Kryptowährungen, angeführt durch Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), sind der letzte Schrei in der Welt der Investoren. Seit Mitte 2020 könnten wir beinahe denken, dass jeder irgendwie aufspringen möchte. Nun, nicht jeder! Bill Gates, Mark Zuckerberg und Warren Buffet scheinen nicht überzeugt von Bitcoin und Co.

Microsoft, Facebook und Berkshire Hathaway… das sind große Namen in der Welt der Investoren. So ist es also auch nicht unüblich, dass Personen wie Bill Gates, Mark Zuckerberg und Warren Buffet einiges an Aufmerksamkeit bekommen, wenn es um die Wirtschaft oder gar Investitionsmöglichkeiten geht.

In Bitcoin (BTC) oder andere Kryptowährungen sind weder die genannten Unternehmen, noch die genannten Einzelpersonen investiert. Warum nicht? Denn Unternehmen wie MicroStrategy oder auch Tesla zeigen uns doch, dass insbesondere Bitcoin eine lohnenswerte Investition ist, oder nicht?

Die Meinungen zu digitalen Assets gehen weit auseinander

Verschiedene Menschen, verschiedene Meinungen. Und gerade an den Finanzmärkten finden sich gleich nochmal mehr Meinungen zu ein und demselben Thema, als anderswo. Deswegen ist es wenig verwunderlich, dass wir Befürworter und Gegner von Bitcoin und Co. kennen.

Gerade traditionelle Investoren haben stellenweise immer noch keine Ahnung, wie sie Kryptowährungen überhaupt fundamental bewerten sollen. Es gibt bei Bitcoin eben keine Quartalsberichte, Unternehmenszahlen und sonstige finanzielle Statements. Das erschwert die fundamentale Analyse, so wie sie die klassische Finanzwelt seit Jahrzehnten kennt.

Bill Gates investiert lieber in „echte Unternehmen“, anstatt Bitcoin

Ob Bill Gates und Microsoft Bitcoin und andere Kryptowährungen korrekt bewerten können oder nicht, sei dahingestellt. Fest steht jedenfalls, dass Bill Gates kein Fan von Kryptowährungen ist. Auf Clubhouse sagte Gates jedenfalls, dass er keine BTC besitze und auch nicht vorhabe, welche zu besitzen.

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Er investiere lieber in echte Unternehmen, die „echte Produkte“ herstellen. Zum Beispiel Impfstoffe gegen Malaria und die Masern. Auch von Vorreitern wie Michael Saylor oder Elon Musk hält er nicht viel. Denn diese Personen hätten „genug Geld“ und könnten es sich demnach „leisten etwas zu verlieren“.

Mark Zuckerberg scheint unentschlossen bei Kryptowährungen

Mark Zuckerberg schlägt hier schon andere Töne an. Er ist begeistert von der Technologie, welche Bitcoin und auch anderen Kryptowährungen zugrunde liegt. 2018 sagte Zuckerberg sogar, dass Blockchain-Technologie das soziale Netzwerk Facebook verbessern könnte. So weit kam es nur nie.

Stattdessen versuchte Facebook schon länger seine eigene Kryptowährung auf den Markt zu werfen. Erst hieß diese Libra, jetzt Diem. Dabei handelt es sich um einen umstrittenen Stablecoin. Von Investitionen in Bitcoin oder Meinungen dazu ist allerdings nichts bekannt. Allerdings gibt es Gerüchte, dass Facebook eventuell doch in BTC investiert haben könnte.

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Warren Buffet sieht in Bitcoin und Co. keine echten Werte

Wenn es einen Investor weltweit gibt, dem andere Investoren einfach zuhören, dann ist es wohl Warren Buffet. Der CEO von Berkshire Hathaway wird oft als das „Orakel von Omaha“ bezeichnet, was auf seine ausgezeichneten Investments zurückzuführen ist. Von Kryptowährungen hält der Veteraneninvestor allerdings nicht viel.

In einem Interview mit CNBC machte Buffet seine Haltung deutlich. Kryptowährungen hätten keinen echten Wert. Investoren in Krypto würden lediglich etwas kaufen, von dem sie hoffen, dass es in der Zukunft mehr Wert haben könnte. Doch ohne intrinsischen Wert, kein Wert. So zumindest sieht das ein Veteran des Value Investings an der Wall Street.

Schlusswort

Nicht jeder ist also überzeugt von Kryptowährungen. Und das ist normal, denn Bitcoin und Co. sind noch junge Assets mit wenig historischen Daten. Hinzu kommt die genannte Problematik der fundamentalen Bewertung, da viele traditionelle Metriken bei BTC und anderen Kryptowährungen nicht greifen.

Am Ende spielt es auch gar keine Rolle, was Bill Gates, Mark Zuckerberg und/oder Warren Buffet von Bitcoin und Co. halten oder nicht. Wir sollten eigenständige, eigenverantwortliche (Handels-)Entscheidungen treffen, basierend auf Kriterien, die erfüllt sein müssen. Denn am Ende sind die Gewinne von Gates, Zuckerberg und Buffet ja auch nicht unsere Gewinne.