Kryptowährungen am Scheidepunkt: G7 Staaten entscheiden über Zukunft von Bitcoin und Co.

Beim jüngsten Treffen der Finanzchefs der G7 ging es u.a. auch um die wachsende Bedeutsamkeit von Bitcoin, Altcoins und Stablecoins. Finanzminister und Zentralbankchefs verständigten sich deshalb auf eine stärkere Regulierung dieser digitalen Währungen.

Es soll mehr Kontrolle und Regulation herrschen in Sachen Bitcoin, Altcoins und Stablecoins. Das ist unter dem Strich die Übereinstimmung der Teilnehmer des jüngsten, virtuellen G7-Treffens. Eigentlich ging es um Covid-19, die Weltwirtschaft und andere finanzpolitische Themen.

Doch Finanzminister und Zentralbankchefs können und wollen nicht länger die Augen vor der wachsenden Bedeutsamkeit von Bitcoin, Altcoins und Stablecoins verschließen. Deshalb ging es auch um die digitalen Währungen und wie die Staaten weiter die Kontrolle über das Währungsmonopol in der Hand halten können.

Bitcoin und Co. als Gefahr für das Währungsmonopol

Die Regulation von Bitcoin, Altcoins und Stablecoins war schon länger auf der Agenda so einiger Staaten weltweit. Manche davon wollen die Märkte rundum die digitalen Währungen blühen sehen, andere haben Angst vor deren potenziellen Auswirkungen. Ja, es wird gar gefürchtet, dass Bitcoin, Ethereum oder auch Diem den Staaten das Währungsmonopol entziehen würden!

Wir müssen alles in unserer Macht tun, um sicherzustellen, dass das Währungsmonopol in den Händen der Staaten bleibt.
– Olaf Scholz, Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland

Den Worten von Olaf Scholz stimmten viele der Teilnehmer zu. Deshalb müsse es striktere Rahmenbedingungen für digitale Währungen geben. Strikter und feindlicher? Das blieb offen. Der Ton gegenüber Facebooks Diem und andere Stablecoins (ehemals Libra) spiegelte allerdings auch weiterhin negatives Sentiment wider.

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Stablecoins und Diem in der Kritik

Konkrete Aussagen wollte natürlich nur die Minderheit der teilnehmenden Finanzminister oder auch Zentralbankchefs werden. Aber das sind wir uns ja von den Damen und Herren aus der Politik nicht anders gewohnt. Also musste es erneut Bundesfinanzminister Olaf Scholz sein, der deutliche Worte gegenüber Diem fand.

Ein Wolf im Schafspelz ist immer noch ein Wolf. Für mich ist es völlig klar, dass Europa und Deutschland [Diem] keinen Zugang zu den Märkten gewähren werden, solange die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht geschaffen sind.

Aus den USA kam wiederum nicht sehr viel Konkretes. Finanzminister Steven Mnuchin musste aber auch nicht zwingend abliefern, denn im eigenen Land wird ein Stablecoin Verbot ja ohnehin schon diskutiert. Der Rest einigte sich auf „baldige Regulationen von digitalen Währungen“.

Schlusswort zur Bitcoin Regulation

Die Haltung und Stimmung in der Politik der großen Industriestaaten gegenüber Bitcoin, Altcoins und Stablecoins bleibt gespalten. Doch die führenden Politiker scheinen noch immer mehr Gefahr als Potenzial zu erkennen. Doch ein digitaler Euro beispielsweise, wird die Nachfrage nach Bitcoin nicht senken, nur weil Fiatgeld dann digital ist.

Die führenden Politiker der G7-Staaten scheinen nach wie vor zu denken, dass Regulationen, Restriktionen oder gar Verbote den fahrenden Schnellzug der digitalen Währungen bremsen könnten. Wenn das mal kein böses Erwachen ergibt.

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