Die Agriculture Bank of China (AgBank) hat sich zu den strengen Vorgaben der chinesischen Regierung bezüglich Kryptowährungen bekannt. Alle Kunden der drittgrößten Bank der Welt werden nun auf ihre Aktivitäten mit Bitcoin und Co. hin überprüft. So will die Bank sicherstellen, dass die Kunden weder Transaktionen durchführen noch Kryptos traden oder digitale Assets minen.

Dem Statement der AgBank von heute ist zu entnehmen, dass sich Mitarbeiter der AgBank mit der chinesischen Zentralbank People’s Bank of China (PBoC) abgesprochen haben. Das Ergebnis der Gespräche schickte Bitcoin und mit ihm nahezu alle anderen Kryptowährungen tief in den roten Bereich.

Alle heimischen Banken und mobile Zahlungsanbieter sind dazu angehalten, ihre Services Kunden zu verweigern, die auch Transaktionen mit Kryptowährungen vollzogen haben. Eine offizielle Erklärung der People’s Bank of China besagte:

Banken und Finanzdienstleister müssen Kryptobörsen identifizieren und genau prüfen, um Transaktionen für Käufe von digtialen Assets schnellstmöglich zu unterbinden. Sie müssen die Transaktionen genau analysieren und herausfinden, ob sie Eigenschaften von Trading-Hype Käufen gibt. Ebenfalls müssen sie sicherstellen, dass die Transaktionen nachvollziehbar getrackt werden und Regulationen eingehalten werden.

Neben der AgBank waren bei dem Meeting mit der mächtigen Zentralbank von China auch die  Industrial and Commercial Bank of China, die Construction Bank of China, die Postal Savings Bank of China und die Industrial Bank anwesend. Auch Vertreter der wichtigsten mobilen Zahlungsanbieter-App in China AliPay waren ebenfalls bei dem Meeting dabei.

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Zentralbank kündigte gestern deutlich härteres Vorgehen gegen Bitcoin und Co. an

Die Zentralbank hatte gestern angekündigt, noch strikter gegen Kryptowährungen, deren Nutzer, sowie Anbieter und Dienstleister in dem Sektor vorzugehen.

Das zitierte Statement der AgBank ist das erste, was dem offiziellen Tenor der Regierung in Peking entspricht. Die Regierung hatte im Mai die erste große Runde der „China-FUD 2021“ eingeleitet, die weltweit Kryptokurse in den roten Bereich schickte. Begründet wurde das strikte Vorgehen gegen Mining Unternehmen in China mit Umweltbedenken und finanziellen Risiken, die den Nutzern von Bitcoin und Co. schaden könnten.

Nun folgt also der nächste Schritt der Regierung, die die größten Banken des Landes zu deutlich strengerem Durchgreifen auffordert. Regionale Regulationsbehörden in China sind ebenfalls schon dem neuen Gesetz nachgekommen und haben sowohl Kryptobörsen als auch das Werben für Geschäfte mit Kryptos verboten.

Beobachter nehmen das Vorgehen der Regierung in Peking ernster als in den letzten Jahren

Die AgBank hat angedeutet, dass sie Konten schließen wird, denen Verbindungen oder direkte Transaktionen mit Kryptobörsen nachgewiesen werden können.

China hat in diesem Jahr sein Image als  Anti-Krypto Regierung gefestigt, obwohl in dem Land immer noch nahezu zwei Drittel der weltweiten Hashrate des Bitcoin-Netzwerkes stehen. Es ist unklar, wie sich die Situation weiter entwickelt, da es Mai noch vor allem um die Energiegewinnung der Miner geht.

Ebenfalls hat die chinesische Regierung schon mehrfach Schritte gegen Bitcoin und Co. angekündigt. Wirkliche Konsequenzen sind jedoch ausgeblieben.

Ob die China FUD dieses Jahr mehr langfristige Auswirkungen haben wird, wird sich zeigen. Die angekündigten Schritte hören sich auf jeden Fall sehr ernst an. Natürlich sieht die Regierung in Peking den Bitcoin mit seinen Eigenschaften als dezentralen digitalen Wertspeicher als natürlichen Feind an.

Ebenfalls soll die eigene zentral gesteuerte Kryptowährung durch das neue Gesetz einen neuen Boost erfahren und möglichst wenig Konkurrenz haben.