Der Ethereum Kurs steht nach einer kurzen Korrektur am Sonntagabend wieder kurz vor der 2.500 USD Marke. Die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung hat jüngst eine starke Rally hinter sich, die vor allem mit der geplanten London Hard Fork im Juli einhergeht. Doch vor kurzem gab es bei Ethereum ein anderes Update, dass die Transaktionsgebühren bereits stark reduziert hat.

Letzten Donnerstag konnte der Ethereum Kurs ein neues Alltzeithoch erreichen. Auf Binance ist der ETH Preis auf bis zu 2.644 USD gestiegen und hat damit einen neuen Rekord markiert. Bitcoin hat die Party relativ zeitnah beendet und war selbst im Sinkflug unterwegs. Damit sind auch fast alle anderen Kryptowährungen dem Bitcoin Kurs-Einbruch gefolgt.  In diesem Artikel schauen wir uns an, warum noch weitere bullische Zeiten für Ethereum anstehen.

Transaktionsgebühren fallen auf Ethereum

Fundamental gesehen ist Ethereum so stark wie noch nie zuvor. Die hohen Transaktionsgebühren sind ein Zeichen dafür, dass die Blockchain und die darauf laufenden Anwendungen weiterhin sehr beliebt sind. Zudem ist die Anzahl an aktiven Ethereum-Adressen auf einen neuen Allzeithoch von 771.000. Im November 2020 lag die Zahl noch bei 739.000.

Das gestrige Comeback vom Ethereum Kurs wird mit den sinkenden Transaktionsgebühren im Netzwerk erklärt. Nachdem letzten Update sind die Gebühren drastisch gesunken. Der aktuelle Gas Preis (Gwei) liegt für eine schnelle Transaktion im nächsten Block bei unter 50 Gwei. Das ist ungefähr ein Drittel von dem Gas Preis, der noch vor einer knappen Woche fällig war.

Auf Uniswap kostet aktuell eine Transaktion ungefähr 20 USD. Erst vor wenigen Tagen erreichten die Gebühren hier ein erneutes Hoch und lagen bei ungefähr 150-200 USD pro Transaktion. Diese Woche wird sich zeigen, ob die Gebühren weiterhin so gering ausfallen. Das Wochenende ist nämlich nicht repräsentativ, da hier die Auslastung in der Regel deutlich geringer ist.

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Bullishe Zeiten für Ethereum

Die Entwickler von Ethereum haben auf die hohen Transaktionsgebühren reagiert und bereits die ersten Maßnahmen ergriffen. Die niedrigeren Transaktionsgebühren ziehen erneut Investoren und Händler an, die zuvor auf alternative Netzwerke wie Binance Smart Chain (BSC) gewechselt sind.

Im Juli soll das nächste große Update auf dem Weg zu Ethereum 2.0 stattfinden. Die London Hard Fork wird einen neuen Mechanismus implementieren, der die Menge an ETH langfristig reduzieren könnte.

Mit dem Update geht nicht nur ein neuer Mechanismus zur Berechnung der Transaktionsgebühren einher, sondern es sollen 50% von allen Transaktionsgebühren für immer vernichtet werden. Das würde täglich eine enorme Menge an ETH vernichten und somit die Gesamtmenge an ETH verringern.

Damit könnte Ethereum, falls die verbrannte Menge die erzeugte Menge übersteigt, zu einer deflationären Kryptowährung werden. Hier ist also auch mit einem positiven Impuls auf den Ethereum Kurs zu rechnen.

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ETH London Hard Fork im Juli 2021

Bereits im Juli 2021 soll das große Update stattfinden. Bis zu diesem Zeitpunkt muss mit einem Kursanstieg gerechnet werden. Bullishe Veränderungen, die bereits im Vorfeld bekannt sind, werden in der Regel eingepreist und am Tag der News abverkauft. Hier kann sich also eine gute, kurzfristige Möglichkeit für Händler entwickeln.

Sobald die Problematik auf Ethereum mit den hohen Transaktionsgebühren geklärt ist, werden die Alternativen Lösungen automatisch weniger frequentiert. Denn ETH bleibt nach wie vor die wichtigste Plattform für Smart Contract und dezentralen Anwendungen. Die Größe und der Netzwerkeffekt des Netzwerks sind einfach bereits zu groß und allen anderen weit voraus.

Wir sind gespannt wie sich die Transaktionsgebühren über die nächsten Wochen entwickeln werden und wie das große Update im Juli ablaufen wird. Wir halten dich wie immer auf dem Laufenden. Stay tuned.