Bitcoin und die Flucht des Ex-Wirecard Vorstand Jan Marsalek

Der Wirecard Skandal entwickelt sich mittlerweile zu einem echten Agenten-Thriller. Der Ex-Vorstand Jan Marsalek soll laut Handelsblatt in Russland untergetaucht sein, nachdem er bereits in Weißrussland Zuflucht gesucht haben soll. Mit dabei eine beträchtliche Summe an Bitcoins. Hier ein Update zum Drama.

Bitcoin, Dubai, Russland und Wirecard

Der Wirecard Skandal zieht weiter seine Kreise und der Ex-Vorstand Jan Marsalek befindet sich weiterhin auf der Flucht. Das Handelsblatt deckte jüngst geheime Chats des Flüchtigen auf, in denen er auch von seinem „neuen Reichtum“ witzelte. Es soll sich hierbei um „erhebliche Summen an Bitcoins“ handeln, die er vorher aus dubiosen Wirecard Geschäften in Dubai zur Seite geschoben haben soll.

Ob er tatsächlich Geld entwendete und wie viel es ist, sei jedoch weiter unklar. Aber egal wie viel Geld er nun entwendet haben soll, er wird wohl an der fehlenden Wirecard Bilanzsumme von 1,9 Mrd. EUR gemessen werden. Ein gefährliches Spiel.

Nun die Flucht über Weißrussland nach Russland:

Der wegen Bilanzbetrugs gesuchte Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek hat sich offenbar nach Russland abgesetzt. Der seit Wochen untergetauchte Manager soll auf einem Anwesen westlich von Moskau unter Aufsicht des russischen Militärgeheimdienstes GRU untergebracht sein.

Ex-Wirecard Vorstand Marsalek und der russische Geheimdienst

Die Geschichte rund um den Ex-Wirecard Vorstand könnte noch viel wilder und pikanter sein als gedacht. In dem Bericht vom Handelsblatt wird aufgedeckt, dass der bekennende Bitcoin & Krypto Enthusiast etliche Reisen nach Libyen, Tschetschenien und Russland unternommen haben soll. Mutmasslich in enger Kooperation mit dem russischen Geheimdienst GRU:

Marsalek hat sich in Gesprächen und Chats oft zum Geheimagenten stilisiert und muss bei von ihm angegebenen Besuchen im syrischen Palmyra sowie Investments in Libyen eng mit dem GRU kooperiert haben. Allein bei seinen häufigen Reisen nach Russland hat der 40-Jährige sechs Pässe genutzt.

Dabei liest sich Marsaleks „Reisetagebuch“ wie das eines Geheimagenten:

„Er hat in den letzten zehn Jahren über 60 Reisen in das Land (Russland) unternommen“, schreiben die Rechercheure von Bellingcat. „Seine Einwanderungsakte ist 597 Seiten lang. Das ist weit mehr als bei jedem Ausländer, dem wir in den fünf Jahren solcher Untersuchungen begegnet sind.“

Pikant ist unter anderem, dass ihm nun ausgerechnet Bitcoin geholfen haben soll, seine illegal erworbenen Vermögenswerte zu transferieren. Russland ist bekanntermaßen kein großer Fan der Kryptowährung und der Möglichkeit, Geld einfach und ohne Restriktionen zwischen Landesgrenzen zu verschieben.

Spurlos ist er allerdings genauso wenig verschwunden, wie seine Bitcoins, denn die Transaktionen sind öffentlich auf der Blockchain einsehbar. Er wäre nicht der erste, der auf Grund seiner BTC Transaktionen von den Behörden gefasst wird.

Sollten sich also Spuren zu einer seiner Wallets finden lassen, könnte es eng für den Ex-Wirecard Vorstand werden. Vielleicht wissen wir dann auch was mit den 1,9 Mrd. EUR passiert sein könnte. Eine spannende Jagd in einem der größten DAX-Skandale aller Zeiten.

Du willst wissen wie Bitcoin funktioniert und welche Mythen sich um die Kryptowährung ranken? Dann lies unseren „Was ist Bitcoin“ Wissensartikel und lerne alles über die Nummer 1 der Krypto-Welt.

[Bildquelle: Shutterstock]

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