Bitcoin für die größte Bank der USA – JPMorgan vergleicht BTC mit Gold

Bitcoin ist wieder in aller Munde. Nach den positiven Nachrichten der letzten Wochen, glauben mittlerweile immer mehr Investoren an den langfristigen Erfolg von Bitcoin. Dazu gehört auch mittlerweile die größte Bank der USA – JPMorgan Chase.

Die Bank hat sich am Freitag in einem Report von Nikolaos Panigirtzoglou, einem bekannten Analysten bei JPMorgan, sehr positiv in Bezug auf Bitcoin geäußert und die Kryptowährung mit Gold verglichen. Doch JPMorgan war nicht immer so positiv gegenüber BTC und anderen Kryptowährungen gestimmt. Wir schauen uns an was die Bank vor einigen Jahren von Bitcoin gehalten hat und aus welchem Grund sich nun die Einstellung drastisch geändert hat.

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Unternehmen investieren und integrieren Bitcoin

Der Hype um Bitcoin zieht wieder an. Nach den Meldungen der letzten Wochen gibt es gefühlt kein Halten mehr. Der Bitcoin Kurs ist infolge der positiven Nachrichten relativ stark gestiegen und steht aktuell an der 13.000 Marke, die es noch nachhaltig zu knacken gilt. Doch was ist überhaupt passiert?

Vor wenigen Wochen kam die erste große Ankündigung von dem börsennotierten Unternehmen MicroStrategy. Das Unternehmen seine Bargeldreserven in Bitcoin umgetauscht, um sich vor einer drohenden Inflation des US-Dollars in Sicherheit zu bringen. MicroStrategy hat umgerechnet 450 Millionen USD in BTC investiert.

Kurze Zeit danach hat das Unternehmen ein weiteres Investment in Bitcoin getätigt und damit wohl weitere Unternehmen angesteckt. Wenige Wochen danach folgte das börsennotierte Unternehmen Square, ein Zahlungsdienst von Jack Dorsey, CEO von Twitter. Square hat umgerechnet 50 Millionen USD in BTC investiert, was ca. 1% der eigenen Kapitalreserven entspricht.

Ein kleiner Schritt für PayPal, ein großer Schritt für Bitcoin

Wenige Tag später folgte das britische Unternehmen Mode, dass 10% seiner Kapitalreserven in Bitcoin gesichert hat. Doch an diesem Tag sollte eine weitere Meldung alle anderen in den Schatten stellen.

PayPal kündigte wenige Stunden später an, dass in wenigen Wochen der Kauf, Verkauf und die Verwahrung von Bitcoin und 3 weiteren Kryptowährungen auf der eigenen Plattform integriert sein wird. Diese Nachricht ist nicht nur wenige Minuten danach viral gegangen, sondern ist wohl eine der positivsten Entwicklungen der letzten Jahre.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich auch JPMorgan mehr als positiv in Bezug auf Bitcoin äußert. Langsam erkennen auch die letzten das enorme Potential der ersten Kryptowährung. Die PayPal Nachricht war wohl das fehlende Puzzleteil, um die nötige Legitimierung von BTC voranzutreiben.

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JPMorgans Lobeshymne an BTC

In dem Report von JPMorgan, der aktuell nur wenigen Insidern übermittelt wurde, heißt es:

Selbst eine bescheidene Verdrängung von Gold als „alternative“ Währung würde auf längere Sicht eine Verdoppelung oder Verdreifachung des Bitcoin Preises bedeuten.

In dem Bericht heißt es weiter, dass vor allem Millennials in Zukunft für eine starke Adoption von Bitcoin sorgen werden.

Das langfristige Aufwärtspotenzial für Bitcoin ist beträchtlich, da es als „alternative“ Währung unserer Meinung nach intensiver mit Gold konkurriert, da die Millennials im Laufe der Zeit zu einem wichtigeren Bestandteil des Anlegeruniversums werden würden.

Zudem hat JPMorgan BTC mit Gold in Bezug auf die Marktkapitalisierung verglichen. Dabei wurde bei der Berechnung auch Gold hinzugezogen, dass in Form von ETFs gehalten wird.

