Bitcoin wird von neuen Investoren bereits als zu „teuer“ angesehen. Viele vergessen dabei, dass ein Bitcoin aus 100 Millionen Einheiten namens Satoshis (Sats) besteht. Ein ähnliches Problem sieht auch Adam Back, CEO des Blockchain-Entwicklungsunternehmens Blockstream.

Der Informatiker und Kryptograph hat vorgeschlagen, dass man eine Zwischeneinheit bei Bitcoin etablieren sollte, die es für Händler und Investoren einfacher machen soll.

Bits sollen Bitcoin „günstiger“ machen

Für Viele ist die Maßeinheit Satoshi (Sats), die nach dem Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, benannt wurde, verwirrend. Die Umrechnung in eine Fiat-Währung ist nicht immer so einfach und selbsterklärend. Zudem wird der Preis von Bitcoin im Vergleich zu anderen Kryptowährungen als „zu teuer“ empfunden.

Genau diesen Umstand hat Adam Back aufgegriffen und zu einer Zwischeneinheit aufgerufen. In einem Tweet hat er die Einheit „Bits“ erneut vorgestellt.

Seiner Meinung nach ist es Zeit für einen Neustart der Bits Maßeinheit. Back ruft dazu auf, Bits als die kleinste Maßeinheit für Bitcoin zu verwenden, weil der Umgang mit BTC dadurch viel einfacher ist.

Bits und Bitcents könnten die Umrechnung in Fiat erleichtern

Bits entsprechen einem Millionstel eines Bitcoins. Demnach besteht ein Bit aus 100 Sats. Im Tweet sagte er:

Sats sind verwirrend, soweit ich das beurteilen kann wurden Sats von Satoshi als Bitcents unter Bits entworfen. 1 Million ist viel einfacher als eine 100-Millionstel-Basis. Selbst Bitcoin-qt (Core) hatte jahrelang Bits. Man hat immer noch Sats, nur Bits und Bitcents (aka sats), wie Dollar und Cent.

Back fuhr fort: „Ein Bitcoin ist zu teuer, aber Sats sind zu viele, klingen billig und verwirrend“. Es ist „schwer herauszufinden, was man gekauft hat“.

Wenn der Preis von Bitcoin 1 Millionen US-Dollar erreicht, wird ein Bit immer noch günstig sein. Ein Bit würde dann genau 1 US-Dollar entsprechen.

Er fügte hinzu, dass es beim Kauf von Bruchteilen eines Bitcoins eine „allgemeine Verwirrung bei Neulingen“ gibt. Es wirkt unüberschaubar und ist umständlich für eine Umrechnung.

Die Bitcoin Community stimmt dem Vorschlag überwiegend zu

Der Tweet von Adam Back hat für viel Aufsehen gesorgt und viele bekannte Gesichter aus dem Kryptospace haben den ebenfalls kommentiert.

Der Krypto-Anarchist David Burkett sagte in einem Kommentar:

Ich könnte nicht mehr zustimmen. Sats schienen immer zu klein und zahlreich vorhanden zu sein, um darüber nachzudenken. Durch 100 Millionen zu teilen ist natürlich auch viel weniger als durch 1 Million zu dividieren.

In den Kommentaren wurde der Vorschlag von Back sehr positiv aufgefasst. In einem Tweet heißt es, dass nach dem nächsten Bullenmarkt die verschiedenen Krypto-Börsen den Bitcoin Preis in Bits angeben sollen.

Lesetipp: Bitcoin (BTC) wie frühe Investments in Apple oder Google“, sagt Wall Street Veteran Paul Tudor Jones

Viele private Investoren werden sich irgendwann keinen ganzen Bitcoin mehr leisten können. Niemand mag Bruchteile von etwas wertvollem. Es ist weitaus angenehmer 100 Bits zu halten als 0,0001 BTC.

Back sagte zum Schluss in seiner Tweet-Reihe:

Es hat etwas Poetisches, wenn ein Bitcoin aus Bits besteht.

Wir sind gespannt, ob es in den nächsten Monaten und Jahren einen Wandel bei Bitcoin geben wird. Die Schlüsselrolle spielen hier vor allem die verschiedenen Krypto-Börsen. Wenn hier eine neue Maßeinheit eingeführt wird, könnten sich Bits relativ schnell als gängige Maßeinheit im gesamten Kryptospace durchsetzen.