Erst kürzlich hat der Internationale Währungsfonds (IWF) rechtliche und wirtschaftliche Bedenken bezüglich des neuen Bitcoin-Gesetzes in El Salvador geäußert. Eigentlich sollte dem Land ein Kredit im Wert von 1 Mrd. USD gewährt werden. Das Geld soll vor allen Dingen als Hilfe bei der Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen dienen.

Der US-amerikanische Publizist Max Keiser hat nun einen Vorschlag, wie sich El Salvador vom IWF lösen könnte. Letzte Woche hat der mittelamerikanische Staat El Salvador ein historisches Bitcoin-Gesetz verabschiedet. Es soll in 90 Tagen in Kraft treten. Händler sind dann dazu verpflichtet, Bitcoin als Zahlungsmittel für ihre Waren und Dienstleistungen zu akzeptieren.

El Salvadors Bitcoin-Move und der IWF

Am 10. Juni 2021 äußerte der Internationale Währungsfond (IWF), dass er wirtschaftliche und rechtliche Bedenken bezüglich des neuen Bitcoin-Gesetzes in El Salvador habe. Der mittelamerikanische Staat und der IWF befinden sich aktuell in Verhandlungen um Kredite im Wert von 1 Mrd. USD. Dieser Deal könnte nun ins Wanken geraten. Gerry Rice, ein Sprecher des IWFs, ließ verlauten, dass die Entwicklungen in El Salvador genauer verfolgt und geprüft werden.

Die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel wirft eine Reihe von makroökonomischen, finanziellen und rechtlichen Fragen auf, die eine sehr sorgfältige Analyse erfordern.

250 Mio. USD durch Mining-Hubs

El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat auch das Nutzen von geothermischer Energie zum Bitcoin-Mining angekündigt. Er sei daran interessiert, gemeinsam mit dem landeseigenen Unternehmen LaGeo Bitcoin-Mining-Hubs zu entwerfen.

Eine neue Quelle zur geothermischen Energiegewinnung könne, laut Bukele, etwa 95 MW an 100 % sauberer, emissionsfreier, geothermischer Energie liefern. Auf diese Ankündigung gab es mehrere Reaktionen. So merkte zum Beispiel George Kikvadze vom Global Blockchain Business Council an, dass man mit 95 MW in der Lage wäre, circa 600 BTC im Monat zu minen. Im Jahr wären das ungefähr 250 Mio. USD.

Lesetipp: Bitcoin On-Chain Analyse: Glassnode Report KW 24/2021

Vulkan-Anleihen zur Finanzierung

Der US-amerikanische Publizist Max Keiser hat vorgeschlagen, dass El Salvador „Bitcoin-Vulkan-Anleihen“ ausgibt, um sein geothermisches Bitcoin-Mining zu finanzieren. Die „Vulkan-Anleihen“ sollen durch zukünftige Mining-Einnahmen gesichert werden. Laut Keiser arbeiten schon zwei New Yorker Banken an den neuen Anleihen. Für El Salvador gäbe es so die Möglichkeit, die eigene Bilanz zu rekapitalisieren und IWF-Kredite zurückzuzahlen.

Max Keiser ist vor allem für seine kontroversen Aussagen zum Finanzsystem bekannt. In der Vergangenheit teilte er mehrfach die Annahme, dass Bitcoin sowohl den IWF, als auch die Zentralbanken zu Fall bringen werde. Zuletzt rief er seine Fans dazu auf, an seiner „F*CK ELON“ – Partytour teilzunehmen, die in Texas stattfinden soll.