Die Verkäufe von Non-Fungible-Token (NFT) sind in der ersten Hälfte des Jahres 2021 auf ein Rekordhoch gestiegen. Allein die NFT-Verkäufe im Juni haben die des gesamten Jahres 2020 in den Schatten gestellt.

NFT sind aus der Krypto-Community nicht mehr wegzudenken. Auch, wenn die Blase geplatzt ist, die Verkaufspreise für NFT bei Auktionen der Häuser Christie‘s oder Sotheby‘s erzielen Preise in Millionenhöhe. Und natürlich haben wir uns das für euch mal genauer angeschaut.

OpenSea NFT-Marktplatz mit Rekordumsatz

Enthusiasten betrachten die Non-Fungible-Token aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung als einzigartige, digitale Sammlerstücke mit großem intrinsischem Wert. Andere behandeln sie einfach als Investition und spekulieren auf steigende Preise.

Vor allem der Juni kann als Rekord-Monat bezeichnet werden. Der OpenSea NFT-Marktplatz konnte hier einen Umsatz von fast 150 Mio. USD verzeichnen. Das ist fast eintausend Prozent höher als die Umsatzzahlen für alle Märkte in der gesamten ersten Hälfte des Vorjahres. Laut DappRadar wurden in den ersten sechs Monaten 2021 ungefähr 2,5 Mrd. USD an Verkäufen getätigt. Letztes Jahr waren es noch 13,7 Mio. USD.

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Sport-NFT bringen die Kassen zum Klingen

Sammlerstücke und Sport-NFT sind die Verkaufsschlager, digitale Kunst kommt an dritter Stelle. In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurden fast 300 Tsd. sportbezogene Token verkauft. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Themenbereich Kunst.

Der bisher erfolgreichste Verkauf war der des bekannten Künstlers Beeple, dessen „Everydays: The First 500 Days“ im März bei der Christie’s-Auktion einen sagenhaften Erlös von 69 Mio. USD erzielte.

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Fehler bei 5,4 Mio. USD – Verkaufsstück

Wenn diese News NFT-Fans nicht zum Lächeln bringen! Wir haben aber auch noch was zum Schmunzeln für Euch. Erst kürzlich wurde der originale Open-Source-Code des World Wide Webs bei Sotheby‘s versteigert. Nun hat sich herausgestellt, dass der Code einen Fehler enthält.

Obwohl der Code zwar eine direkte Verbindung zu Tim Berners-Lee hat, hat derjenige, der die ursprüngliche Textdatei in HTML-Codierungssprache umgewandelt hat, wohl einen Fehler gemacht. Das kann bei der Umwandlung von Textdatei zu HTML passiert sein.

Ob es sich bei diesem Fehler nun um ein „witziges“ Feature, wie zum Beispiel bei einem Druckfehler bei Sportkarten oder Briefmarken, oder eine peinliche Blamage handelt – darüber lässt sich streiten. Aber es steht auf jeden Fall fest, dass es das bereits verkaufte NFT wieder ins Gespräch bringt.