Nach den Berechnungen von JPMorgan, bräuchte Bitcoin einen zehnfachen Anstieg im Preis, um an die Marktkapitalisierung von Gold zu kommen. Dabei geht die Bank von einer Marktkapitalisierung bei Gold von 2,7 Billionen USD aus.

Wenn man aber andere Quellen hinzuzieht, dann liegt die Marktkapitalisierung von Gold bei umgerechnet 9 Billionen USD. Das wäre mehr als dreimal so viel wie die Schätzung von JPMorgan.

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JPMorgan sieht nicht nur die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel

Interessant ist hierbei auch, dass JPMorgan anscheinend auch die Funktion als Zahlungsmittel bei Bitcoin erkannt hat. Sie stellen in ihrem Report BTC über Gold, weil sich die erste Kryptowährungen in Zukunft auch als Zahlungsmittel durchsetzen könnte. Das würde Bitcoin einen noch höheren Wert verleihen.

Kryptowährungen haben nicht nur deshalb einen Wert, weil sie als Wertaufbewahrungsmittel dienen, sondern auch wegen ihres Nutzens als Zahlungsmittel.

Je mehr Wirtschaftsakteure in Zukunft Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren, desto höher ist ihr Nutzen und Wert.

JPMorgan ist aktuell von der Zukunft von Bitcoin überzeugt. Es ist anscheinend nur noch eine Frage der Zeit, bis auch weitere Investoren begreifen, welches Potential in dieser technischen Revolution letztendlich steckt. BTC ist der Wolf im Schafspelz und auf den ersten Blick für die meisten nicht zu erkennen.

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JPMorgan hat sich in der Vergangenheit extrem negativ geäußert

Dennoch war JPMorgan nicht immer so positiv in Bezug auf Bitcoin. In den letzten Jahren hat Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, so einige kontroverse Aussagen getätigt, die er mittlerweile bereut.

Dennoch wollen wir dir die Aussagen von ihm nicht vorenthalten. Das wird sicherlich den ein oder anderen an die Aussagen eines Freundes, eines Familienmitglieds oder eines Arbeitskollegen erinnern.

Bitcoin JPMorgan Jamie Dimon Kritik

  • 23. Januar 2014: „Bitcoin ist ein schreckliches Wertaufbewahrungsmittel“.
  • 5. November 2015: „Bitcoin wird nicht überleben“.
  • 20. Januar 2016: „Bitcoin wird nirgendwohin gehen“.
  • 12. September 2017: „Bitcoin ist Betrug“.
  • 12. Oktober 2017: „Ich werde nicht mehr über Bitcoin sprechen“.
  • 30. Oktober 2018: „Ich interessiert Bitcoin nicht“.

Es gibt noch weitere negative Aussagen von Jamie Dimon. Doch die genannten sollten bereits deutlich machen, wie die Einstellung gegenüber BTC im Unternehmen damals war.

Bitcoins Erfolg nur eine Frage der Zeit

Mittlerweile wissen wir, wie Menschen auf neue Technologien und Entwicklungen reagieren. Nicht nur das Auto, sondern auch weitere Erfindungen wie das Internet wurden von vielen intelligenten und hochrangigen Menschen anfangs belächelt.

So ähnlich verhält es sich auch mit Bitcoin. Viele sind nach wie vor skeptisch und können sich nicht vorstellen, dass sich ein rein digitales Gut irgendwann neben Gold positionieren könnte.

Mittlerweile sollte aber nun auch dem letzten Skeptiker klar geworden sein, dass Bitcoin keine kurzfristige Erscheinung ist und immer noch in seinen Kinderschuhen steckt.

Milliardenschwere Unternehmen investieren aktuell direkt in Bitcoin und integrieren das Zahlungsnetzwerk auf der eigenen Plattform, um Millionen von Nutzern den Zugang zu BTC und Co. bereitzustellen.

Der Zug kommt jetzt erst so langsam ins rollen. Langsam interessiert sich auch das „große Geld“ für Bitcoin, um sich vor möglichen Unsicherheiten in Bezug auf Fiatwährungen abzusichern.

Es führt kein Weg mehr an BTC vorbei. Es ist aktuell die einzige wahre Alternative, die nicht unter staatlicher Kontrolle steht und dennoch uns die reinste Form der digitalen Knappheit bereitstellt. Das ist der Kern jedes guten Wertaufbewahrungsmittels und Geldes.

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