Mit Bitcoin passives Einkommen verdienen? – Andreas Antonopoulos erklärt wie

Wie kann man mit Bitcoin passives Einkommen verdienen? – Diese Frage stellt sich immer wieder. In diesem Artikel möchten wir daher einen Blick auf die Möglichkeiten werfen. Inspiration hierfür gab es von dem Entrepreneuer, Bitcoin-Befürworter und Bestseller-Autor Andreas Antonopolous. Dieser sprach in einem Livestream vom 27.06 über sein Lieblingsthema: Bitcoin. Welche Vorschläge Andreas geäußert hat und wie er zum Thema DeFi steht, erfährst du jetzt in diesem Artikel.

Bitcoin halten: Die HODL-Strategie

Die klassische Strategie ist wohl das Halten von Bitcoin. Die Mehrheit der Investoren kauft BTC einmalig oder mit Hilfe eines Sparplans regelmäßig. Dadurch akkumuliert man über die Zeit Bitcoin und hält diese im eigenen Besitz. Sobald die Kryptowährung einen bestimmten Kurswert erreicht hat, wird ein Teil der bisher angesparten BTC verkauft.

Diese Strategie ist zweifelsfrei die beliebteste und sicherste Art und Weise, Bitcoin zu kaufen. Sie hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, auf den Andreas Antonopolous ebenso hinweist: Das Geld ist bis zum Verkauf gebunden und Investoren erhalten keine Dividende oder Rendite auf ihre BTC. Anders formuliert: Wer eine HODL-Strategie verfolgt, hat keine Möglichkeit mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen.

Schauen wir uns im Folgenden also mögliche Strategien sowie Vor- und Nachteile an, um Dividenden auf Bitcoin zu erhalten.

Passives Einkommen mit Bitcoin

Da der Begriff jetzt bereits mehrfach vorkam, möchten wir nochmal kurz erklären, was eigentlich unter passivem Einkommen zu verstehen ist. Grundsätzlich geht es hierbei um eine Form der Anlage, die ohne großen Aufwand ein regelmäßiges Einkommen (z.B. in Form einer Dividende) generiert.

Hohe Renditen und eine einfache Umsetzung

Die bekannteste Möglichkeit hierbei ist es, Bitcoin bei einem zentralen Anbieter zu hinterlegen und dafür eine Rendite zu erhalten. Eine solche Möglichkeit bieten Plattformen wie Nexo oder Celsius an. Der Vorteil hierbei ist die unkomplizierte Umsetzung und die – im Vergleich zu den Zinssätzen am Finanzmarkt – hohe jährliche Rendite.

So lassen sich bei den gerade genannten Plattformen mit Bitcoin ein passives Einkommen in Höhe von 4-8% pro Jahr verdienen. Vorteilhaft ist außerdem die Tatsache, dass die Kryptowährungen im Gegensatz zu Festgeldkonten beispielsweise nicht für eine feste Laufzeit gebunden sind. Die Angebote variieren hierbei von der Möglichkeit jederzeit auf seine Bitcoin zugreifen zu können bis zu einer Sperrdauer von wenigen Tagen.

Missmanagement, Vertrauen und Hacks als Risiken

Bei all dieser Euphorie ist es jedoch auch unserer Pflicht auf die Nachteile und potenziellen Risiken einer solchen Anlage hinzuweisen. Denn bei allen Anbietern müssen die Bitcoin auf ein custodial-wallet transferiert werden. Das heißt also, dass du deine Bitcoin zur Verwahrung in die Hände von Dritten gibst.

Dadurch besteht die Gefahr von Missmanagement sowie die Notwendigkeit des Vertrauens in diese dritte Plattform. Durch die Wahl einer seriösen und sicheren Plattform kannst du dieses Risiko minimieren, aber niemals eliminieren. Außerdem besteht – wie immer – die Gefahr eines Hacks, auch wenn große Plattformen ihre Einlagen sichern lassen.

Wenn du dich näher für dieses Thema interessierst, empfehlen wir einen Blick auf unseren Bitwala Test. Die deutschsprachige und von der Europäischen Union geförderte Plattform bietet die Möglichkeit an, mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen.

Im Folgenden Abschnitt wollen wir uns nun anschauen, ob es auch Alternativen zu den zentralisierten Plattformen gibt.

Andreas Antonopoulos setzt auf DeFi

An dieser Stelle kommen wir wieder zurück zum Livestream von Andreas Antonopoulos. Dieser wies in dem Livestream darauf hin, dass es für Bitcoin Besitzer auch Möglichkeiten gibt, ein passives Einkommen zu verdienen ohne dabei auf zentralisierte Plattformen setzen müssen.

