Der CEO eines kanadischen Edelmetallunternehmens, Brett Heath, hat sich kritisch gegenüber Bitcoin geäußert. Der Chef von Metalla Royalty & Streaming warnte vor dem starken Anstieg der Marktkapitalisierung des Kryptomarktes und zog Parallelen zwischen dem derzeitigen Sentiment und dem Platzen der Dotcom-Blase in den frühen 2000er-Jahren.

Das Unternehmen Metalla Royalty & Streaming ist ein kanadisches Handelsunternehmen, welches Bergbauunternehmen und Minen Edelmetalle wie Gold und Silber zu einer festgelegten Rate abkauft. So haben die Minen ein gesichertes Einkommen, während Metalla Royalty & Streaming Profite mit den schwankenden Kursen der Edelmetalle machen kann.

Warnung vor Blasenbildung bei Bitcoin und Co.

Brett Heath, der CEO dieses Unternehmens mit einem aktuellen Marktwert von etwa einer halben Milliarde USD, hat sich nun gegenüber Kitco News zu Bitcoin und dem Kryptomarkt insgesamt geäußert. Er warnte, dass der Kryptomarkt ein einflussreicher Faktor für die nächste große Finanzkrise sein wird. Er verglich den derzeitigen Kryptomarkt dabei mit der DotCom-Krise und der Immobilienkrise von 2008. Wörtlich sagte er:

Wenn man sich die letzten Jahrzehnte anschaut und die Finanzkrisen die in diesem Zeitraum stattgefunden haben, sieht man einige Gemeinsamkeiten: Ein Faktor, der dabei auffällt, ist, dass jedes Mal eine Massenadoption von einem neuen Finanzprodukt stattgefunden hatte, welches aber nicht wirklich verstanden wurde.

Lesetipp: Bitcoin Kurs Prognose 2021: Wie realistisch sind 100.000 USD pro BTC?

Heath erinnerte dabei besonders an die Immobilien- und Hypothekenkrise von 2008. Damals hatten in den USA vielen Menschen günstige Kredite für Häuser aufgenommen. Als die Preise der Häuser jedoch nicht wie erwartet immer weiter stiegen, platzte die Blase. Viele Menschen konnten sich die Kredite plötzlich nicht mehr leisten. Dadurch verschuldeten sie sich und verloren dann ihre Häuser und wurden obdachlos.

Bitcoin ist kein gedrucktes Geld – sondern eine dezentrale Lösung für viele Probleme

In weiteren Verlauf des Interviews beschrieb der CEO Kryptowährungen als eine Lizenz für private Unternehmen, Geld zu drucken. Dabei machte er auf die stark gestiegene Geldmenge M1 der USA aufmerksam. Diese Geldmenge gibt an, wie viel Fiatgeld in den USA im Umlauf ist. Diese erreichte im Corona-Jahr 2020 vor allem durch die staatlichen Hilfen für Bürger und Unternehmen ein neues Höchstmaß.

Genauer gesagt: Im Jahr 2020 stieg diese Menge um das 4,5 fache an. In Zahlen ausgedrückt: Im Januar 2020 lag der Wert von M1 bei etwa 4 Billionen USD während der Wert nun bei etwa 18 Billionen USD liegt. Ein Krasser Anstieg, der mittelfristig zu einer Entwertung des Geldes führen kann. Auf der Grafik sollte man besonders den Anstieg der Kurve am rechten Rand beachten.

Quelle: Fred

Heath sagte dazu wörtlich:

Das ist ein außergewöhnlich starker Anstieg in so einer kurzen Zeit. Aber wenn man sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen anschaut,  enstpricht das dem zehnfachen Anstieg.

Krypto hat mehr Chancen als Risiken

Heath scheint nicht mitbekommen zu haben, dass Analysten weltweit Chancen für den Bitcoin sehen, Gold als sicheren Hafen für einen Wertspeicher zu überholen. Bitcoin braucht keine Tresore, wiegt nichts und ist dazu schnell in die entlegensten Ecken der Welt transportierbar. Ebenfalls ist gerade das Corona-Jahr und die heißlaufenden Gelddruckmaschinen ein Grund, eher Chancen als Risiken im Kryptomarkt zu sehen.