Bitcoin zu billig? – 5 Gründe, warum BTC aktuell unterbewertet ist

Wo bleibt der Halving Effekt und die Aussicht auf ein neues Allzeithoch bei BTC? Viele fragen sich, wann der Bitcoin Kurs endlich wieder die 10.000 USD übersteigt. Wir haben uns 5 Gründe angeschaut, die aktuell für Bitcoin sprechen. Viel Spaß beim Lesen!

Grund #1: Bewertung von Bitcoin nach Stock-to-Flow Modell

Das Stock-to-Flow Modell von PlanB ist wohl eines der bekanntesten Bewertungsmethoden zur Preisvorhersage von Bitcoin. Dabei wird die aktuell verfügbare Menge eines Vermögenswertes wie z.B. Gold oder Bitcoin mit der jährlichen Produktionsmenge ins Verhältnis gesetzt.

Bei Bitcoin müsste man 18.397.362 im Umlauf befindende BTC durch 328.500 neuproduzierte BTC pro Jahr teilen.

18.397.362 / 328.500 = 56 (Härtegrad von BTC)

Damit liegt der Härtegrad von Bitcoin nur 2 Punkte unter dem von Gold. Laut einer Studie der Bayrischen Landesbank, hat Gold derzeit einen S2F-Wert von 58. Durch das erst kürzlich stattgefunden Halving und die damit einhergehende Produktionsverknappung, ist der S2F-Wert von Bitcoin extrem gestiegen. Außerdem hat die BayernLB ausgerechnet, dass mit dem neuen S2F-Wert ein durchschnittlicher Bitcoin Preis von ca. 90.000 US-Dollar realistisch sein könnte.

Der rote Punkt und der nächste Bullrun

Letzte Woche ist außerdem der erste rote Preispunkt im Langzeitgraph des Stock-to-Flow Modells erschienen. Unterdessen hat es Bitcoin mit dem Stock-to-Flow Modell sogar in das große Finanzmagazin Forbes geschafft.

Rote Punkte erscheinen immer ca. 50-40 Monate nach dem Halving. Die Position auf der y-Achse zeigt den BTC Preis und die Farben der Punkte kennzeichnen die verbleibende Zeit bis zum nächsten Halving. In der folgenden Darstellung ist außerdem zu sehen, das die letzten zwei Allzeithochs von Bitcoin ca. 12-18 Monate nach dem jeweiligen Halving kamen.

Bitcoin Stock-to-Flow Model

Beim letzten Halving im Jahr 2016 stieg der Bitcoin Preis in den ersten 9 Monaten nach der Blockreward-Halbierung erst langsam und dann immer schneller. Der Sprung von 10.000 Dollar auf 16.000 Dollar schaffte er dann in nur 7 Tagen und das neue All-Time-High von 10.000 Dollar auf 20.000 Dollar in nur 17 Tagen. Hier muss man klar von einer Blasenbildung sprechen, was die perfekte Überleitung zum nächsten Grund bietet.

Grund #2: Bitcoin ist eine Blase: Nach Angst kommt Gier

„Bitcoin ist eine Blase.“ Diese Aussage haben die meisten schon mal gehört und diese zu verneinen wäre falsch. Allerdings ist Bitcoin an sich natürlich keine Blase, dennoch unterliegt die Preisbildung von BTC einem sehr blasentypischen auf und ab. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Bull-Runs, die in der Vergangenheit alle 4 Jahre stattfanden. Dabei bietet BTC durch die regelmäßigen Halvings die perfekten Voraussetzung für eine Blasenbildung.

Bitcoin ist nur dem Angebot und der Nachfrage des internationalen Marktes unterworfen. Bitcoin Exchanges handeln 24/7 ununterbrochen, egal ob der Preis um 50% einstürzt oder Tag der deutschen Einheit gefeiert wird. Außerdem verhält sich der BTC Preis sehr sensibel gegenüber News z.B. bezüglich eines Börsenhacks oder Bitcoin Verbote.

Geld ist eine gemeinschaftliche und kulturelle Halluzination
– Andreas Antonopoulos

Durch die Freiheit von Bitcoin und die psychologischen Eigenheiten des Menschen, wird es wohl zu weiteren Blasenbildung kommen und die hohe Volatilität wird im Laufe der Zeit abnehmen.

Der Preis von BTC ist der Angst und Gier der Investoren ausgesetzt und Finanzinstrumente wie Hebel und Derivate verstärken diesen Effekt zusätzlich. Das Potenzial für eine erneute Blasenbildung ist also sehr hoch, und damit ein weiterer Grund für eine mögliche aktuelle Unterbewertung von BTC.

Doch all dies ist kein Grund zur Panik sondern liegt in der Natur der Sache. Wenn man diese Informationen hat oder mal einen großen Preisverfall oder Anstieg miterlebt hat, kann man sich zurücklehnen und die Achterbahnfahrt „genießen“.

