Nach der Talfahrt im Bitcoin Kurs letzte Woche gibt es nun neue Entwicklungen, was das Mining angeht. Auf der einen Seite setzt China jetzt wohl die ersten selbst auferlegten Schritte um, was die strengere Handhabung der heimischen Miner angeht. Das Reich der Mitte begründet dies vor allem mit seinen Umweltzielen. Andererseits gibt es in den USA jetzt einen ernstzunehmenden Plan der CEOs von MicroStrategy und Tesla.

Aber eins nach dem anderen. China hatte letzte Woche (zum wiederholten Male) angekündigt, Bitcoin nicht als Zahlungsmittel zuzulassen und das Mining von Bitcoin strikt zu reglementieren. Das Wort „Verbot“ machte die Runde und schickte Bitcoin und damit fast alle anderen Coins gen Süden. Immerhin werden in China 65 % der globalen BTC Hashrate erzeugt.

China mit ersten Schritten für „grünes“ Bitcoin Mining

Passend dazu hatte kurz zuvor Elon Musk, seines Zeichens eigentlich Bitcoin-Enthusiast und CEO von Tesla, über die schlechte Umweltbilanz von Bitcoin gelästert. In den letzten Monaten zeigte er sich jedoch auch als starker Fürsprecher der Spaßwährung Dogecoin. Diese beiden Events, also einmal das „China-Mining-Verbot“ und der Einfluss und die Reichweite von einem der reichsten Menschen der Welt, kreierten so die Grundlage für den starken Dump.

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Die chinesische Regierung hat sich nun in der nördlichen Provinz Innere Mongolei an die Umsetzung ihrer strikten Vorgaben gemacht: In einem ersten Schritt widerruft Peking die Lizenzen für Mining-Farmen für Firmen aus dem Telekommunikations- und Internetsektor. Ebenfalls will die Regierung strengere Umweltauflagen für Datencenter und Kraftwerke durchsetzten, die Strom für die Mining-Farmen liefern.

Unklare Lage in China, Regulationen erst in einer Provinz

Bis jetzt ist diese neue Regelung in China in ihrer strikten Auslegung unerreicht. Es ist noch nicht bekannt, ob andere Provinzen in China dem Beispiel der Inneren Mongolei folgen werden. Wie weit der lange Arm von Peking reicht und wie ernst es den Minern an den Kragen geht, kann noch nicht abschließend bewertet werden.

Auch ist unklar, welche Behörden und Ministerien in China hinsichtlich der Regulation der Kryptomärkte und des Minings das letzte Wort haben.

Auf der anderen Seite der Weltkugel formt sich dagegen eine neue Initiative, die sich  Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit nun ganz groß auf die Fahnen schreiben will. Michael Saylor, CEO von MicroStrategy und Elon Musk haben eine virtuelle Konferenz mit Vertretern von 8 großen amerikanischen Mining-Firmen abgehalten. Darin besprachen sie vor allem das negative Image von Bitcoin aufgrund des hohen Stromverbrauchs.

Saylor + Musk + Mining-Firmen = nachhaltiger Bitcoin?

Das Ziel der beiden CEOs und der Mining-Firmen ist nun, mit einem neu geschaffenen „Bitcoin Mining Council“ transparent über den Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks zu informieren. Ebenfalls sollen so weltweit Mining-Firmen für einen umweltverträglichen und nachhaltigen Betrieb ihrer Miner überzeugt werden.

Das Ziel des Bitcoin Mining Council ist laut den Worten von Michael Saylor auch, das negative Image und „umweltschädliche“ Narrativ über Bitcoin zu bekämpfen. Elon Musk war es bei dem Meeting wohl besonders wichtig, eine Transparenz über den Stromverbrauch des Bitcoin Minings herzustellen. Michael Saylor sagte dazu:

Ich denke, der erste Schritt ist, dass wir den Stromverbauch mit einem geeigneten Protokoll veröffentlichen und somit der Welt zeigen können, dass wir zusammen an nachhaltigen Energiezielen arbeiten.

Somit zeigt sich: Zum Bitcoin Mining gibt es derzeit sehr unterschiedliche Entwicklungen, und die China FUD ist vielleicht doch nicht so ernst, wie letzte Woche angenommen. Die Einrichtung eines Bitcoin Mining Council mit Größen wie Saylor und Musk macht Hoffnung, auch für die umweltbewussten Kryptoheads. Kommt damit die Bullenstimmung wieder?