Während die Kryptomärkte bereits seit Monaten einem insgesamt bullischen Trend folgen, schienen die jüngsten Korrekturen bei Bitcoin, Ethereum, Stellar und weiteren Kryptowährungen so manchen Analysten Kopfschmerzen zu bereiten. Sehen wir bald schon (wieder) neue Allzeithochs oder baut sich etwa zunehmend bärischer Druck auf?

Die laufende 10. Kalenderwoche 2021 scheint bisweilen durchwachsen. Zwar sehen wir Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und andere Kryptowährungen scheinbar die Konsolidierung beenden, allerdings scheint ein Wiederanstieg auf Verkaufsdruck zu treffen.

Stellar (XLM) hat derweilen nicht denselben Luxus wie die beiden größten Kryptowährungen der Welt. Denn der Preis scheiterte nun schon einige Male an der Widerstandszone bei 0,438 USDT, was Analysten auf tiefere Preise schielen lässt.

Fundamentale Daten bei Bitcoin wachsen mit bullischen Impulsen weiter an

Der Bitcoin Kurs brach am 07. und 08. März 2021 über eine fallende Widerstandslinie und die Widerstandszone bei ca. 51.550 USD aus. Ein positives Signal also und ein scheinbares Ende der Konsolidierung. Doch das Volumen im Tageschart sieht bisweilen noch verhalten aus beim Wiederanstieg zum aktuellen Allzeithoch bei 58.352 USD.

Quelle: Tradingview

Zudem schwebt die Geschichte der schwachen Märzmonate über dem Bitcoin Kurs. Dabei gibt es keinerlei Beleg dafür, dass dieser März wieder ein schwacher Monat werden muss. Zwischen 45.000 und 46.500 USD kauften zuletzt institutionelle Investoren weiter fleißig ein. Selbst aus Asien sahen wir zuletzt Investitionen in BTC.

Zeitgleich erwähnt JPMorgan zum ersten Mal Bitcoin im offiziellen Schriftverkehr mit der US-Börsenaufsicht SEC. Das deutsche Bankenhaus Donner & Reuschel möchte offenbar auch „Bitcoin Services“ anbieten. Es geht also so Einiges auf der fundamentalen Seite. Doch wie das mit fundamentalen Daten oft so ist: Sie spielen nicht immer sofort am Markt aus.

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Schielen die Bullen in Ethereum etwa auf ein neues Allzeithoch?

Der Ethereum Kurs sieht im Großen und Ganzen dem Bitcoin Kurs sehr ähnlich. Das bedeutet auch, dass die Korrelation mit BTC nach wie vor sehr stark ist. Dementsprechend sehen die Signale auf den Preischarts ebenfalls sehr ähnlich aus. Ausbruch über fallende Widerstandslinie und tägliche Widerstandszone, Volumen verhalten.

Quelle: Tradingview

Die tägliche Widerstandszone bei 1.740 USD ist bisweilen noch nicht abschließend als erneute Unterstützungszone bestätigt. Deswegen sehen Analysten hier Anfälligkeiten für einsetzenden Verkaufsdruck.

Quelle: IntoTheBlock

On-Chain Daten wollen dieser Sorge jedoch nicht so ganz zustimmen. Denn wie wir auf der obigen Darstellung erkennen können, stehen im Ethereum Kurs nur noch kleinere, womögliche Widerstände einem neuen Allzeithoch entgegen. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine solche Preiszone nicht doch zur zeitweisen Preisumkehr führen könnte.

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Der Griff nach den Sternen könnte sich bei Stellar noch verzögern

Bei Stellar (XLM) sieht die Situation schon ein wenig anders aus. Der Preisverlauf ist seitwärts gerichtet und eine Preisspanne zwischen 0,38 und 0,438 USD konnte bisher nicht verlassen werden. Vor allem das mehrmalige Scheitern an der Widerstandszone bei 0,438 USD bereitet Analysten dabei Kopfschmerzen.

Quelle: Tradingview

Zugegeben: XLM wirkt hier ein wenig lustlos. Nichtsdestotrotz sehen die Signale insgesamt eher danach aus, als würde der Markt eine größere Bewegung vorbereiten. Und wenngleich ein erneuter Test bei tieferen Preisen zunächst eintreten könnte, ein letztendlich bullischer Ausbruch scheint aufgrund der Gesamtmarktlage einfach wahrscheinlicher.

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Schlusswort

Ob wir schon bald wieder neue Allzeithochs bei Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen bestaunen dürfen bleibt offen. Zuletzt schien der Wille zur Gewinnmitnahme deutlich größer, als der Wille die Preise noch höher zu treiben. Aber das ist völlig in Ordnung in stark bullischen Marktphasen. Denn so kommt der nächste Aufschwung zustande.