Es scheint fast so, als würden nicht nur wir Privatanleger auf günstigere Preise im aktuellen BTC Bullenmarkt hoffen. Guggenheim-Partner Scott Minerd prognostizierte 400.000 USD für Bitcoin, während er nun zur Gewinnmitnahme auffordert. Eine Notiz an die US-Börsenaufsicht SEC wirft dabei ein neues Licht auf dieses Verhalten.

Während institutionelle Investoren (auch Smart Money genannt) beim Anstieg im Bitcoin Kurs als tragende Impulsgeber gelten, scheinen einige der großen Mitspieler im Markt nun aber auch die Korrektur steuern zu wollen. Guggenheim-Partner Scott Minerd jedenfalls ruft zur Gewinnmitnahme auf.

Eine Notiz durch Guggenheim an die US-Börsenaufsicht SEC lässt diese Forderungen nun in einem neuen Licht dastehen. Versucht Smart Money hier günstigere Preise bei Bitcoin (BTC) zu erzeugen, um eigene Einstiege so lukrativ wie möglich zu machen?

Scott Minerd macht 180-Grad-Wendung in Bezug auf Prognosen zum Bitcoin Kurs

Die kurze Antwort auf die obige Frage lautet: Ja. Jeder Investor sucht die bestmögliche Positionierung vor dem Bullenmarkt. Da Guggenheim aber vor dem Bullenmarkt noch nicht am Bitcoin Kurs partizipiert hat, müssen jetzt wohl andere Lösungen her, ehe womöglich viele weitere Millionen US-Dollar investiert würden.

Der parabolische Anstieg von Bitcoin ist nicht haltbar auf kurze Sicht. Anfällig für Korrekturen. Das technische Preisziel von 35.000 USD wurde übertroffen. Zeit ein wenig Geld rauszunehmen.

Die obigen Worte stammen von Guggenheim-Partner Scott Minerd. Er prognostizierte noch am 16. Dezember 2020 bis zu 400.000 USD pro BTC. Der jetzige Aufruf zur Gewinnmitnahme steht dabei im Lichte einer Notiz an die US-Börsenaufsicht SEC über eine wahrscheinliche Investition in Höhe von 500 Mio. USD in den GBTC von Grayscale Investments.

Versucht Guggenheim hier günstige Bitcoin Einstiegspreise herbeizuführen?

Wie der Ökonom und Trader Alex Krüger (@krugermacro) auf Twitter veröffentlichte, prognostizierte Scott Minerd noch am 16. Dezember 2020 einen Bitcoin Kurs von bis zu 400.000 USD. Gleichzeitig gibt es eine Notiz an die SEC von Guggenheim über eine Investition von 500 Mio. USD in GBTC gegen Ende Januar 2021.

[…] Klingt für mich als wolle [Scott Minerd] mehr Dump sehen, damit seine Firma den Dip kaufen kann. […] Die Notiz von Guggenheim an die SEC über eine Investition in BTC über GBTC würde am 31. Januar 2021 aktiv. Minerd will wohl 500 Mio. USD investieren und ruft jetzt zum Dump auf, damit der Preis nicht noch höher läuft.

In der Tat existiert eine entsprechende Notiz an die US-Börsenaufsicht SEC. Guggenheim plant demnach eine 500 Mio. USD schwere Investition in Bitcoin über den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC). Und wer würde bei solchen Summen keine günstigen Einstiegspreise wollen? Smart Money jedenfalls ist für solcherlei Spielchen – leider – bekannt.

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Schlusswort: Ein Versuch die Preise zu drücken

Fakt ist, dass smarte Investoren sich bereits vor einem Bullenmarkt in Position bringen. Guggenheim verpasste diese Chance und scheint jetzt im wahrsten Sinne des Wortes Angst zu haben, etwas zu verpassen. Deswegen wären günstigere Einstiegspreise durchaus Willkommen.

Der tatsächliche Einfluss auf den Bitcoin Kurs muss sich dabei aber erst zeigen. Auch andere institutionelle Investoren sind im Markt und kennen solche Taktiken schon zur Genüge aus den traditionellen Finanzmärkten. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch!