Die Kryptomärkte befinden sich in einem bullischen Makrotrend. Aber wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. Und so werfen wir am heutigen Freitag einen Blick auf CHZ, ATOM, SUSHI, MATIC und REN – die Verlierer der letzten 7 Tage gemäß Daten von CoinGecko.

Normalerweise behalten wir ja für euch die Marktübersicht im Blick und berichten dann freitags über die Top 5 Gewinner der vergangenen 7 Tage. Heute wollen wir aber mal auf die größten Verlierer der letzten 7 Tage blicken. Warum? Weil der smarte Investor in Bullenmärkten nicht die grünen, sondern die roten Kerzen fokussiert.

Es sei angemerkt, dass keine der nachfolgenden Kryptowährungen in irgendeiner Form schlecht sei oder die Erwähnung als „Verlierer der Woche“ fundamental wertend gemeint ist. Chiliz (CHZ), Cosmos (ATOM), Sushiswap (SUSHI), Polygon (MATIC) und REN (REN) haben lediglich eine schwächere Woche nach monatelangen Rallies hingelegt.

Darf es ein bisschen Chiliz zum SUSHI sein?

Nur um es erwähnt zu haben: Bitcoin (BTC) befindet sich immer noch im Bullenmarkt und ein Ausflug auf ein neues, höheres Tief bei 50.427 USD ändert daran nichts! Widmen wir uns aber jetzt den 5 Kryptowährungen mit der schlechtesten Performance in den letzten 7 Tagen. Wobei „schlechte Performance“ zurzeit relativ zu betrachten ist.

Quelle: CoinGecko

Mit -20,7 % steht Chiliz (CHZ) mit der schlechtesten Performance der letzten 7 Tage da. Dafür legte das Projekt rundum die bekannten Fantokens zuvor aber auch mehr als 1.750 % Performance an den Tag – alleine im März 2021 auf ein neues Allzeithoch bei 0,94490 USDT. ATOM, SUSHI, MATIC und REN folgen dieser gesunden Abkühlung der Kryptomärkte.

REN und MATIC: Allzeithochs und Korrekturen

Die Kryptomärkte konnten zuletzt fairerweise als überhitzt bezeichnet werden. Und zugegeben: Sie sind es immer noch. Daher sind gesunde Verschnaufpausen wie beispielsweise bei REN durchaus vertretbar.

Nach Erreichen eines neuen Allzeithochs bei 1,84 USDT ging es für den Preis von REN nun also erstmal um über 50 % in die Tiefe. Unterstützung fand der Preis nun aber scheinbar am 100-Tage gleitenden Durchschnitt und der täglichen Unterstützungszone bei rund 0,84 USDT. Erneuter Preisanstieg? Möglich. Hängt aber auch mit von Bitcoin (BTC) ab.

Quelle: Tradingview

Bei Polygon (MATIC) liegt die Korrektur nach Erreichen eines neuen Allzeithochs bei rund 45 %. Ob schon ein Ende in Sicht ist? Womöglich. Eine tägliche Unterstützungszone bei 0,287 USDT scheint zu halten und zuletzt versuchten die Käufer offenbar den 20-Tage gleitenden Durchschnitt zurückzuerobern.

Quelle: Tradingview

SUSHI und ATOM: Seitwärts und Niedrigvolumen

Sushiswap (SUSHI) leidet zurzeit unter der schwachen Performance der DeFi-Token. Wie wir am gestrigen Donnerstag bereits berichteten, sorgten nicht mal Hypemeldungen rundum Uniswap v3 für Aufwind. Der Preis von SUSHI präsentiert sich daher weiter seitwärts gerichtet und das Volumen bleibt niedrig.

Quelle: Tradingview

Die Unterstützungszone aus dem Wochenchart bei 15 USDT scheint SUSHI weiterhin zu stützen. Bei Cosmos (ATOM) hingegen konnten die Verkäufer die Wochenunterstützung bei 17,63 USDT zumindest zeitweise unterschreiten. Ein Scheitern der Käufer den Preis wieder darüber zu pushen, könnte zu mehr Verkaufsdruck führen.

Quelle: Tradingview

CHZ: -20,7 % nach mehr als 1.750 % Performance

Eine Performance von -20,7 % über die letzten 7 Tage klingt ja erstmal nicht so toll. Allerdings dürfen wir solche Zahlen niemals isoliert betrachten. Es zählt das Gesamtbild! Und bei Chiliz (CHZ) sieht dieses Gesamtbild beeindruckend aus. Mehr als 1.750 % Performance legte CHZ alleine im März hin, ehe ein neues Allzeithoch bei 0,94490 USDT zur Preisumkehr führte.

Quelle: Tradingview

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Um ehrlich zu sein, sieht CHZ hier auch weiterhin hungrig aus. Der 20-Tage gleitende Durchschnitt hält bisweilen und die fallende Widerstandslinie sieht den jüngsten Kerzen nach zu urteilen jetzt nicht gerade stark gepolstert aus. Ein wenig Pause könnte CHZ dann aber doch noch einlegen, denn nach starken Anstiegen sollte zunächst Preisstabilität einkehren.

Schlusswort

Die Kryptomärkte sind weiterhin bullisch im Gesamten. 7-Tage-Performances von -10 bis -30 % sind dabei weder ein Gegenargument, noch schlecht. Ganz im Gegenteil! Solche korrigierenden Gegenbewegungen lassen neue Käufer in den Markt einsteigen oder bestehende Käufer ihre Bestände günstig erweitern.

Der smarte Investor springt nicht auf den fahrenden Zug auf, sondern ist längst dabei, wenn der Zug noch steht. Sollte der Einstieg doch später erst gelingen, dann wollen wir zumindest einen rollenden Zug, anstatt einen riskanten Sprung bei voller Fahrt.