Bitcoin unter Beschuss: US-Senatorin Warren schießt gegen BTC

Die im Präsidentschaftswahlkampf bekannt gewordene Senatorin Elizabeth Warren hat sich gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen ausgesprochen. Während einer Senatsanhörung zum Thema digitaler US-Dollar (CBDC) attackierte sie Bitcoin und Dogecoin. Besonderen Fokus legte sie bei ihrer Kritik auf das altbekannte Umweltthema sowie die dezentralen Eigenschaften des Bitcoins.

In diesem Artikel soll die Kritik von der im politischen Spektrum weit links stehenden Senatorin analysiert werden. Die Senatorin beschreibt zwar durchaus zu kritisierende Punkte, verkennt dabei jedoch völlig die positiven Eigenschaften und Möglichkeiten durch Bitcoin und Co. Deshalb möchte ich auf die einzelnen Punkte eingehen und die Kritik bestmöglich ausräumen.

Die Senatorin äußerte mehrere Kritikpunkte. Ein Hauptpunkt der Kritik war die fehlende staatliche Kontrolle und Regulation über eine dezentrale Währung, wie Bitcoin sie darstellt. Wörtlich sagte Warren dazu:

Legitimiertes digitales staatliches Geld könnte das erfundene private digitale Geld ersetzen.

Wenn man sich dieses Zitat aufmerksam durchliest, wird schnell erkannt, auf welchem Wort wohl besondere Betonung liegt. Richtig, auf „staatlich“!

Staatliche Kontrolle bei Bitcoin nicht vorhanden – und das ist auch gut so

Die fehlende US-Kontrolle über den Bitcoin ist ein Punkt, der immer wieder besonders kritisiert wird. Verständlicherweise wollen Politiker die Macht über die Ausgabe und das Drucken von Geld selber behalten. BTC als älteste Kryptowährung der Welt ist dezentral organisiert. Damit kann jeder BTC nutzen und neuen Bitcoins minen.

Dies rüttelt natürlich am traditionellen Finanzsystem, was die USA seit gut 150 Jahren nach ihrem Willen lenken und beherrschen können.

Die US-Senatorin sprach sich im gleichen Zug für die weitere Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) aus. Diese würde im besten Falle natürlich von der US-amerikanischen Politik stark beeinflusst sein und würde so geopolitisch den USA weiter nützen. Eine zentrale Behörde oder Institution, die Macht und Einfluss auf BTC hat, fehlt. Gerade deshalb ist Bitcoin so wertvoll.

Bitcoin und Anonymität

Ein weiterer Kritikpunkt der Senatorin: Bitcoin und andere Kryptowährungen seien eine Möglichkeit, kriminelle Geschäfte abzuwickeln und anonym Gelder fließen zu lassen. Bitcoin wird seit dem Anfang seiner Existenz immer wieder mit diesem Vorwurf konfrontiert. Nur Dark-Net Händler und sonstige Kriminelle würden Bitcoin nutzen.

Aus dieser Schmuddelecke ist BTC zum Glück schon länger raus, allerdings ist die Information wohl noch nicht bei allen angekommen. Wörtlich sagte Elizabeth Warren:

Jeder Hack der erfolgreich verläuft und das Lösegeld mit einer Kryptowährung bezahlt wird, ist eine weitere Werbung für Hacker, noch mehr solcher Attacken zu versuchen.

Mit diesem Kommentar zielte sie besonders auf die Cyberattacken auf die Colonial Pipeline sowie den Fleischproduzent JBS ab. Bei beiden Attacken legten Hacker die Netzwerke der Unternehmen lahm und hinderten sie so am weiteren Handel und Betrieb ihrer Anlagen. In beiden Fällen ist wohl Lösegeld per Bitcoin geflossen, damit die Hacker die Attacke beenden.

Natürlich könnte dieses Argument gegen Bitcoin ausgelegt werden, aber Achtung: Die Senatorin lässt dabei völlig außer Acht, dass digitale Währungen wie der Bitcoin meistens an großen Krypto Börsen gehandelt werden, die bei der Anmeldung eine Identifikation der Nutzer mit einem Ausweisdokument erfordern (KYC). Diese Börsen kommunizieren dabei natürlich meistens mit den Finanzämtern der jeweiligen Staaten. Somit kann nachverfolgt werden, wer wann wie viel Bitcoin gekauft und verkauft hat.

Ebenfalls ist das Konzept von Bitcoin, was auf einer Blockchain fußt, eigentlich das genaue Gegenteil von Anonymität. Auf der Blockchain wird jede Transaktion, die jemals in dem Netzwerk getätigt wird, festgehalten und für die Ewigkeit gespeichert. Die Finanzbehörden oder Sicherheitsorgane müssen also „nur“ noch herausfinden, wer welches Wallet besitzt und die Anonymität ist dahin.

Kritik an Dogecoin berechtigt aber unnötig

In einem weiteren Punkt ging die Senatorin auf den Dogecoin ein. Der Memecoin mit dem netten Hund hatte in den letzten Monaten ein astronomisches Wachstum. Sie kritisierte dies und sagte, dass damit deutlich werde, dass Dogecoin kein stabiles Investment sei. Natürlich, Frau Warren, da haben Sie recht. Es hat auch nie jemand mit klarem Kopf etwas anderes behauptet. Wer sein komplettes Erspartes in eine Spaßwährung steckt, die ein Hund als Logo hat und sonst keinen weiteren Nutzen, dem ist auch sonst nicht mehr zu helfen.

Umweltbilanz und Stromverbrauch

Ein letzter, altbekannter Kritikpunkt kam natürlich auch noch: Die Umweltbilanz von Bitcoin. Ja, der Bitcoin beziehungsweise das Mining des Coins kostet Strom, viel Strom. Und ja, das wird er auch weiterhin, denn das zugrunde liegende Proof-of-Work Verfahren braucht einfach viel Strom. Hier hört aber meine Zustimmung zur Kritik auf. Das internationale Bankensystem und das Abbauen und Lagern von Gold kostet extrem viel mehr Strom.

Aber nicht nur das: Der Bitcoin erhält gerade seinen Wert in besonderer Weise über den Stromverbrauch. Das Proof-of-Work Verfahren nutzt die weltweit verteilten Miner und gleicht die Guthaben und Überweisungen aller Wallets andauernd miteinander ab. Dadurch ist das Netzwerk extrem sicher vor einem Cyberangriff und wurde bis heute (und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft) noch nie erfolgreich gehackt.

Dazu haben sowohl China als auch Elon Musk (Danke, Elon!) durch ihre Ankündigungen letzten Monat das Umweltthema noch mehr auf die Agenda gesetzt. Mining Farmen in China sollen in Zukunft grünen Strom benutzen und der Mining Council soll in den USA alles dafür tun, damit BTC mit nachhaltigem Strom betrieben wird.

Somit sind die Kritikpunkte von der US-Senatorin meiner Meinung nach etwas fehl am Platz. Bitcoin ist aus den genannten Gründen die Lösung für viele Probleme und Schwachstellen des derzeitigen Finanzsystems! Wer wissen will, wie die Aussichten von Bitcoin in nächster Zeit aussehen, lege ich diesen Artikel ans Herzen:

Lesetipp: Bitcoin On-Chain Analyse: Glassnode Report KW 23/2021

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