Die Panik geht um im Bitcoin Kurs und wir sehen es an den roten Kerzen, die den Preis von BTC mittlerweile auf unter 40.000 USD drückten. Mit einer Korrektur von rund 40 % und einigen Unsicherheitsfaktoren auf der Makroebene, werden nun sogar schon die Schreie nach dem Bärenmarkt laut. Der Ethereum Kurs steckt in seiner eigenen Korrektur mit ganz eigenen Signalen für die Zukunft.

Wer die Märkte im Überblick hat, der erlebt zurzeit die tiefste Korrektur im Bitcoin Kurs seit Beginn des aktuellen Bullenmarktes. Rund 40 % Abstand zum aktuellen Allzeithoch weist der BTC Preis dabei mittlerweile auf und rutschte jüngst sogar unter den Wert von 40.000 USD. Die Krypto-Medienlandschaft flippt deshalb schon mal bärisch, während auf Makroebene zurzeit mächtig Unsicherheit herrscht.

Der Ethereum Kurs konnte sich unterdessen der bärischen Stimmung bei Bitcoin nicht entziehen und steckt daher in einer eigenen Korrektur. Der Bärenmarkt für BTC würde auch die Altcoins betreffen, doch sieht es nicht nach Bärenmarkt aus. Denn sowohl bei der größten, als auch bei der zweitgrößten Kryptowährung der Welt entdecken wir On-Chain keine furchterregenden Signale.

Bitcoin und die Angst in den USA und in China

Angst vor Inflation, Angst vor Regulation, Angst vor Steueränderungen. (Nicht nur) Bezogen auf Kryptowährungen herrscht in den USA zurzeit viel Unsicherheit. Das ist nachvollziehbar und lässt vor allem traditionelle Investoren an den Seitenlinien der Märkte ausharren. Teile dieser Ängste sind dabei kein exklusives Phänomen im Bitcoin Kurs, sondern eine Situation, die global Finanzmärkte betrifft.

Zu diesen Unsicherheiten gesellt sich – exklusiv für Krypto – eine jüngste Meldung aus China. Demnach sollen Finanzinstitutionen und -services ihren Kunden keinerlei Angebote mehr rundum Kryptowährungen machen. Also kein Trading, keine Abwicklung von Transaktionen, usw. Peking schnürt den Griff um Bitcoin und Co. nochmal enger und das bereitet (noch mehr) Angst.

Quelle: Tradingview

Diese Angst ist gut ersichtlich im aktuellen Bitcoin Kurs. Mit rund 40 % ging es nunmehr schon nach unten. Nicht nur unter 40.000 USD, sondern auch unter den 200-Tage gleitenden Durchschnitt. Die Frage nach dem Boden rückt also in den Vordergrund, während neue und/oder unerfahrene Marktteilnehmer weiter verkaufen und Kurzzeitinvestoren ihre Satoshis auf den Markt schmeißen.

Quelle: Glassnode

Die Einzahlungen an BTC auf Krypto Börsen sind passend dazu zuletzt die Höchsten nach März 2020 (Black Thursday). Doch das gilt nicht für Coinbase, also die favorisierte Handelsplattform für (Smart Money) Investoren aus den USA. Denn hier sehen wir nach wie vor Abhebungen.

Quelle: Glassnode

Wenngleich tiefere Preise nicht auszuschließen sind, sehen wir derweilen aber keine Anzeichen für einen Bärenmarkt. Die Korrektur im Bitcoin Kurs ist signifikant unter den 200-Tage und den 21-Wochen gleitenden Durchschnitt, doch das alleine schädigt die Marktstruktur nicht signifikant genug, um jetzt bärisch zu flippen.

Lesetipp: Bitcoin On-Chain: Glassnode Report KW 20/2021

Ethereum Kurs steckt zusammen mit BTC in der Korrektur

Der Ethereum Kurs konnte unterdessen dem bärischen Druck nicht länger standhalten und steckt seither in einer eigenen Korrektur. Erwartungsgemäß sehen wir ETH und andere Altcoins aber noch nicht ganz so tief wie Bitcoin selbst. Dennoch wurde auch im Ethereum Kurs das 30 % Korrekturziel bereits bärisch durchbrochen und der Preis kämpft um den Erhalt des 50-Tage gleitenden Durchschnitts.

Quelle: Tradingview

Lesetipp: Ethereum Prognose 2021: Welche Szenarien gibt es für den ETH Kurs?

Während also auch der Ethereum Kurs unter Druck steht, sollte auch hier nicht vergessen werden, dass die Marktstruktur als Ganzes weiterhin intakt ist und mittel- bis langfristig als bullisch zu bewerten ist.

Quelle: Glassnode

Der Fluss an Ether von und zu Krypto Börsen sieht derweilen komplett anders aus, als bei BTC. Wir sehen, dass immer noch mehr Ether von den Handelsplattformen abgezogen wird, als reinfließt. Und wohin wandern Teile dieser Coins? Richtig: In Smart Contracts.

Das ist nicht nur bullisch für den Ethereum Kurs, sondern auch für Decentralized Finance (DeFi) auf Ethereum. Und den DeFi-Sommer 2021 sehen wir bei Betrachtung der Kryptomärkte insgesamt durchaus immer noch.

Rote Kerzen ergeben nicht automatisch einen Bärenmarkt

Was passiert jetzt aber im Bitcoin und Ethereum Kurs? Wo sind die Böden und wann kommen die (konservativen) Preisziele rundum 100.000 USD pro BTC? Nun, niemand kennt das zukünftige Top genau, noch kennen wir die Böden genau. Der BTC Preis scheint bei unter gegenwärtig jedenfalls lukrativ, ebenso der Preis von ETH. Doch in beiden Fällen könnten wir die 50 % Korrekturziele durchaus noch erreicht sehen.

Auf der anderen Seite scheint Smart Money weiter zu kaufen. Frisches Geld scheint gleichzeitig an der Seitenlinie zu warten. Entweder auf tiefere Preise oder bullische Impulse. Das Top dieses Bullenmarktes sehen wir derweilen und entgegen der Stimmungsmache in der Krypto-Medienlandschaft noch nicht. Eher die vielerorts angekündigte Abkühlung vor dem Sommer.