Wenn vom digitalen Gold die Rede ist, denken die meisten Krypto-Enthusiasten an Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. In Brasilien hat die Bundestagsabgeordnete Joenia Wapixana nun einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der die Tokenisierung von Gold und anderen Edelmetallen vorsieht.

Digitales Gold in Brasilien: Was ist mit der Tokenisierung genau gemeint?

Durch die Tokenisierung wird ein Vermögenswert mithilfe der Blockchain digitalisiert - bei tokenisierten Immobilien ist es so etwa möglich, ganz einfach einen Anteil an einer Immobilie zu erwerben.

Im vergangenen Jahr sorgten vor allem tokenisierte Aktien für Furore auf Krypto-Börse. Hier schritten zahlreiche Finanzbehörden, unter anderem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein, indem sie Ermittlungen einleiteten.

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Das „digitale Gold“ in Brasilien beschreibt also keinen neuen Vermögenswert, der Gold abbildet. Es geht eher darum, das abgebaute Gold sicher und transparent digital abzubilden.

Tokenisierung von Edelmetallen: Was ist das Ziel?

Brasilien hat ebenso wie Kolumbien eine großes Problem mit illegalen Goldbergbauaktivitäten. Rund die Hälfte des Goldes werde illegal abgebaut, so Wapixana. Gleichzeitig belaste die illegale Goldgewinnung die Umwelt deutlich mehr als es bei legalen Bergbauaktivitäten der Fall sei.

Wapixana erklärte:

Wie die nationale und internationale Presse sowie zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für den Schutz des Waldes und die Gewährleistung der Rechte indigener Völker einsetzen, immer wieder berichten, gehen diese Aktivitäten mit Quecksilberverschmutzung, Gewalt und Abholzung einher.

Auch wenn Wapixana keine bevorzugte Blockchain nennt, sei ein digitales System mit sicheren Aufzeichnungen besonders wertvoll, um alle Bergbauaktivitäten zu dokumentieren.

Alle Transaktionen mit und Transporte von Edelmetallen sollen so in Zukunft für alle einsehbar sein. Die Tokenisierung soll also vor allem Transparenz schaffen.

Generell nimmt die Blockchain insbesondere in Südamerika eine immer wichtigere Rolle ein. Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires will ab 2023 zum Beispiel Ethereum-Nodes betreiben und arbeitet an einer Blockchain-basierten Identitätsplattform namens TangoID.

Besonders aufgrund hoher Inflationsraten in vielen südamerikanischen Staaten könnten Kryptowährungen wie Bitcoin besonders interessant für die Bürger in Südamerika werden.

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