Coinbase muss sich erneut einem Gerichtsverfahren stellen. Eine Sammelklage wirft der Krypto-Börse unter anderem vor, legitime Nutzer temporär oder sogar permanent zu sperren und ihnen so den Zugang zu eigenen Wertanlagen verwehrt.

Coinbase Gerichtsverfahren: Falsche Sicherheitsversprechen?

In einer kürzliche beantragten Sammelklage werfen Geschädigte der US-Börse Coinbase vor, falsche Sicherheitsversprechen gemacht zu haben. Legitime Nutzer seien demnach wiederholt aus ihren eigenen Konten ausgesperrt worden.

Gleichzeitig habe Coinbase versäumt, Konten vor den Zugriffen Unbefugter zu schützen. Die 2012 gegründete Krypto-Börse gehört in der Branche mittlerweile zu den Urgesteinen, sieht sich zuletzt jedoch öfter mit rechtlichen Problemen konfrontiert.

Nachdem bekannt wurde, dass ein führender Angestellter des Unternehmens Insiderhandel betrieb, wurden Vorwürfe laut, die behaupten, Coinbase habe mit Insiderhandel ein systemisches Problem.

Darüber hinaus erhebt die US-Börsenaufsichtsbehörde Anklage gegen die Börse, da man dieser unlizenzierten Wertpapierhandel vorwirft. Diese Anschuldigung deutet zugegebenermaßen auf die unklare Rechtslage hin und trifft verschiedenste Firmen der Kryptobranche.

Coinbase sperrt legitime Nutzer: 5 Mio. Schaden

In der Sammelklage, der sich über 100 Personen anschlossen, geht es um Schäden in Höhe von über fünf Millionen US-Dollar. Auch hier kritisiert man eine fehlende Lizenz zum Handel mit Wertpapieren. Die Geschädigten fordern daher:

Ein Feststellungsurteil, Schadensersatz, Unterlassungsanspruch und andere billigkeitsrechtliche Ansprüche.

In einem Vorfall von 2019 habe Coinbase das Konto eines Nutzers gesperrt, nachdem es zu unautorisierten Zugriffsversuchen gekommen war. Als sich der legitime Besitzer einloggen wollte, versperrte man auch diesem den Zugang.

Die Sicherheitsprüfung dauerte in diesem Fall über sechs Monate an. Erst dann erlangte der Kunde wieder Zugriff auf seine von Coinbase verwalteten Kryptowährungen.

Coinbase sperrt missbräuchlich und in unangemessener Weise seine Kunden vom Zugriff auf ihre Konten und Gelder aus – entweder für längere Zeiträume oder dauerhaft.

Heißt es in der Anklageschrift. Es handele sich hierbei nicht um Einzelfälle, sondern um ein häufig wiederkehrendes Problem. Zugleich versäume man bei weiteren Kunden die Einhaltung grundlegender Sicherheitsstandards.

Entgegen seinen Zusicherungen wendet Coinbase nicht ordnungsgemäß standardisierte Verfahren an, um die Konten der Verbraucher zu schützen.

Die Kläger verdeutlichen, warum sie Schadensersatzansprüche geltend machen möchten:

“Aufgrund der extremen Volatilität des Wertes von Kryptowährungen – mit Kurseinbrüchen von 40 % innerhalb von 24 Stunden – führt die Unfähigkeit, auf ein Konto zuzugreifen, um Kryptowährungen zu verkaufen, zu kaufen oder zu handeln, zu schweren finanziellen Verlusten für Kontoinhaber.”

Sofern Geschädigte eine dringliche Klärung durch den Kundendienst verlangten, sei dieser nicht schnell genug erreichbar gewesen. Kunden habe man daher insgesamt die Möglichkeit verwehrt, Kontrolle über ihr eigenes Eigentum auszuüben.

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