Eine aktuelle Studie unter 100 ausgewählten Finanzmanagern belegt, dass Hedgefonds aus den USA mehr Risiko eingehen und eingehen wollen, als Hedgefonds aus Europa und Großbritannien in Sachen Bitcoin und Co. Auch wollen Fonds in Zukunft mehr in Kryptowährungen investieren.

Die Studie wurde von Intertrust durchgeführt, einer holländischen Finanz- und Treuhandfirma. Insgesamt kommen 100 Chief Financial Officers (CFOs) von Hedgefonds weltweit zu Wort. Als Gesamtergebnis kam heraus, dass nahezu alle weitere Investitionen in Bitcoin und Co. planen und somit ein bullisches Sentiment geäußert haben.

Leichte Unterschiede gab es jedoch bei den Aussagen von amerikanischen Fonds. Hinsichtlich der Erwartungen und geplanten Investitionen in digitale Assets wie Bitcoin waren US-Amerikanische Fondsmanager noch bullischer als die europäischen Kollegen. Klassischerweise sind Amerikaner etwas offener und risikofreudiger als ihre europäischen Kollegen und Trends werden oft in den USA geboren.

USA bullischer als Europa – Bitcoin und Co. im Fokus der Hedgefonds

Die Befragten aus den USA gaben deshalb auch ein höheres Investitionsziel von etwa 10,6 % für ihre verwalteten Portfolios bis zum Jahr 2026 an. Laut der Studie könnte damit eine Menge von 312 Milliarden USD insgesamt erreicht werden. Es wird jedoch auch angemerkt, dass immer noch viele Portfoliomanager Bitcoin und Co. kritisch gegenüberstehen. Gerade die Volatilität ist ein wiederkehrender Kritikpunkt.

Jedoch würden viele der Befragten dabei genauso die Chancen und Möglichkeiten der neuen Anlageklassen sehen. Dazu sagte David Miller von Quilter Cheviot Investment Management:

Hedgefonds sind sich sehr gut der Risiken bewusst, sehen aber auch vor allem das langfristige Potenzial von Kryptowährungen.

Europäische Hedgefondsmanager zeigten sich in der Studie etwas vorsichtiger und nannten 6,8 % als angestrebtes Investitionsziel ihrer geführten Portfolios. Nach ihren persönlichen Investments gefragt, gaben die CFOs an, etwa 1 % ihres Vermögens in Bitcoin und Co. zu investieren.

Kryptowährungen mit gemischten Image in der Finanzwelt

Interessant äußerte sich der ehemalige Berater des US-Präsidenten, Anthony Scaramucci zu den Chancen von Bitcoin. Laut ihm hat BTC das Potenzial, Gold als den verbreitetsten Wertspeicher abzulösen. Er führt das Unternehmen SkyBridge Capital, was sich Grayscale zum Vorbild genommen hat und ebenfalls einen Kryptofonds für institutionelle Anleger gestartet hatte.

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Erst vor wenigen Tagen hatte mit MicroStrategy ein großer Player im Kryptosektor ein weiteres großes Investment in Bitcoin angekündigt.

MicroStrategy pumpt eine weitere Milliarde in BTC

Es zeigt sich, dass je nachdem wie progressiv oder eben traditionell die befragten Manager geantwortet hatten, Kryptowährungen wie Bitcoin ein sehr polarisierendes Image in der Finanzwelt haben. Vor allem Regulationen könnten mehr Sicherheit für den gesamten Markt bringen und das Wild-West-Image von BTC und Co. etwas eingrenzen.