Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist kein Fan von Bitcoin. Pünktlich zur Konferenz Bitcoin2021 in Miami bemerkt er, dass BTC ein Konkurrent zum US-Dollar sei und das schmeckt ihm natürlich überhaupt nicht. Trump fordert nun die US-Regulierungsbehörden auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Bitcoin-Markt zu überwachen.

Trump ist der festen Überzeugung, dass es sich bei Bitcoin um einen Betrug handeln muss. Das habe er zumindest auf dem Fox Business Network zum Besten gegeben. Sein kurzes Interview sorgte für einen ersten Abwärtstrend in der aktuellen Handelswoche.

Bitcoin „seems like a scam“

Für Trump ist die einzig wahre Weltwährung der US-Dollar – und das soll auch so bleiben. Während er die US-amerikanische Währung an die Weltspitze bringen will, fordert er mehr Regulation und Überwachung für Kryptowährungen wie BTC.

Ich denke, man sollte Bitcoin sehr sehr hoch regulieren.

Der ehemalige US-Präsident ist der Meinung, dass der USD stärker sei als je zuvor. Dazu geselle sich eine Zuverlässigkeit wie bei keinem anderen Zahlungsmittel. Der USD gelte als die dominanteste Währung der Welt und werde das auch immer bleiben.

Nach Trumps Kommentaren bei Fox Business Network fand ein Einbruch des Bitcoin-Wertes statt. In der Stunde nach dem Interview fiel der Preis um ca 1,3 %.

Trump hetzt nicht das erste Mal gegen Bitcoin

Es ist kein Geheimnis, dass der ehemalige US-Präsident kein Freund von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen ist. John Bolton, der ehemalige Nationale Sicherheitsberater der Trump-Regierung, sagte am Montag, dass Trump sich während seiner Präsidentschaft für ein Verbot von Kryptowährungen ausgesprochen habe. Das soll sogar vermehrt vorkommen sein.

Man darf nicht außer Acht lassen, dass die US-Regierung selbst zu den größten BTC-Holdern gehört – mit einer Gesamtanzahl von ungefähr 70.000 Bitcoin. Diese werden regelmäßig in öffentlichen Auktionen versteigert, zuletzt am 15. März 2021.

Das reicht uns noch nicht

Aber das ist noch lange nicht alles, was die USA den Nachrichtenagenturen zu bieten hat.

Das U.S. Department of Justice ist am Montag in der Lage gewesen, einen Großteil des Lösegeldes zurückzugewinnen, das nach einem Hackerangriff auf die IT des US-amerikanisches Pipeline-Netzes „Colonial Pipeline“ gezahlt wurde. Es sollen 63,7 Bitcoin sichergestellt worden sein, die zum Zeitpunkt des Eingriffs einen Wert von ungefähr 2,3 Mio. USD hatten.

Ein kurzer Rückblick: die Hackergruppe DarkSide hatte es geschafft, die IT des US-amerikanischen Pipeline-Netzwerkes Colonial Pipeline zu hacken. Der Hack verursachte einen tagelangen Shutdown, der zu einem Anstieg der Benzinpreise, Panikkäufen und lokalem Treibstoffmangel führte. Den Hackern wurde eine Summe von fast 5 Mio. USD gezahlt, um den Zugang wiederzuerlangen.

Eine eidesstattliche Erklärung besagte, dass das FBI im Besitz eines Private Keys war, um ein Bitcoin Wallet zu entsperren. Dieses Wallet habe einen Großteil des gezahlten Lösegeldes enthalten. Es war zunächst unklar, wie das FBI Zugriff auf den Private Key erhalten hatte.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Kurz nachdem die Beschlagnahmung der Bitcoin öffentlich wurde, kam es ich zu einem Einbruch des BTC-Preises. Da nicht deutlich gemacht wurde, wie die US-Behörde Zugang zu den Bitcoin erhalten habe, wurden Stimmen laut, dass das Wallet gehackt wurde.

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Ein Grund für viele Bitcoin-Halter ihre BTC zu verkaufen – vermutlich aus Angst, Inder Zukunft selbst Opfer eines Hacks zu werden.

Quelle: TradingView.com

In dem Fall kann Entwarnung gegeben werden. Die Bitcoin aus dem Hack befanden sich auf einem Cloud-Server in Nord Kalifornien und somit im Geltungsbereich des US-amerikanischen Gesetzes. Mit einem Subpoena hatte das FBI die Möglichkeit, die Kontrolle über den Server zu bekommen und die Bitcoin sicherzustellen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Bitcoin-Kurs bald von diesem fordernden Wochenstart erholen und den verlorenen Boden wieder gut machen kann.