Krypto bildet während des Krieges in der Ukraine ein essenzielles Werkzeug für die Verteidigung des Landes. Zu dieser Einschätzung kommt der stellvertretende Minister für digitale Transformation. Doch zuletzt ist die Haltung der Ukraine gegenüber Bitcoin und Co. ambivalent.

Krypto in der Ukraine rette laut Bornyakov Leben

Wegen seiner Unabhängigkeit von Regierungen gilt der Bitcoin in der Krypto-Szene lange als Friedensbringer. Schließlich ließe sich ein Krieg schon bei seiner Finanzierung durch den Bitcoin behindern.

Dass BTC und Co. jedoch auch neue Möglichkeiten für die Finanzierung eines Krieges bieten können, beweist die Ukraine seit Februar. Nachdem russische Truppen einmarschiert waren, rief man im Internet zu Spenden auf.

Über 100 Millionen US-Dollar kamen in kürzester Zeit in verschiedensten Kryptos in der Ukraine an – so berichtet Alex Bornyakov, stellvertretender Minister für digitale Transformation Anfang März gegenüber CoinDesk.

Der größte Teil dieses Betrages landete direkt bei den ukrainischen Behörden, welche für ihren Spendenfonds mit der ukrainischen Krypto-Börse Kuna kooperierten. Kleinere Beträge landeten bei unterschiedlichen NGOs.

Auf einer offiziellen Seite stellt die ukrainische Regierung dar, in welche Produkte man das Geld investierte. Darunter befinden sich lediglich Schutzwaffen wie schusssichere Westen oder Helme sowie Rohstoffe, Nahrung und Medizin.

Möglicherweise sind in der Liste weder Infanteriewaffen noch schweres Kriegsgerät zu finden, um moralische Debatten zu unterbinden. Gestern meldete sich Bornyakov auf Twitter zu Wort und verdeutlicht die Rolle unabhängiger digitaler Zahlungsmittel.

Trotz des Bärenmarktes ist Krypto zu einem wichtigen Instrument der ukrainischen Verteidigung geworden.

Gegenüber traditionellen Zahlungswegen bestehen verschiedene Vorteile. Etwa diese:

Flexibilität und Schnelligkeit, die unseren Soldaten buchstäblich das Leben retten.

Kryptos kommen mit hoher Geschwindigkeit direkt beim Endnutzer an. Mit fortlaufender Zeit ist es um die Spendenkampagne immer stiller geworden. Im Mai veröffentlichte die Ukraine NFT-Kollektionen, um weitere Gelder einzusammeln.

Der Krypto-Szene macht Bornyakov während der aktuell kritischen Phase Mut.

Jeder Krypto-Winter führt zu einem Krypto-Frühling, aber die Branche ist gekommen, um zu bleiben.

Ukraine veröffentlicht neue NFTs

Erst vor fünf Tagen veröffentlichte das digitale Kriegsmuseum der Ukraine eine dritte NFT-Kollektion. Das Ministerium für digitale Transformation und das ukrainische Kulturministerium stehen hinter dem Projekt.

Wir wünschten, es wäre die letzte Veröffentlichung von NFT-Kunstwerken, aber Russland zerstört weiterhin unsere Heimat.

Heißt es in einem Tweet. Sämtliche Erlöse aus Verkäufen kommen dem ukrainischen Staat und dessen Bewohnern zugute. Die NFTs der dritten Kollektion zeigen Szenen, die sich Mitte bis Ende März abspielten und einen Bezug zum Krieg haben.

Krypto-Spenden an Ukraine nehmen durch Bärenmarkt ab

Das Kaufverhalten vieler Krypto-Nutzer ist zyklisch. Während der Hochphase verhält man sich besonders spendabel, hält das Geld bei einem Rückgang jedoch beisammen.

Dieses Muster fällt auch Michael Chobanian auf. Er gründete 2015 die erste und größte ukrainische Krypto-Börse namens Kuna. Erst kürzlich beklagt er die stark abnehmende Bereitschaft zum Spenden.

Schuld daran ist wohl hauptsächlich der starke Wertverlust vieler Kryptos. Auch der Krieg sorgt derweil für weniger Aufsehen.

Laut Chobanian habe die Spendenkampagne Krypto-Kritiker zum Umdenken gebracht.

Selbst die letzten Skeptiker im Militär und der Regierung verstehen nun: Krypto hat einen Wert für sie – und für unser Land.

Im April legalisierte die Ukraine die Verwendung von Krypto als Zahlungsmittel. Im selben Monat schränkte man deren Gebrauch innerhalb der Ukraine jedoch stark ein. Geldabflüsse von Fiatgeld ins Ausland unterbanden die Behörden.

Infolgedessen verwendeten viele Ukrainer Kryptowährungen, um ihr Geld ins Ausland zu transferieren. Der Staat reagierte mit dem Verbot des Erwerbs der digitalen Anlagen.

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