Das große Stichwort lautet hierbei Decentralized Finance (DeFi). So sagte Antonopoulos, dass es die Möglichkeit gibt, seine Bitcoin in Ethereum (ETH) oder einen Stablecoin wie DAI zu wechseln. Diese können wiederum danach in einen Smart Contract hinterlegt werden, um darauf Dividenden zu erhalten. Mit dieser Strategie entsteht der große Vorteil, dass man auf eine dezentrale Alternative zurückgreift.

Doch bei all dem Potenzial, welches Decentralized Finance hat, entstehen dadurch enorm hohe Risiken. Auch Andreas Antonopoulos wies auf diese Gefahren hin, die wir nun aufzeigen wollen.

Ethereum (=die Blockchain) kann Probleme und Bugs haben. Auch der Konsensusalgorithmus könnte Fehler haben. Weitere Probleme können durch den Gas Preis entstehen. Die Kombination all dieser Faktoren kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass du einen Teil oder dein gesamtes Kapital verlierst.

In unserem Artikel Der Decentralized Finance (DeFi) Hype: Die 6 größten Gefahren haben wir explizit auf die Gefahren hingewiesen, die im Zusammenhang mit DeFi entstehen. Insbesondere die Gefahr der Hacks ist nicht zu unterschätzen und wir unser gestriger Artikel zeigt, kann eine solche Gefahr jederzeit real werden.

Hinzu kommt die Gefahr, dass man die eigenen BTC für eine solche Strategie in eine andere Kryptowährung konvertieren muss. Dadurch handelt es sich hierbei nicht um eine „echte“ Möglichkeit, mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen. Neben den gerade genannten Risiken gibt es natürlich auch das Risiko der Kursschwankung und Volatilität.

Fazit: Welche Möglichkeit ist die beste, um mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen?

Zum Abschluss des Artikels möchten wir nochmal einen Blick auf die Möglichkeit werfen und kurz deren Vor- und Nachteile betrachten. Wir beginnen dazu bei der Strategie, Bitcoin zu hodlen.

Wer Bitcoin einfach nur kaufen und halten möchte, geht auf Nummer sicher. Diese Strategie ist zweifelsfrei die sicherste, da der Investor hierbei immer die volle Kontrolle über die eigenen BTC hat. Über das Konzept eines Bitcoin Sparplans kann jeder mit einer geringen Summe über die Zeit Vermögen aufbauen. Der Nachteil hierbei ist, dass kein wirklich passives Einkommen erzielt werden kann und das Geld bis zum Verkauf nicht arbeiten kann.

Wer tatsächlich mit Bitcoin ein passives Einkommen erzielen möchte, muss auf Drittanbieter setzen. Während hier die Notwendigkeit besteht, der zentralen Plattform zu vertrauen, erhält der Investor eine regelmäßige Rendite auf seine BTC. Die Dividende liegt hierbei deutlich höher als bei Tages- oder Festgeldkonten. Die Umsetzung selbst ist bei Anbietern wie Bitwala leicht. Dennoch sollte jedem bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um eine risikolose Anlage handelt.

Die letzte Möglichkeit besteht in der Nutzung von DeFi Protokollen. Investoren können hierbei enorm hohe Renditen einfahren. Parallel dazu schätzen wir das damit verbundene Risiko allerdings auch als am Höchsten ein. Die komplette Branche ist noch sehr jung und dementsprechend gibt es viele Sicherheitslücken, die zum Totalverlust deines Investments führen können.

Wie ist deine Einschätzung zu dem Thema mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen? – Bleibst du der klassischen HODL-Strategie treu oder sind die aufgezeigten Alternativen für dich eine interessante Ergänzung?

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[Bildquelle: Shutterstock]

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2 Kommentare

  • Paulson
    30. Juni , 10:14

    Ich vermisse im Artikel einen Hinweis auf die leider unklare Steuersituation beim Lending.
    Gebe ich meine coins ins lending oder staking, so verlängert sich die Haltefrist von einem auf 10 Jahre (so die -ungeklärte- Steuerlage).
    Der Vergleich von Lendingeinnahmen zu Steuerverlust bei Verkauf innerhalb der Haltefrist kann u.U. sehr ungünstig ausfallen.

    • Mirconomy
      1. Juli , 10:01

      Hallo Paulson,
      wir werden uns Thema Lending und auch der Versteuerung nochmal widmen. Wir haben dafür auch einen Partner mit renommierten Steurfachleuten, die sich auf das Thema Krypto spezialisiert haben. Guter und wichtiger Hinweis, danke dir!

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