Bitcoin Kurs Einbruch um mehr als 27 %: Hintergründe und warum der Bullenmarkt weiter intakt ist

Am gestrigen 11.01.2021 brach der Bitcoin Kurs zeitweise um mehr als 27 % ein. Viele Menschen fragten sich was nun los sei, wie es zu einem solchen Abverkauf kommen kann und ob der Bullenmarkt nun vorbei sei und BTC sterben würde. Wir haben genauer hingesehen und liefern Antworten!

Blutbad, Totaleinbruch, Anfang des Bärenmarktes, Bitcoin (BTC) wird sterben. Eine Korrektur um zeitweise mehr als 27 % im Kurs der größten digitalen Währung der Welt führte dazu, dass viele Menschen am gestrigen Montag entweder in Panik gerieten oder gar den Untergang der ersten, dezentralen Kryptowährung verkündeten.

Weder ist der Bullenmarkt vorbei, noch wird BTC sterben. Auch kann beim besten Willen von keinem Totaleinbruch die Rede sein, wenn der Bitcoin Kurs um nicht mal ganz 30 % korrigierte. Sehen wir uns daher lieber mal an, wie sowas zustande kommen kann und warum es gesund für den Markt ist.

Der Bitcoin Kurs und seine Korrekturen

Na das war doch mal ein Wochenstart voll von Adrenalin! Noch ehe der Bullenmarkt so richtig losgehen konnte, beendete der Bitcoin Kurs die steigenden Preise mit einem Totaleinbruch um nicht mal ganz 30 %. Sarkasmus beiseite: Es war alles halb so wild gestern. Im Bullenmarkt 2017 kam es zu mehreren Korrekturen, teils um mehr als 30 %.

Zudem bewegen sich Märkte einfach nicht schnurgerade nach oben, sondern verlaufen in Swings. Preisbewegung, Gegenbewegung, Konsolidierung (optional), Preisbewegung, usw. Was also gestern im Bitcoin Kurs auftrat, war normal und sogar gesund. Warum? Weil nun neue Käufer „günstiger“ in den Markt einsteigen können.

Bitcoin (BTC) im TageschartQuelle: Tradingview

Am heutigen 12.01.2021 sieht das Bild auch schon wieder positiver aus. Der Preis von BTC scheint Unterstützung bei ca. 34.450 USDT gefunden zu haben und die Korrekturbewegung erreichte keine 28 %.

Aber wie kommt so ein plötzlicher Abverkauf überhaupt zustande? Hieß es nicht, dass BTC Whales und institutionelle Investoren wie verrückt kaufen und müsste der Bitcoin Kurs dann nicht weiter steigen, anstatt zu korrigieren?

Wenn BTC Miner Verkaufen, kann das zu Korrekturen führen

Nun, einer der Hauptgründe für den Abverkauf zum Wochenstart lag an der Aktivität von BTC Minern. Rund 47 Mio. USD in BTC flossen von Adressen der Mining Pools zu den Krypto Börsen. Dieses Verkaufsverhalten war erwartbar und war Bestandteil von vielen ehemaligen Rallys im Bitcoin Kurs.

Miner's Position Index für BitcoinQuelle: CryptoQuant

Der Miner’s Position Index zeigt die womögliche Bereitschaft von BTC Minern zum Verkauf ihrer Block Rewards. Werte von über 2 signalisieren dabei mögliche Verkaufsaktivitäten bzw. -intentionen. Der Wert zum Wochenstart lag bei 5,26.

Coinbase-Ausfall führt zu Chaos am Derivatemarkt

Aber nicht nur die BTC Miner waren verantwortlich. Einen großen Teil des Abverkaufs verursachte Coinbase mit einem erneuten Ausfall weiter Teile der Handelsplattform. Der On-Chain Analyst Willy Woo (@woonomic) berichtete darüber auf Twitter.

Der Abverkauf am Kassamarkt (Spot) startete um die 38.000 USD, als Coinbase teilweise ausfiel. Kauforders wurden nicht registriert und verursachten ein Absacken des [BTC] Preises auf Coinbase um rund 350 USD [verglichen zu den anderen Exchanges]. Das zog den Indexpreis runter, welchen Derivatebörsen nutzen, um das Funding zu berechnen. Infolgedessen kam es zu einer bärischen Reaktion an den Spekulationsmärkten.

Dass Coinbase hier fahrlässiger Natur den Handel in Betrieb hielt, ist eine durchaus fragwürdige Praxis. Immerhin sollten die Verantwortlichen der größten US-amerikanischen Krypto Börse um die möglichen Folgen eines Absturzes des Indexpreises und die möglichen Auswirkungen auf die Bitcoin Futures wissen.

SOPR für den Bitcoin Kurs kündigte Korrektur an

Wie bereits in der gestrigen Ausgabe von Bitcoin On-Chain erwähnt, gab der angepasste SOPR für den Bitcoin Kurs bereits bärische Warnsignale. Deswegen gingen auch die Datenspezialisten unseres Partners Glassnode von einer baldigen Korrektur und einer eventuellen Seitwärtsphase aus.

Angepasster SOPR für BitcoinQuelle: Glassnode

Der letzte Reset auf einen Wert von 0 trat beim angepassten SOPR vor 3 Monaten auf. Das letzte Mal, dass eine so lange Zeit ohne Reset verging, war im Jahr 2017 und damals fand der Bitcoin Kurs sein Top im Bullenmarkt. Heute stehen wir aber am Anfang des aktuellen Bullenmarktes und nicht – wie damals – am Ende.

Erholung im 4-Stunden-Chart?

Wie wir sehen können, gab es a) Warnsignale und b) gute Gründe für den Abverkauf zum Wochenstart. Mit einem Blick in den Bitcoin Kurs (aktueller 4-Stunden-Chart) sehen wir auch, dass sich womöglich ein neuer Triangel bildet. Dieses Chartmuster steht in der Regel für eine Trendfortsetzung, wobei auch Ausbrüche in die Gegenrichtung vorkommen können.

Bitcoin (BTC) im 4-Stunden-ChartQuelle: Tradingview

Zum Zeitpunkt dieses Artikels schien sich der Bitcoin Kurs zudem zu erholen mit einer Zurückeroberung der Kursmarke bei 34.450 USD. Eine versteckte, bullische Divergenz im RSI Indikator verschaffte dem BTC Preis womöglich den nötigen Aufschwung.

Lesetipp: Bitcoin Kurs Prognose 2021: Wie realistisch sind 100.000 USD pro BTC?

Schlusswort: HODL on!

Wohin es mit dem Bitcoin Kurs nun geht, bleibt noch abzuwarten. Es gibt mehrere denkbare Szenarien in beide Richtungen, wenngleich mittel- bis langfristig keine bärischen Szenarien wahrscheinlich sind. Kurzfristige Kursschwankungen sollten daher nicht überbewertet werden und auch scheinbar tiefe Korrekturen sind im Bullenmarkt völlig normal. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch!

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