Nachdem Tesla Bitcoin-Zahlungen unter Berufung auf Umweltbedenken gestoppt hat, war BTC Gegenstand zahlreicher Debatten. Green Miner sind allerdings optimistisch, dass Bitcoin trotz Kritik an den Umweltauswirkungen des Systems überleben kann.

Der Bitcoin Kurs ist in den letzten Wochen gefallen. Die Debatte um die Umweltauswirkungen von BTC-Mining haben ihren Teil dazu beigetragen. Könnte das ein Hinweis für das schwindende Interesse institutioneller Investoren sein?

Die Bitcoin-Energie-Debatte

Das australische Mining-Unternehmen Iris Energy Pty ist der Meinung, dass die aktuellen Umweltdebatten Bitcoin nicht zu Fall bringen werden. Die Firma, die selbst erneuerbare Energien für ihren Betrieb nutzt, sprach mit Bloomberg über die Umweltauswirkungen von BTC.

Ich denke nicht, dass es an einem Individuum liegt, zu entscheiden, wofür Energie verwendet werden sollte.

So Daniel Roberts, Mitbegründer von Iris Energy Pty. Die Verteilung der Energie sei eine marktbasierte Entscheidung. BTC benötige, aufgrund seiner hohen Anziehungskraft und Akzeptanz dieses Maß an Energie um gesichert zu werden.

Nachdem Tesla angekündigt hatte, aufgrund von Umweltbedenken keine Zahlungen mehr in Bitcoin zu akzeptieren, wurde BTC in den letzten Wochen verstärkt unter die Lupe genommen. Die unerwartete Kehrtwende des Elektroautomobilkonzerns sorgte für einen beschleunigten Abverkauf.

Bitcoin fiel um 43 % von seinem Rekordhoch im April. Einfluss auf die marktweite negative Stimmung hatte auch eine anhaltende regulatorische Razzia in China.

Bitcoin in Tesla-Bilanz

Bitcoin-Kritiker werden nicht müde, darauf hinzuweisen, dass das Netzwerk jährlich ca. 115 Terrawattstunden Energie verbrauche. Das sei mehr als in den meisten Ländern der Welt benötigt werde.

Bevor Tesla sich zu den Umweltauswirkungen des Netzwerk geäußert hat, hatte das Unternehmen um Elon Musk bereits Anlagen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar in seine Bilanz aufgenommen.

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BTC für Unternehmen bald uninteressant?

Aber wieso schwindet jetzt das Interesse großer Unternehmen an BTC? Viele Analysten sind der Meinung, dass wachsende ESG (Environmental, Social & Governance) Bedenken große Unternehmen davon abhalten könnten Bitcoin zu übernehmen.

Teslas Rückzug sorgte dafür, dass die institutionellen Investoren auf sich warten ließen. Bitcoins Aufschwung geriet ins Stocken. So ist es BTC in der letzten Woche nicht gelungen, über seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt auszubrechen.

Mit der wachsenden Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen von Proof-of-Work sind grüne Mining-Lösungen in einer guten Position, um weiterhin vom Erfolg von BTC zu profitieren. Erneuerbare Energien sind im Mining noch nicht so prominent wie behauptet. Allerdings sind sie eine zukunftsorientierte Möglichkeit Umweltdebatten zu umgehen.