Die private Investmentfirma des Milliardärs George Soros, Soros Fund Management, stieg laut Berichten in das Trading mit Bitcoin (BTC) ein. Dies soll Teil einer größeren Erkundungsstrategie in Sachen Krypto sein, da das Unternehmen zudem Übernahmen von Blockchain-Unternehmungen plane.

Wie dem Medium „The Street“ bekannt geworden ist, soll der Chief Investment Officer (CIO) des Investmentunternehmens von Milliardär George Soros, Dawn Fitzpatrick, das „grüne Licht“ für das Trading mit Bitcoin (BTC) gegeben haben. Diese Freigabe umfasse womöglich auch andere Kryptowährungen und sei schon eine Woche alt.

Quellen, die in der Sache anonym bleiben wollten, erzählten „The Street“, dass Soros Fund Management die Branche rundum Kryptowährungen erkunden wolle und dass dieser erste Schritt hin zu BTC und potenziell weiteren Kryptowährungen lediglich ein Teil einer größeren Strategie sei.

Soros Fund Management plant Einstieg ins Bitcoin-Trading

Laut den Quellen von „The Street“, die es vorzogen anonym zu bleiben, soll CIO Fitzpatrick auch bereits in Gesprächen mit „führenden Blockchain-Unternehmen“ sein und etwaige Übernahmen besprechen. Die Namen der Unternehmen wurden nicht genannt. Der Schritt in die Krypto-Branche wäre dabei nicht neu für George Soros Unternehmen. Denn Soros Fund Management war eines der Unternehmen hinter der 200 Millionen US-Dollar schweren Finanzierung von NYDIG, der Tochtergesellschaft von Stone Ridge Asset Management.

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Weitere namhafte Investoren waren zu dieser Zeit MassMutual, Morgan Stanley und Stone Ridge selbst. Der CEO von NYDIG, Robert Gutmann, wertete die Teilnahme dieser namhaften Unternehmen seinerzeit, als „Evidenz der steigenden Adoption von Bitcoin“.

Leider ist zum Zeitpunkt dieses Artikels nicht klar, wie Soros Fund Management plant in das Trading mit BTC und anderen Kryptowährungen einzusteigen. Und auch die Auswirkungen müssen nicht bullisch sein. Denn George Soros wurde u.a. bekannt für seine Short-Position im britischen Pfund in 1992, was der Bank of England seinerzeit stark zu schaffen machte. Dawn Fitzpatrick gilt aber als Befürworter von Bitcoin.

Hedgefonds Point72 sucht nach einem „Head of Crypto“

In anderer Angelegenheit sieht sich der 22 Milliarden US-Dollar schwere Hedgefonds „Point72“ nach einem „Head of Crypto“ um. Dies deutet auf einen bevorstehenden Einstieg in Krypto hin, was aber nicht zwangsläufig mit größeren Investitionen in Bitcoin und Co. einhergehen muss. Stattdessen könnte Point72 auch die Bitcoin Futures fokussieren, wie das beispielsweise bei Blackrock der Fall ist.

Die Suche nach einem „Head of Crypto“ kommt nicht überraschend. Point72 Gründer Steven Cohen gab jüngst in einem Interview an, dass er „vollständig in Krypto“ sei. Weiter führte er aus, dass „bezahlt werden müsse, um zu lernen“. Es „führe kein Weg daran vorbei“. Genaue Details zu den Plänen von Point72 mit Bitcoin und/oder anderen Kryptowährungen sind allerdings nicht bekannt.

Institutionen wollen weiterhin Bitcoin

Wie wir sehen können, sind die Meldungen über Soros Fund Management und Point72 in Bitcoin und Co. nicht sehr spekulativ behaftet. Andererseits zeigt sich, dass das institutionelle Interesse eben doch noch da ist, wenngleich geringer als noch 2020 und in Q1/2021. Doch das kann sich natürlich jederzeit ändern. Die gegenwärtige Narration rundum den US-Dollar lässt viele traditionelle Investoren allerdings weiter zögern.