die Händler werden keine Kryptowährungen erhalten, sondern den Gegenwert in Fiatgeld.

Krypto-Services übertrafen alle Erwartungen bei PayPal

Seit Oktober 2020 unterstützt der Internetzahlungsdienstleister PayPal nun bereits das Kaufen, Halten und Verkaufen von Kryptowährungen auf seiner Plattform. Ende November 2020 erhielten dann alle US-Bürger Zugang zu den neuen Krypto-Services. Und die bisherigen Ergebnisse dieses Schrittes hin zu Bitcoin und Co. können sich sehen lassen.

Selbst mit initial hohen Erwartungen übertraf das Tradingvolumen von Kryptowährungen über unsere Plattform alle Prognosen.

CEO Dan Schulman ist begeistert. Und er hat allen Grund dazu. Denn Bitcoin und Co. sind für sein Unternehmen nicht nur ein neues Geschäftsfeld, sondern ein komplett neuer Umsatzzweig. Ein Umsatzzweig, der sich lohnt. Am 11. Januar 2021 lag das Tradingvolumen mit BTC, ETH, LTC und BCH bei mehr als 242 Mio. USD.

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Expansion mit Kryptowährungen zu Venmo und ~29 Mio. Händlern

Die logische Schlussfolgerung einer derart erfolgreichen Erweiterung des Geschäftsfeldes ist die Expansion. Und genau dort will PayPal laut dem aktuellsten Update für Investoren hin. Zunächst soll Venmo folgen, danach die rund 29 Mio. Händler im eigenen Netzwerk.

Mit der Venmo App können Nutzer untereinander Geldbeträge senden und empfangen sowie Einkäufe bezahlen. Die App setzt hierbei auf Social-Media-Elemente, beispielsweise das Aufteilen von Rechnungen untereinander wie etwa für einen Restaurantbesuch. Außerdem können Transaktionen öffentlich geteilt werden und mit Emojis und Kommentaren versehen werden.

Kryptowährungen als eine Zahlungsmöglichkeit bei rund 29 Mio. Händlern. Keine zusätzlichen Integrationen notwendig und keine zusätzlichen Gebühren für Händler, da alle Transaktionen in Fiat abgewickelt werden.

Das obige Zitat stammt aus dem Update für PayPal-Investoren aus dem Q4/2020. Angaben zur Expansion der Krypto-Services in andere Länder neben den USA sind leider nicht enthalten. Ursprünglich wollte PayPal weitere Länder bereits in der ersten Jahreshälfte 2021 anschließen, sofern es keine regulatorischen Schwierigkeiten gäbe.

Schlusswort

Mit Venmo und den Funktionalitäten zur Bezahlung mit Bitcoin und Co. bei rund 29 Mio. Händlern, wäre ein weiterer, wichtiger Schritt für die Adoption von Kryptowährungen getan. Und da nun auch VISA auf diesen Zug mit aufspringt, sollte die Adoptionskurve 2021 steiler ansteigen, denn je.