Grund #3: Bitcoin Wallets zu 89% im profitablem Bereich

Es ist erstaunlich, denn obwohl viele Investoren beim Einstieg in den Krypto-Markt Verluste verzeichnen, sind aktuell 89% der im Umlauf befindlichen Bitcoins profitabel. Das bedeutet, dass sie zu einem niedrigeren Preis gekauft wurden als zum aktuellen Kurs.

Da die Bitcoin Blockchain komplett transparent ist, lassen sich hier eindeutige Rückschlüsse aus den Daten ziehen. Die Datenspezialisten von GlassNode fanden heraus, dass ein neuer signifikanter Preisanstieg bevorsteht, wenn der Prozentsatz von Wallets im grünen Bereich über 90% steigt. Also ein weiterer Grund, dass BTC derzeit noch Luft nach oben haben könnte.

Den kompletten Artikel über den GlassNode Bericht findest du hier.

Grund #4: Institutionelle Investoren sind auf dem Vormarsch

Obwohl Goldman Sachs seinen Kunden von einem Investment abgeraten hat, gibt es genug andere große institutionelle Investoren, die sich immer mehr für Bitcoin interessieren.

Das Investment Unternehmen Grayscale hat beispielsweise satte 31.078 BTC im Mai gekauft. Das sind fast 86% der im ganzen Mai produzierten BTCs. Es gibt viele Berichte und Spekulationen, dass auch andere Großinvestoren wie JP Morgan anfangen BTC zu kaufen, dies jedoch nicht öffentlich zugeben.

Die Unabhängigkeit und technische Raffinesse von Bitcoin überzeugt wohl mittlerweile auch die größten Skeptiker. Zumal die Banken es relativ schwer haben werden, mit Bitcoin ein weiteres profitables Geschäftsmodell aufzubauen, weil BTC komplett ohne Banken existieren kann.

Wenn die großen Player vermehrt anfangen BTC zu kaufen, wird das Angebot noch knapper als es ohnehin schon ist und der Preis könnte früher oder später dadurch steigen. Auch hier scheint also hinsichtlich des steigenden Interesses der institutionelle Investoren eine Unterbewertung bei BTC vorzuliegen.

Robert Kiyosaki, bekannter Investor und Author von Rich Dad, Poor Dad ist auch von Bitcoin überzeugt:

[…] I love gold, silver & Bitcoin more as prices drop.

Grund #5: Der Bedarf für freies Geld steigt immer weiter

Weltweit gibt es totalitäre und diktatorische Regierungen, die ihr Volk unterdrücken. Ein wichtiges Kontrollmittel ist dabei das Geld, welches durch Zentralbanken ausgegeben und gesteuert wird. Solche Zentralbanken sind meistens direkt oder indirekt unter der Kontrolle der herrschenden Klasse, die nicht möchte, dass sich etwas an der für sie vorteilhaften Situation ändert.

Des Weiteren haben einige Länder wie Venezuela oder Iran mit extremer Inflation zu kämpfen. Das Volk bezahlt dafür meistens den Preis und die Machthaber können je nach Bedarf neues Geld drucken oder anderweitig Einfluss nehmen.

Bitcoin ist für alle diese Menschen eine gute Möglichkeit aus dem System der Geldentwertung und Unterdrückung auszusteigen. Die Idee von Bitcoin verbreitet sich mit jedem Tag weiter und dort wird der Bedarf in Zukunft nicht sinken, sondern eher steigen. Auch unter diesen Aspekten scheint der BTC Preis noch unterbewertet.

Auch die Proteste in den USA haben das Thema „Bitcoin als friedlichen Protest“ wieder aktueller denn je gemacht. Einen ausführlich Artikel dazu findest du hier.

Sorglos in Bitcoin investieren

Rasante Kurssprünge von 5-10% sind bei Bitcoin nicht unüblich, deswegen ist es umso schwieriger den richtigen Zeitpunkt zum Kauf zu finden. Ein einfacher und bewährter Weg für das sorglose Investment in Bitcoin ist die Dollar-Cost-Averaging (DCA) Strategie. Dabei legt man einen monatlichen oder wöchentlichen Betrag in Euro fest, für den man jeden Monat BTC kaufen möchte – ohne Emotionen, ohne Stress.

Sicherlich gibt es auch andere erfolgreiche Strategien, aber sie Kosten Zeit und Nerven. Genauso wie die 5 Gründe muss eine Strategie nicht zwingend zum Erfolg führen. Investments sind auch immer eine Frage von Wahrscheinlichkeiten, die Chancen für Bitcoin sind da, doch ob das Experiment BTC tatsächlich aufgeht, steht noch in den Sternen.

Wer jedoch langfristig denkt, sollte auch entsprechend handeln. Wir bleiben dran und wünschen euch einen erfolgreichen Start in die Woche!

WICHTIG: Der Artikel ist nicht als Anlageberatung zu verstehen. Auch wenn einige Daten mittel- bis langfristig gut aussehen für Bitcoin, muss dies nicht zwingend einen baldigen Preisanstieg nach sich ziehen. Investiert immer mit Bedacht und macht euch ein eigenes Bild zu den Zahlen und Statistiken!

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[Bildquelle: Shutterstock, PlanB]

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