Der Investmentbankengigant Goldman Sachs macht einen erneuten Abstecher in die Bitcoin Futures. Der sog. Cryptocurrency Trading Desk wird schon bald Bitcoin Futures und andere Produkte im Auftrag der Kundschaft verwalten. Goldman Sachs zählt mit einer Bewertung von ca. 119 Mrd. USD zu den größten Investmentbanken der Welt.

Steigende Preise bei Bitcoin (BTC) lassen scheinbar auch Investmentbankengiganten wie Goldman Sachs nicht kalt. Laut mehreren Berichten soll die Investmentbank mit Hauptsitz in den USA schon bald Bitcoin Futures und andere Produkte für ihre Kunden verwalten. Ein Neustart also für den sog. Cryptocurrency Trading Desk.

Der Cryptocurrency Trading Desk ist eine Abteilung innerhalb der Global Trading Division der Investmentbank und wurde zum ersten Mal im Jahr 2018 ins Leben gerufen. Damals befand sich BTC allerdings im Bärenmarkt und das Interesse von Investoren am „digitalen Gold“ hätte kaum geringer sein können.

Goldman Sachs hofft auf einen besseren Start in 2021

Diesmal könnte allerdings ein besserer Start für den Cryptocurrency Trading Desk bei Goldman Sachs sein. Denn Bitcoin und andere Kryptowährungen befinden sich in einer stark bullischem Marktphase, verglichen mit dem „Krypto-Winter“ im Jahr 2018. Zum Zeitpunkt dieses Artikels wurde BTC bei 48.436 USD laut Binance gehandelt.

Quelle: Tradingview

Damit scheint sich die größte Kryptowährung der Welt von einer Korrektur auf zeitweise 43.000 USD zu erholen. Diese Gegenbewegung wurde nach Erreichen des aktuellen Allzeithochs bei 58.352 USD eingeleitet. Jüngste On-Chain Daten legten allerdings neben charttechnischen Signalen nahe, dass diese Korrektur nun ein Ende gefunden haben könnte.

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Bitcoin immer noch heiß begehrt bei institutionellen Investoren

Goldman Sachs will also erneut in die Handelswelt der Krypto-Derivate einsteigen. Ein steigender Bitcoin Kurs, zusammen mit starkem Open Interest in den Bitcoin Futures, spielte bei einer solchen Entscheidung gewiss eine Rolle. Aber eben auch das starke Interesse an Bitcoin und anderen Kryptowährungen durch institutionelle Investoren.

Jüngste Investitionen in Bitcoin kamen beispielsweise von Tesla, MicroStrategy und Square. Unternehmen wie Amazon und Uber planen derweilen Zahlungsmöglichkeiten via Kryptowährungen. Zeitgleich werden Finanzprodukte basierend auf Bitcoin und Co. immer beliebter. Beispiele wären hier die Finanzprodukte von Grayscale Investments.

Goldman Sachs möchte auch die Möglichkeit eines eigenen Bitcoin ETF erkunden. Die Investmentbank scheint es also in der Tat auf „Smart Money“ abgesehen zu haben. Doch die große Welle an Instituten und Unternehmen, welche in Bitcoin investieren, blieb bisweilen aus. Und das trotz Vorreitern voller Hingabe und virtuellen Konferenzen.

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Schlusswort: Bullisch für BTC

Das Jahr 2021 ist noch jung. Und der Bullenmarkt bei Bitcoin wird noch bis mindestens Ende dieses Jahres erwartet. Im Verlauf von mindestens 10 Monaten kann also noch viel geschehen. Die jüngste Volatilität im Bitcoin Kurs allerdings schreckte laut Umfrageergebnissen von Forschungsinstituten wieder interessierte Investoren ab.

Doch mit mehr und mehr institutionellen Mitspielern im Markt wird diese Volatilität allmählich nachlassen. Das wissen natürlich auch die Experten bei Goldman Sachs. Und deswegen ist die Wiederinbetriebnahme des Cryptocurrency Trading Desk eine positive Nachricht, welche die ohnehin schon positiven Fundamentaldaten von Bitcoin weiter stärkt.